

Köln, 25. Januar 2026 – Nach der glanzvollen Premiere der Mottositzung folgte am heutigen Sonntag der absolute Klassiker im Kalender der Alten Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ 1901 e. V.: Die traditionelle Miljöhsitzung. Was im ausverkauften Theater am Tanzbrunnen als ausgelassenes „zweites Heimspiel“ für den neuen Präsidenten Dirk Königs begann, entwickelte sich zu einem Nachmittag, der mit hoher Symbolkraft und einer großzügigen Überraschung in die Annalen der Gesellschaft eingehen dürfte. Den emotionalen Paukenschlag des Tages setzte eine Szene, die Timing und Tradition perfekt vereinte. Nachdem Ingrid Kühne, eine der wenigen und profiliertesten weiblichen Rednerinnen im Kölner Karneval, ihren grandiosen Auftritt beendet hatte – sie verabschiedet sich mit dieser Session von der karnevalistischen Bühne –, folgte ein Moment, der die Werte der Schnüsse Tring eindrucksvoll unterstrich. Noch unter dem Eindruck des Abschieds einer starken Frau betrat Senatspräsident Hans Peter Kloiber gemeinsam mit seinem Senatsvorstand und den Senatoren die Bühne. Begleitet wurden sie dabei von Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, der gemeinsam mit dem Senat aufzog, um dem neuen Präsidenten Dirk Königs persönlich seine Aufwartung zu machen, nachdem er beim offiziellen Termin auf der Mottositzung vor einer Woche leider krankheitsbedingt gefehlt hatte. Mit sichtlichem Stolz und einem verschmitzten Lächeln überreichte Kloiber dem Präsidenten Dirk Königs einen Scheck in Höhe von 12.500 Euro anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Gesellschaft. „Jedes Jahr seit Gründung hat der Senat 100 Euro für dieses Ereignis zurückgelegt“, verkündete der Senatspräsident augenzwinkernd unter dem tosenden Beifall des Publikums. Die Symbolik des Augenblicks hätte kaum passender sein können. Direkt nach dem Auftritt einer der besten Rednerinnen erhielt jene Gesellschaft die Jubiläumsgabe, die bereits 1901 den Mut hatte, sich nach einer Frau zu benennen, und die bereits seit 1955 Frauen als ordentliche Mitglieder aufnimmt – ein Meilenstein der Kölner Karnevalsgeschichte. Eingebettet waren diese bewegenden Momente in ein Spitzenprogramm, das Literat Thomas Hoffmann zusammengestellt hatte. Den Auftakt machten traditionell die eigenen Tanzgruppen, die „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ der Jugend, gefolgt von der Erwachsenen-Tanzgruppe am späteren Abend. Musikalisch jagte ein Highlight das nächste: Cat Ballou, Kasalla und Brings brachten den Tanzbrunnen zum Kochen, während das Kölner Dreigestirn den jecken Glanz in den Saal trug. Für die Lachmuskeln sorgten neben Ingrid Kühne auch Marc Metzger und Guido Cantz, die das Publikum begeisterten. Ein besonderer optischer Leckerbissen war zudem der Auftritt der StattGarde Colonia Ahoj, die mit ihrer Bordkapelle, dem Shanty-Chor und dem Tanzkorps für Furore sorgte.
Den passenden musikalischen Schlusspunkt unter eine Sitzung, die den Spagat zwischen ausgelassener Party, wehmütigem Abschied und großer Jubiläumsfreude meisterte, setzte die Band, die den Namen der Veranstaltung im Herzen trägt: Miljö. Über die Alte Kölner K.G. „Schnüsse Tring“ 1901 e.V. Die Alte Kölner K.G. „Schnüsse Tring“ ist eine Traditionsgesellschaft des Kölner Karnevals und Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval. Sie ist bekannt für ihre Tanzgruppen, die Kammerkätzchen und Kammerdiener, sowie für ihre tiefe Verbundenheit mit dem Kölner Brauchtum.
Text und Bilder Pressemitteilung / Töpfer