„Spielraum“ ist das Thema des aktuellen Museumsmagazins
Das Heft liegt kostenlos aus und ist auch online barrierefrei erhältlich

Das Heft liegt kostenlos aus und ist auch online barrierefrei erhältlich

„Spielraum“ ist das Thema der aktuellen Ausgabe von „museenkoeln – Das Magazin“, die kostenlos in den Museen und an zahlreichen anderen öffentlichen Orten ausliegt, wie zum Beispiel in Bürgerzentren, Kinos, Buchhandlungen, Hotels oder Szenekneipen.

Auch die aktuelle Ausgabe des Museumsmagazins macht wieder neugierig auf die Kölner Museen, ihre Sammlungen und Ausstellungen. Und es bietet Einblicke in die Arbeit und die Bestände der einzigartigen Kölner Museen. Dieses Mal geht es um das Spielen, im klassischen wie im übertragenen Sinne: um revolutionäres Theater, den Stadtraum als Spielwiese für Urban Art, um das antike Köln als Spielball römischer Macht, in Verbindung mit der diesjährigen archäologischen Landesausstellung.

Das neue Heft beleuchtet auch den Spielraum zwischen Kunst, Design und Alltag. Und
es schaut auf die Museen als „Spielraum“ für Kreativität und die grenzenlosen Möglichkeiten, hier den eigenen Horizont zu erweitern. In jeder Ausgabe stellen bekannte Persönlichkeiten Kunstwerke und Objekte aus den Sammlungen der Kölner Museen vor, jeweils zum Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe. Diesmal zu Gast: die Schauspielerin Annette Frier.

Die kostenlose Publikation liegt im Großraum Köln, Bonn, Leverkusen, Brühl und im Rhein-Erftkreis aus und erscheint als Beilage in einer überregionalen und einer regionalen Tageszeitung. Das Magazin kann außerdem online als barrierefreies PDF auf der Seite www.museen.koeln abgerufen werden. Um die Publikation laufend zu verbessern und weiter zu entwickeln, wird in der aktuellen Ausgabe auch zu einer Leser*innenbefragung eingeladen, verknüpft mit einem Gewinnspiel.

Pressebild: Titelseite „museenkoeln – Das Magazin“, Heft 1/2022, Spielraum Abbildung: Anonym, Mit Temari-Bällen jonglierende Frau, Japan, 1890er Jahre, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Foto: RBA Köln

Pressemitteilung Stadt Köln

Presse-Information Stadt Köln: Wettbewerb abgeschlossen: Kanadische Künstlerin Shannon Bool gestaltet Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses

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BÜHNEN KÖLN SANIERUNG PRESSEMITTEILUNG Wettbewerb abgeschlossen: Kanadische Künstlerin Shannon Bool gestaltet Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses Die kanadische Künstlerin Shannon Bool wird die Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses gestalten. Zu dieser Entscheidung kam gestern das Preisgericht des Kunstwettbewerbs, dem u.a. Kulturdezernent Stefan Charles, Patrick Wasserbauer (Geschäftsführender Direktor der Bühnen), Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende des Betriebsausschusses Bühnen), Yilmaz Dziewior (Direktor Museum Ludwig), Remigiusz Otrzonsek (HPP Architekten, u.a. Architekt der Kinderoper), Hein Mulders (designierter Intendant Oper Köln), sowie mehrere Mitglieder des Kunstbeirats angehörten. Die beiden jeweils 40 Quadratmeter großen Patios schließen sich als Außenwände an die Pausen- räume im 2. Obergeschoss des Opernhauses an. Sie haben eine hohe gestalterische Bedeutung, da sie das Aufenthaltserlebnis des Publikums im Riphahn-Bau unmittelbar beeinflussen. Der Betriebsausschuss Bühnen hatte die Bühnen mit der Durchführung des Wettbewerbs und der Umsetzung des prämierten Entwurfs in seiner Sitzung vom 30.11.2021 beauftragt (siehe auch Vorlage 3920/2021 im Ratsinformationssystem der Stadt Köln). Als finanzielle Mittel für Wettbewerb und Umsetzung stehen laut Beschluss insgesamt ca. 230.000 Euro brutto zur Verfügung, die bereits im 2021 vom Rat beschlossenen Sanierungsbudget berücksichtigt wurden. Die in Berlin lebende Kanadierin Shannon Bool studierte Kunst und Design in Vancouver, New York und Frankfurt. Ihre Werke wurden vielfach international ausgezeichnet und waren u.a. im New Yorker Metropolitan Museum of Art, im Münchener Lenbachhaus und im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt zu sehen. Shannon Bool ist Professorin für Malerei an der Kunsthochschule Mainz. Die Vorsitzende des Preisgerichts, Susanne Titz (Direktorin Museum Abteiberg Mönchengladbach), zeigte sich sehr beeindruckt von den Entwürfen der zehn Künstlerinnen und Künstler, die in der f inalen Jurysitzung ihre Arbeiten vorstellen konnten. „Die Entwürfe waren höchst unterschiedlich gestaltet und zeichneten sich alle durch eine große künstlerische Kraft aus“, erläutert die Vorsitzende. „Wir haben jeden Beitrag intensiv diskutiert und sind zur Entscheidung gekommen, dass der Entwurf von Shannon Bool sowohl mit traditionellen Mitteln wie dem Mosaik, als auch durch die Verwendung von digitalen Techniken den Ort der Oper in der Stadt auf besondere Art inszeniert.“ Auch Kulturdezernent Stefan Charles zog ein positives Fazit: „Aus meiner Sicht hat das Opernhaus ein sehr gelungenes zeitgenössisches Gestaltungselement hinzugewonnen, die beiden Patios sind wichtige neue gestalterische Setzungen der Sanierung. Ich bin schon sehr gespannt, den Entwurf umgesetzt im Originalmaßstab zu erleben.“ Nach aktueller Planung wird die Realisierung des Entwurfs von Shannon Bool zum Zeitpunkt Christopher Braun Leitung Kommunikation Bühnen Köln Offenbachplatz 50667 Köln T 0049 – (0)221 – 221 28 366 M 0049 – (0)176 – 820 23 246 E christopher.braun@buehnen.koeln I www.sanierung.buehnen.koeln Köln, den 24.05.2022 der Schlüsselübergabe im 1. Quartal 2024 abgeschlossen sein.

Pressemitteilung Stadt Köln

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Ehrenbürger Norbert Burger

Kranzniederlegung zum zehnten Todestag

Am 16. Mai 2012 verstarb der Ehrenbürger Dr. h.c. Norbert Burger, der 19 Jahre lang Oberbürgermeister der Stadt Köln war. Zu seinem Gedenken legt Oberbürgermeisterin Henriette Reker an seinem zehnten Todestag einen Kranz auf seinem Grab auf Melaten nieder.  

Norbert Burger wurde 1932 in Köln geboren, absolvierte hier sein Jurastudium und trat 1963 in den Dienst der Stadt Köln ein. Als Leiter des Schulverwaltungsamts baute er das differenzierte Sonderschulwesen und die Neuordnung von konfessionellen und Gemeinschaftsgrundschulen auf, was damals bundesweit Beachtung fand.

1970 wurde er zum Dezernenten für Jugend und Soziales gewählt, förderte unter anderem den Ausbau städtischer Kindergärten und strukturierte die städtischen Alten- und Pflegeheime neu.  

Bundeskanzler Willy Brandt berief den Kölner Sozialpolitiker in seinen engeren Führungsstab, wo Burger die stellvertretende Leitung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung übernahm. Unter Kanzler Helmut Schmidt wechselte er in das Entwicklungshilfeministerium, was seine spätere Amtsführung in Köln nachhaltig prägte. Der Blick auf andere Kontinente und Lebensverhältnisse legten den Grundstein seines Engagements für internationale Verständigung.

Auch seiner Initiative ist es zu verdanken, dass Köln heute 22 internationale Städtepartnerschaften pflegt – darunter Bethlehem, deren Partnerschaftsverein er bis zu seinem Tode vorstand. International gab er den Kommunen von 1995 bis 1997 als Präsident der International Union of Local Authorities (IULA) Gewicht und Stimme. Zu seinen großen Anliegen gehörte, den christlich-jüdischen Dialog auch auf kommunaler Ebene zu fördern. Seit 2005 war er Vorstandsmitglied der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.  

1980 wählte ihn der Rat zum Kölner Oberbürgermeister. Bedeutende Entwicklungen in Köln sind mit seiner Amtszeit verbunden:

Das Dom/Rhein-Projekt, der Museumskomplex mit der Philharmonie und die Tieferlegung der Rheinuferstraße. Die bis dahin noch offenkundigen Kriegsschäden verschwanden, die Wiederherstellung aller zwölf romanischen Kirchen in der Innenstadt wurde gefeiert, ebenso die Ansiedlung von RTL, der Bau von Studios, des Mediaparks – der Wandel zur Medienstadt.

Ministerpräsident Johannes Rau würdigte ihn im Oktober 1996 mit der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern. Der Belgische König ehrte ihn ebenfalls 1996 mit dem Kommandeurkreuz im Leopold-Orden. Nicht zuletzt gehörte Burger zu den Vätern der regionalen Kooperation im Verein Regio Köln Bonn und Nachbarn e.V.   

Am 30. September 1999 schied er nach 19 Jahren Amtszeit als Stadtoberhaupt aus dem aktiven Dienst aus, begleitete aber bis zuletzt aktiv die Geschicke seiner Heimatstadt unter anderem als Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem, in seinen zahlreichen Funktionen in Kölner Karnevalsvereinen oder der „Akademie för uns kölsche Sproch“. Noch im Jahr seines Ausscheidens beschloss der Kölner Rat, Burger wegen seiner Verdienste um seine Heimatstadt die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Pressemitteilung Stadt Köln

Auftakt und Informationsprogramm zum Tag der Städtebauförderung

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich auf dem Günter-Wand-Platz an der Gürzenichstraße hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit dem planenden Landschaftsarchitekten Prof. Stephan Lenzen, dem Beigeordneten für Mobilität, Ascan Egerer, der Leiterin des Amtes für Stadtplanung, Eva Herr, und Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, am heutigen Samstag, 14. Mai 2022, den Auftakt für die Aufwertung des Kulturquartiers „Via Culturalis“ gegeben. 

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Unser Kulturquartier gewinnt weiter an Qualität. Während wenige Meter entfernt die Freitreppe zum Kapitolshügel Formen annimmt, starten wir hier mit der Umgestaltung der Gürzenichstraße ein weiteres beispielgebendes Projekt für die Zukunft der Via Culturalis. Ein Bestandteil, den Sie auch heute hier vor Ort erkennen können, ist das Ziel einer einheitlichen Gestaltung der Baustellenzäune im Bereich der Via Culturalis. So soll erreicht werden, dass bereits während der Bauzeit das Stadtbild aufgewertet wird. Im Sinne einer Ausstellung im öffentlichen Raum werden Inhalte zu den Themen ‚Stadt – Kultur – Geschichte‘ aufbereitet. Bereits im letzten Jahr wurde dies im Sinne eines Pilotprojekts an der nördlichen Domtreppe umgesetzt und wird künftig im Bereich Via Culturalis fortgeführt.  

Details zum Bundesförderprojekt

Der Straßenraum zwischen Heumarkt und Hohe Straße, einschließlich der Fläche des Günter-Wand-Platzes, wird umfassend neu geordnet und durch barrierefreie Oberflächen in Naturstein aufgewertet. Dadurch entsteht ein harmonischer Bezug zu den angrenzenden Straßen der Altstadt und zum gesamten Gürzenichquartier. Die Aufenthaltsqualität in diesem kulturbedeutenden öffentlichen Raum wird durch elegantes Stadtmobiliar zusätzlich erhöht. Die gesamte Gestaltung erhält eine zurückhaltende, gleichzeitig hochwertige Anmutung. Dabei bleiben die bestehenden Stadträume in ihren Proportionen wahrnehmbar und die historischen und kulturellen Bauten treten in den Vordergrund.  

Die Kosten belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro. Die Via Culturalis wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit rund 5,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. 

Via Culturalis

Die Via Culturalis ist eine Maßnahme des Städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln. Sie beschreibt das Vorhaben, die Zeitspuren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte im öffentlichen Raum zwischen Kölner Dom und St. Maria im Kapitol sichtbar und erlebbar zu machen. Der Gestaltungsansatz für den Gesamtraum Via Culturalis zielt auf eine Vereinheitlichung der Straßenquerschnitte innerhalb der „Kernzone Kulturpfad“ und eine Einbindung in ein übergeordnetes Gestaltungskonzept ab.  

Mit der Freitreppe an St. Maria im Kapitol, die sich bereits seit November 2021 im Bau befindet, und der Neugestaltung der Gürzenichstraße wird die Aufwertung des südlichen Teils der Via Culturalis nun realisiert.  

Details zur Baumaßnahme

Die Gürzenichstraße bleibt Einbahnstraße parallel zum Gürzenich-Gebäude. Der westliche Teil, zwischen Große und Kleine Sandkaul, wird in eine Fußgängerzone umgewandelt, mit Freigabe für den Radverkehr und Zeitfenstern für die Anlieferung. Die fußgängerfreundliche Verbindung zwischen Heumarkt und Schildergasse wird durch einen Überweg über die Kleine Sandkaul sichergestellt. Die Herstellung aller Oberflächen erfolgt durchgehend barrierefrei in Pflaster aus Grauwacke.  

Der eigentlichen Umbaumaßnahme gehen Kanalbauarbeiten voraus, die derzeit zwischen Heumarkt und Kleine Sandkaul durchgeführt werden. Mit der Umgestaltung der Verkehrsflächen wird voraussichtlich Ende Juni 2022 begonnen. Die gesamte Baumaßnahme dauert etwa zweieinhalb Jahre.  

Rahmen und Ausblick

Im Förderzeitraum bis 2024 soll das Kulturquartier weiter etabliert und erlebbar gemacht werden. So wurden zum Beispiel im Sinne einer Ausstellung im öffentlichen Raum die Bauzäune der Bauprojekte in der Altstadt einheitlich gestaltet. Mit dieser Ausstellung, aber auch über die Via Culturalis-App und -Internetseite (www.viaculturalis.cologne) werden bis 2024 interessante Inhalte aus den Themenfeldern Stadt, Kultur und Geschichte redaktionell miteinander verbunden und für die Stadtöffentlichkeit bereitgestellt.

Mit den gestalteten Baustellenzäunen an St. Maria im Kapitol und zusätzlich jetzt im Bauumfeld der Gürzenichstraße wird die im Frühjahr 2021 auf der Domtreppe initiierte Ausstellung „Via Culturalis“ fortgesetzt. So geben sich die bauliche Aufwertung und inhaltliche Vermittlung des Kulturquartiers ebenbürtig die Hand. Im Rahmen des heutigen Events – Tag der Städtebauförderung – wurden vor diesem Hintergrund der Öffentlichkeit kostenlos verschiedene Stadtführungen entlang des Kulturquartiers angeboten:

Darüber hinaus wurde auf dem Günter-Wand-Platz ein Pop-up-Café mit Info-Point zum Verweilen und Austausch eingerichtetBundesprogramm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“, Projekte des Mantelprojektes „Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung“; hier: Baubeschluss für die Umgestaltung der Gürzenichstraße sowie Freigabe von invest Informationen Beratungen

Pressemitteilung Stadt Köln inkl Bild

Planungen zum neuen Justizzentrum in Köln nehmen Gestalt an

Oberbürgermeisterin Reker und Minister Biesenbach unterzeichnen Eckpunktepapier

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Oberlandesgerichtes Köln, und Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) Nordrhein-Westfalen, haben am heutigen Dienstag, 10. Mai 2022, im Historischen Rathaus ein Eckpunktepapier für das neue Justizzentrum unterzeichnet, das das Land in Köln errichten will.

Es definiert wichtige Planungsinhalte und -schritte wie die Ausschreibung eines zweiphasigen städtebaulichen und hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs, die Einbeziehung des gesamten heutigen Justizareals in das Neubauprojekt und die Anbindung des neuen Justizzentrums an den Inneren Grüngürtel.  

Der neue Gebäudekomplex für das Landgericht, das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Köln soll am bisherigen Standort in Köln-Sülz errichtet werden. Dafür sollen das H-förmige Gebäude der Staatsanwaltschaft, das zugehörige Parkhaus und das 24-geschossige Hochhaus des Landgerichtes und des Amtsgerichtes einschließlich des Saaltraktes abgerissen werden.

Das heute unterzeichnete Eckpunktepapier hält dazu fest:

Als lediglich hilfsweise Option kommt bei im Übrigen identischen Rahmenbedingungen neben dem Abriss und Neubau des Hochhauses auch dessen Erhalt und eine Kernsanierung in Betracht. Diese Option stellt keine Alternative dar. Im für das Projekt beabsichtigten städtebaulichen Wettbewerb wird lediglich das Ziel eines Neubaus vorgesehen.  

Um eine hohe baulich-gestalterische Qualität für den Neubau zu sichern, soll im Sommer 2022 die zweiphasige Wettbewerbsphase beginnen – zunächst mit einem städtebaulichen Wettbewerb, anschließend mit einem Architektur-Wettbewerb, der im Jahr 2023 abgeschlossen sein soll. Danach werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Öffentlichkeit soll bereits nach dem Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs – voraussichtlich im Dezember 2022 – auf Grundlage des prämierten Planungskonzepts erstmals beteiligt werden.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Für die Stadt Köln ist der Neubau des größten Justizzentrums im Land von besonderer Bedeutung – in mehrerlei Hinsicht. Zum einen stärkt das Land NRW mit diesem Entschluss den Justizstandort Köln. Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft Köln zählen schon von ihrer Größe her – aber vor allem auch durch die Qualität ihrer Arbeit – zu den bedeutendsten landes- und sogar bundesweit. Zum anderen ist das Land als Bauherr des neuen Justizzentrums ein wichtiger Impulsgeber für die Stadtentwicklung in Köln. Denn mit dem Neubau des Justizzentrums schaffen wir ein Eingangsportal zum städtebaulichen Großprojekt Parkstadt Süd.

Peter Biesenbach, Minister der Justiz Nordrhein-Westfalen:

Die heutige Unterzeichnung des Eckpunktepapiers ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Justizzentrum in der Stadt Köln. Ich freue mich, dass die Ergebnisse eines jahrelangen Diskussions- und Abstimmungsprozesses nun in dem Papier ihren Niederschlag finden. Es zielt darauf ab, dem Justizzentrum einen Rahmen zu geben, der städtebaulich repräsentativ ist und zugleich im Einklang mit dem zukünftig neu gestalteten Grünflächen-Ring steht. Hierbei hat die Anbindung des neuen Justizzentrums an den Grüngürtel durch Schaffung einer großzügigen attraktiven Platzfläche – sozusagen einem „Platz der Justiz“ – einen hohen Stellenwert. Hiervon sollen nicht nur die Verfahrensbeteiligten und Justizangehörigen profitieren, sondern es soll auch ein Beitrag zur Erhöhung der städtebaulichen Attraktivität der Stadt Köln insgesamt geleistet werden.

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Kölle putzmunter

Alle Kölner*innen können mitmachen

Zum Saisonstart der ganzjährigen Müllsammel-Aktion „Kölle putzmunter“ treffen sich am Donnerstag, 12. Mai 2022, um 18 Uhr, Umweltdezernent William Wolfgramm und weitere Vertreter*innen der Veranstaltungsgemeinschaft von Stadt Köln, AWB Köln, Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln (AVG), Kölner Express, Duales System Deutschland – „Grüner Punkt“ GmbH & Co. KG sowie Vorsitzende und Vertreter*innen der Porzer und Poller Bürgervereine in der Grünanlage beim Spielplatz Kupfergasse in Porz-Urbach. Auch einige Schüler*innen und Lehrer*innen des Stadtgymnasiums Porz beteiligen sich an der Aktion.

Die Schule engagiert sich zudem in Arbeitsgemeinschaften für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit.  

Die vernetzten Bürgervereine der Porzer Ortsteile (Langel, Zündorf, Urbach-Elsdorf, Grengel, Wahn-Wahnheide-Lind, Libur, Ensen-Westhoven, Porz-Mitte) und des Bürgervereins Poll haben sich zusammengeschlossen und das Thema Stadtsauberkeit in den Fokus gestellt. Einmal im Jahr wird gemeinsam eine groß angelegte Aufräumaktion im Rahmen von „Kölle putzmunter“ durchgeführt. Zusätzlich gibt es über das Jahr und den Stadtbezirk verteilt viele weitere „Kölle putzmunter“-Aktionen.

Die stadtweite und mittlerweile ganzjährige Aktion „Kölle putzmunter“ wurde bereits im Jahr 2001 begründet und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker ruft die Veranstaltergemeinschaft von „Kölle putzmunter“ die Kölner*innen, Schulen, Kindertagesstätten, Vereine und Firmen auf, sich an der Aktion „Kölle putzmunter“ zu beteiligen, keine Abfälle im öffentlichen Raum, in Grünanlagen und Parks achtlos wegzuwerfen und Köln sauberer zu machen.  

Ziel ist es, das Thema Stadtsauberkeit ganzjährig im Bewusstsein der Kölnerinnen und Kölner zu verankern und aufzuzeigen, dass alle mitverantwortlich sind, ihr Lebensumfeld sauber zu halten. Die Devise lautet deshalb: Gemeinsam für ein sauberes Köln.  

Im Jahr 2021 beteiligten sich rund 14.200 Ehrenamtliche in 470 Aktionen an Kölns großer Reinigungskampagne. In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben sich bereits mehr als 6.650 Freiwillige angemeldet.

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Okka-Esther Hungerbühler stellt Skulpturen und Gemälde aus – Der Borkenkäfer

Okka-Esther Hungerbühler zeigt in ihrer Ausstellung „Der Borkenkäfer“ von Donnerstag, 12. Mai, bis Samstag, 25. Juni 2022, Skulpturen und Gemälde in einer ortsspezifischen Installation in der artothek – Raum für junge Kunst. In einem Pressegespräch am Mittwoch, 11. Mai 2022, 11 Uhr, erläutert Hungerbühler die Hintergründe ihrer Ausstellung, die am Abend um 20 Uhr eröffnet wird. Am Mittwoch, 8. Juni 2022, 19.15 Uhr, unterhält sich Kunsthistorikerin Greta Kühnast beim Künstleringespräch „Auf einen Tee mit Okka und Greta“ in der Ausstellung mit Okka-Esther Hungerbühler.

Der Borkenkäfer frisst sich, zunächst unbemerkt, durch die Wälder und sorgt auf lange Sicht für Chaos und Untergang der installierten Ordnung im Forst. Für die wirtschaftliche Nutzung optimierte Anpflanzungen wandeln sich durch Klima und Windeinbrüche beschleunigt zu einem desolaten Haufen wirr durcheinander gestürzter Baumstämme. Ähnliche Störungen und sich auflösende Systeme kreiert Okka-Esther Hungerbühler in ihren Arbeiten. Gemälde mit figurativen Alltagsszenarien verlieren ihre räumliche Stabilität durch stürzende Linien und Flächen, die die Künstlerin bewusst als Element der Auflösung einer herkömmlichen Bildordnung einsetzt. Dargestellte Inhalte geraten dabei genauso ins Wanken, driften auseinander und zersetzen die gestaltete Form.

Eine Skulptur mit dem Titel „Beruf und Karriere“ ist Form und Typ zugleich. Gehetzt, wie auf dem Sprung steht sie in der Mitte des Raumes, beobachtet von der Skulpturenreihe „Einer wird’s werden“ aus Pappmaché und Geschenkpapier, die von der Empore herunterschaut. Auch diese Skulpturen sind Typen in reduzierter Form, Stellvertreter*innen einer potenziellen Gesellschaft. Eine animatronische Skulptur – STEFFI – interagiert mit den Besucher*innen: bei Annäherung entwickelt sie ein geräuschvolles Eigenleben.

Okka-Esther Hungerbühler, 1988 geboren in Bonn, studierte von 2010 bis 2016 an der Universität der Künste in Berlin bei Thomas Zipp und ein Semester an der Cooper Union in New York City.

Text Pressemitteilung

Bild Borkenkäfer_artothek“  Quelle „Okka-Esther Hungerbühler“

Kölner*innen touren am Europatag zu europäischen Orten

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Rossitza Bairaktarski, Leiterin der Bulgarischen Schule in „Az Buki Vedi“, Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, Cora Pfafferott, Büro für Europa und Internationales der Stadt Köln, und Dr. Dennis Michels, VHS Köln, (v.l.) im Rathaus

Anlässlich des Europatages lud die Stadt Köln gestern erstmalig zu einem „Europa-Hopping“ ein. Dabei fuhren Bürger*innen mit einem eigens angemieteten Bus zu Orten, an denen europäische Kulturen zu Hause sind. Sie besuchten die bulgarische Schule „Az Buki Vedi“ in Kalk, wo sie Einblick in das kyrillische Alphabet, bulgarischen Volkstanz und Landeskunde erhielten.

Zweiter Stopp war das Institut français in der Kölner Südstadt, wo sie sich mit jungen Französ*innen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Frankreich und Deutschland austauschten. Zum Abschluss empfing Bürgermeister Dr. Ralf Heinen in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Teilnehmenden im Rathaus.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte:

Die Europäische Union ist ein Projekt, das für Frieden steht sowie für Diversität, Solidarität und Integration. Wir sind gut beraten, diesen Werten auch in Köln wie einem inneren Kompass zu folgen. Mit dem Europa-Hopping erleben Kölner*innen im wahrsten Sinne des Wortes die europäische Vielfalt Kölns. Solche Begegnungen vor Ort sind wichtig, um die europäischen Werte im Alltag zu leben.

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© Stadt Köln Teilnehmende des Europa-Hopping auf der Fahrt durch Köln im Bus

In Köln leben 140.000 Bürger*innen mit einem EU-Pass eines anderen europäischen Landes oder haben mindestens ein Elternteil mit Wurzeln in einem anderen Land der EU. Jedes EU-Land ist in Köln vertreten; in der Stadt gibt es eine Vielzahl von Kulturvereinen und -instituten, in denen europäische Sprachen und Kulturen gelebt werden. 

Der Europatag erinnert an die visionäre Rede des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman am 9. Mai 1950. Sie war Anlass zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Vorgängerin der heutigen Europäischen Union.

Pressemitteilung Stadt Köln

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Künstlerin Viola Yeşiltaç lädt zu einem gedanklichen Ortswechsel ein
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© Stadt Köln „Schau’s dir an!

Künstlerin Viola Yeşiltaç lädt zu einem gedanklichen Ortswechsel ein

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„Schau’s dir an! Kendin görmen lazım! See it for yourself!“

Das aktuelle Kunstsäulenmotiv stammt von der Künstlerin Viola Yeşiltaç: „Schau’s dir an! Kendin görmen lazım! See it for yourself!“. Zu sehen ist das Bild einer raumgreifenden Wendeltreppe, die skulptural anmutet und dennoch die praktische Verbindung zweier Etagen bildet. Die schwarz-weiß gehaltene Fotografie wirkt wie ein Trompe-l‘œil, bei dem sich die Säule – unser Auge täuschend – in ein völlig anderes dreidimensionales Objekt „verwandelt“, eine Treppe. Oder aber, so intendiert es die Künstlerin, es wird das Innenleben der Litfaßsäule gezeigt.

Ganz konkret führt Yeşiltaç Betrachter*innen mit der Wendeltreppe nach Istanbul in das Archäologische Museum, in die zweite Etage mit Artefakten aus Zypern, Syrien und Palästina. Die abgebildete Wendeltreppe gilt in kulturellen Kreisen Istanbuls als eine Referenz und Erinnerung an die freischwebende Wendeltreppe im Eingangsbereich des ehemaligen, in Taksim gelegenen Atatürk- Kulturzentrums (AKM).

Das AKM war ein symbolträchtiges Gebäude – benannt nach dem Republikgründer Atatürk. Im Jahr 2018 wurde das Atatürk-Kulturzentrum abgerissen. Ein wichtiger Ort für die Istanbuler und die kulturelle Szene wurde somit Geschichte,

erläutert Viola Yeşiltaç.

Die zugrundeliegende Inspiration für ihr Werk stammt aus der Kindheit der Künstlerin – aus dem Kinderfilm „Moritz in der Litfaßsäule“.

Sie erinnert mich an die Geschichte des kleinen Jungen, der fortläuft und sich in einer Litfaßsäule versteckt, mitten auf dem Marktplatz. Diese Kapsel, der enge, begrenzte Raum, wird ihm zum weiten, grenzenlosen Land der Phantasie.

Yeşiltaç erzählt:

Die Litfaßsäule wurde ein Projektionsraum für mich und jedes Mal, wenn ich eine Litfaßsäule sah, suchte ich nach einer Tür oder klopfte die Säule ab, um zu horchen, ob sie tatsächlich hohl war, ob es eine Möglichkeit gab, in den Raum einzutreten.“ Was damals für die Künstlerin die Litfaßsäule war, eine Tür, die Zugang zu Geschichten und Imaginationen ermöglichte, wurden später die Galerien und Museen der Welt, sie klopfte an und durfte eintreten, neue Geschichten erkunden und andere Welten erleben. Ihr Apell lautet: „Wir brauchen Räume, die uns einen Zugang zu anderen Kulturen ermöglichen!

Über die Künstlerin:

Viola Yeşiltaç war von April bis Juni 2018 Atelier-Galata-Stipendiatin der Stadt Köln und hat in Istanbul gelebt und gearbeitet. Ihr Kunstsäulen-Motiv ist noch bis Mitte Juni 2022 an 25 Orten in der Stadt zu sehen.  Viola Yeşiltaç (geboren 1975 in Hannover) lebt und arbeitet in Köln. Ihre Ausbildung führte sie von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig über die Kunstakademie in Düsseldorf bis zum Royal College of Art in London. Unterschiedliche Stipendien, beispielsweise in China, der Türkei und New York sowie zahlreiche Ausstellungen und Preise zeigen und würdigen das künstlerische Werk von Viola Yeşiltaç.

Kulturausschuss beschließt Umsetzung der Open Air Förderung 2022
Projekte aller Sparten der Freien Szene können Anträge stellen

Der Ausschuss für Kunst und Kultur des Rates der Stadt Köln hat in einer Sondersitzung am 3. Mai 2022 beschlossen, die Verwaltung mit der Umsetzung der Förderung des

Open Air Angebots 2022 zu beauftragen. Die hierfür vorgesehenen Mittel in Höhe von 300.000 Euro wurden bereits mit der Verabschiedung des städtischen Haushalts für 2022 bereitgestellt.

Die Förderung des Open Air Angebots für die Freie Szene teilt sich in zwei Bereiche. Zum einen mit 150.000 Euro an Initiativen und Veranstalter*innen der freien Kulturszene in Köln, die Open Air-Veranstaltungen durchführen wollen, aber nicht zwingend über eine eigene Open Air-Bühne verfügen. Diese Veranstalter*innen können ab sofort Förderanträge an den KLUBKOMM e.V. stellen, der die Kulturverwaltung bei der Abwicklung dieser unterstützt. Anträge können für Formate aller Sparten der freien Szene gestellt werden, es gelten die Förderkriterien des „Förderprogramm Kultur Freie Szene“ des Kulturamts. Anträge können gerichtet werden an den KLUBKOMM e.V., Manfred Post, per E-Mail an openair@klubkomm.de oder telefonisch 0221-2588391.

Der zweite Bereich bietet Veranstalter*innen der freien Szene Kölns an, für die Errichtung und den Betrieb einer temporären Open Air-Spielstätte eine Förderung beim Kulturamt zu beantragen. Das Budget für diese Infrastrukturförderung beträgt ebenfalls 150.000 Euro. Eine mögliche Förderung richtet sich nach den Kriterien der Genehmigungsfähigkeit der Spielstätte, der Bespielung über einen möglichst langen Zeitraum während der Open Air Saison, der Berücksichtigung von Akteur*innen der freien Szene bei der Terminvergabe der jeweiligen Spielstätte, der Gewährung von vergünstigten Mietkonditionen für geförderte Initiativen zur Nutzung und der Bereitstellung einer Grundausstattung für Kulturveranstaltungen seitens der Betreiber*innen. Anträge zur

Infrastrukturförderung können formlos ab sofort an das Kulturamt gestellt werden. Für Anträge, Errichtung und Betrieb temporärer Spielstätten steht das Kulturamt Köln, Till Kniola, per E-Mail an till.kniola@stadt-koeln.de oder telefonisch zur Verfügung unter 0221-22123446.

Weitere Informationen unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/71964/index.html