Top-Tänzer*innen aus allen Teilen der Welt vereinen sich in Köln zu einem neuartigen Ballett, in dem unterschiedliche Kulturen, ästhetische Prägungen und Queerness gefeiert werden.
Wirbelnde Körper, anmutige Posen und große Gefühle
Die Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln versteht sich als freudvoller Ausdruck einer multikulturellen Gegenwart und als zukunftsgewandte Alternative zu den etablierten Institutionen. Das gesamte BoD-Ensemble wurde 2020 für den renommierten Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie »Beste*r Darsteller*in« nominiert. Die Wurzeln von Richard Siegal / Ballet of Difference liegen in der Stadt München, mit der Richard Siegal / Ballet of Difference weiterhin ein enges künstlerisches Verhältnis pflegt. Der US-Choreograf und seine Kompanie haben mittlerweile Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in ihre neue Wahlheimat Köln verlegt, wo sie zur Ballettkompanie der Stadt avanciert sind.
Virtuous und sexy, energetisch und schwerelos
Für die überwältigenden Bildwelten seiner Stücke kollaboriert Richard Siegal mit weltweit renommierten Fashion-Designer*innen, Visual Artists, Lichtkünstler*innen, Musiker*innen und Wissenschaftler*innen. Ausgehend von der klassischen Tradition des Spitzentanzes bewegt sich Richard Siegal / Ballet of Difference quer durch gesellschaftliche Diskurse, ästhetische Disziplinen und künstlerische Ausdrucksformen. Dabei geht die Kompanie über alle Grenzen hinaus: BoD-Performances finden auf Theaterbühnen und in Museen, im analogen und im virtuellen Raum statt.
Die Zukunft des Tanzes ist jetzt!
Artistic director | Künstlerische Leitung Richard Siegal
Choreography | Choreografie Richard Siegal
Company Management Ursula Teich
Ballet Mistress Ana Presta
Production Manager | Produktionsleitung Luzie Barzen
Dramaturgy | Dramaturgie Tobias Staab
Dancers | Tänzer*innen
Martina Chavez
Margarida Isabel De Abreu Neto
Jemima Rose Dean
Livia Gil
Gustavo Gomes
Sean Lammer
Mason Manning
Nicolás Martínez
Allison McQuire
Ian Sanford
Evan Supple
Nena Sorzano (Nenash)
Long Zou
Eine Produktion von Schauspiel Köln und Tanz Köln
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat, durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kunststiftung NRW
Eine Koproduktion mit dem Muffatwerk München
TRIPLE
by Richard Siegal/Ballet of Difference at Schauspiel Köln
Vorstandswahlen bei den Blauen Funken – Präsident und Kommandant und Vizepräsident wiedergewählt, Ralf Schmitz ist neuer Schatzmeister
Am Montag (20. Juni 2022), fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. in den Räumen des Gürzenich statt, zu der Präsident und Kommandant Björn Griesemann über 170 aktive und inaktive Blaue Funken begrüßen konnte.
Rückblickend auf die Session und das Geschäftsjahr konnten Präsident Björn Griesemann, Vizepräsident Dr. Armin Hoffmann und Schatzmeister Heinrich Straetmans in ihren Ansprachen und Berichten trotz aller Pandemie-bedingter Einschränkungen ein sehr gemischtes, aber letztendlich doch sehr gutes Ergebnis präsentieren. Waren einerseits durch den Ausfall vieler Veranstaltungen Einnahmen weggebrochen, so konnte aber andererseits durch eine Vielzahl neu entwickelter interner und externer Formate der Zusammenhalt in der Gesellschaft und die Unterstützung der Gesellschaft durch die Mitglieder aufrechterhalten und sogar noch gestärkt werden.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung war in diesem Jahr die Wahl des Vorstandes, insbesondere der Ämter des Präsidenten und Kommandanten, des Vizepräsidenten und des Schatzmeisters. Die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder, Schatzmeister Heinrich Straetmans und der Kommandant des Korps Thomas Klinnert standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Die anwesenden Mitglieder bedankten sich bei ihnen mit einem langanhaltenden Applaus und mit Standing Ovations für den Schatzmeister.
Mit überwältigender Mehrheit wählten die Blauen Funken ihren Vorstand: Präsident und Kommandant Björn Griesemann sowie Vizepräsident Dr. Armin Hoffmann wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Nachfolger von Heinrich Straetmans, der nicht mehr zur Wahl antrat, wurde der bisherige Stellvertretende Schatzmeister Ralf Schmitz zum neuen Schatzmeister gewählt.
Die Wahlen zu den Leitern der einzelnen Gesellschaftsteile (unter anderem zum neuen Korpskommandanten) finden in den nächsten Tagen statt. Durch sie wird der Gesamtvorstand komplettiert.
V.l.n.r.: Präsident und Kommandant Björn Griesemann, Vizepräsident r. Armin Hoffmann und Schatzmeister Ralf Schmitz
Text und Fotos : Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V./Facebook/Logo Webseite
Nach über 30 Jahren Vorstandstätigkeit für die Aidshilfe Köln hat Elfi Scho-Antwerpes ihr Amt zum 31. Mai 2022 niedergelegt. Sie wechselt in den Stiftungsrat der Deutschen AIDS-Stiftung. Damit geht eine Ära zu Ende.
„Mit dem Einzug in den neuen und barrierefreien Standort der Aidshilfe Köln in die Pipinstraße haben wir die wohl größte logistische und wirtschaftliche Herausforderung der Vereinsgeschichte gemeistert. Für mich ist damit auch nach Jahren der Konzeption und Planung sowie des Einsatzes meines größten, persönlichen Engagements ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich werde dem Verein immer verbunden bleiben, auch wenn ich mich in Zukunft an anderer Stelle für Menschen mit und ohne HIV einsetze“, so Elfi Scho-Antwerpes.
„Elfi hinterlässt große Fußstapfen. Diese Lücke zu schließen, wird sicherlich nicht leicht. Sie hat sich an so vielen unterschiedlichen Stellen für die Aidshilfe eingesetzt. Die Stadtgesellschaft und alle, die sich für Menschen mit HIV/Aids eingesetzt haben und immer noch einsetzen, sind Elfi zu tiefem Dank verpflichtet. Elfi war eine der ersten Menschen in Köln, die sofort verstanden haben, dass HIV und Aids eine schwere Krise für die Schwulen-Szene und intravenös drogengebrauchende Menschen war. Von Anfang begleitete sie Menschen, die schwer krank wurden und auch verstarben. Aber ihr Engagement ging sowohl auf der persönlichen als auch auf der institutionellen Ebene und im politischen Wirken weit darüber hinaus. Wir wünschen ihr für ihre neue Tätigkeit bei der Deutschen AIDS-Stiftung alles Gute und gratulieren den Kolleg:innen zu der tollen Wahl“, so Prof. Dr. Jürgen Rockstroh vom Vorstand der Aidshilfe Köln.
Ihr Anliegen, dass Menschen mit HIV und Aids nicht diskriminiert und ausgegrenzt werden dürfen, machte sie an all ihren Stellen des Wirkens stets deutlich. Wie selbstverständlich trug sie bei ihren Terminen immer die rote Solidaritätsschleife. Ihr persönlicher Einsatz für die Rechte von Menschen mit HIV und Aids, aber auch grundsätzlich für gesellschaftlich Benachteiligte, ist beispielhaft. Für dieses Engagement wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande oder 2018 mit dem Rosa-Courage-Preis.
Die Aidshilfe Köln bedankt sich von ganzem Herzen bei Elfi Scho-Antwerpes für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie hat viel bewirkt und ihr persönliches Engagement für das Wohl der Allgemeinheit ist für uns ein Vorbild. Es sind Menschen wie Elfi, die Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, dass unsere Stadt ein besserer Ort wird. Die heutige Zeit mit ihren großen Herausforderungen zeigt, wie wichtig Menschen wie sie sind. Für ihre neue Tätigkeit wünschen die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen alles erdenklich Gute!
Pressemitteilung inkl Bild Aidshilfe Köln
Die Tour findet in diesem Jahr vom 27. November bis zum 18. Dezember statt, und legt auch in verschiedenen neuen Veranstaltungsstätten einen Stopp ein.
Die Konzerte im Klaus-von-Bismarck Saal Köln (WDR Funkhaus) finden am Freitag, den 02.12.2022, am Samstag, den 03.12.2022 sowie am Sonntag, den 04.12.2022 statt. Der Vorverkauf zu diesen Konzertterminen startet am 11.08.2022 um 10:00 Uhr über KölnTicket!
Alle Konzerte werden unter der zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Coronaschutzverordnung der jeweiligen Bundesländer umgesetzt. Alle weiteren Informationen findet ihr ab sofort unterwww.paveier.de oder auch gerne telefonisch unter 02204 95300.
Biografien einiger Empfänger*innen von Hilfsgeldern des Hilfsnetzwerks
Von 1989 bis 2014 organisierte das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln gemeinsam mit der Projektgruppe „Messelager“ – einem Zusammenschluss unterschiedlicher Akteur*innen der Kölner Zivilgesellschaft – ein regelmäßiges Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Insgesamt nahmen 532 ehemalige Zwangsbeschäftigte daran teil, rund 170 von ihnen kamen aus der Ukraine. Neben einem offiziellen Programm wurden Ortsbesichtigungen an Lagerstandorten und Arbeits- und Haftstätten veranstaltet.
Mit allen Zeitzeug*innen wurden ausführliche Interviews aufgenommen, in denen sie über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen im nationalsozialistischen Köln berichteten. Mitglieder der Projektgruppe sowie Mitarbeiter*innen des NS-DOK blieben noch Jahre später in Kontakt mit den Gästen des Besuchsprogramms. Bereits 2015, nachdem Russland die Krim annektierte und der bewaffnete Konflikt im Osten der Ukraine begann, unterstützten das NS-DOK und die Projektgruppe betroffene Zeitzeug*innen in den Konfliktgebieten. Als Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 begann, war es nur folgerichtig, dass die Projektgruppe und das NS-DOK die vorhandenen Kontakte zu den Zeitzeug*innen nutzten, um die mittlerweile Hochbetagten, die die Schrecken eines Krieges erneut durchleben müssen, zu unterstützen.
Parallel dazu haben sich Anfang März 2022 rund 50 Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Stiftungen und Vereine zusammengeschlossen und ein „Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine“ gegründet. Seitens der teilnehmenden Institutionen besteht ein dichtes Netz an formellen und informellen Kontakten in verschiedene Städte der Ukraine. Die Koordination des Hilfsnetzwerks wird durch eine Förderung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft unterstützt. Das Netzwerk, in dem das NS-DOK unterstützend mitwirkt, akquiriert Spendengelder, die treuhänderisch vom gemeinnützigen Verein „KONTAKTE-KONTAKTЫ“ verwaltet und an die Betroffenen und deren Angehörige ausgezahlt werden.
Das NS-DOK kontaktierte zunächst 20 Zeitzeug*innen. Dabei handelte es sich um die teilweise jüngsten Gäste des Besuchsprogramms, die entweder als Kinder mit ihren Eltern nach Deutschland verschleppt wurden oder in Köln als Kinder von Zwangsarbeiterinnen zur Welt kamen. Rund die Hälfte der E-Mails kam als unzustellbar zurück. E-Mail-Adressen, über die noch kürzlich kommuniziert werden konnte, waren nicht mehr erreichbar. Der Versuch, die Personen telefonisch zu kontaktieren, war erfolgreicher, doch auch hier herrschte ein ähnliches Bild vor: Viele der bislang bekannten Nummern liefen ins Leere, waren stillgelegt, nicht mehr erreichbar oder mittlerweile anderen Menschen in der Ukraine zugeordnet. Hier konnte eine Kollegin aus dem Hilfsnetzwerk helfen, die sich vor Ort in der Ukraine befand und über ihre Kontakte zu Renten- und Sozialämtern die aktuellen Kontaktdaten der ehemaligen Gäste oder deren Angehörigen ermitteln konnte. Die Gespräche waren emotional, geprägt von Dankbarkeit, dass in Köln noch an die Zeitzeug*innen gedacht wird. Zum jetzigen Zeitpunkt haben acht Familien eine finanzielle Unterstützung im Gesamtwert von 1.900 Euro erhalten. Es ist sicher kein großer Beitrag, für die Betroffenen jedoch eine dringend benötigte Hilfe.
Biografien einiger Empfänger*innen von Hilfsgeldern des Hilfsnetzwerks
Grigorij Michajlowitsch Korsatschenko wurde 1943 als Elfjähriger zusammen mit seiner Mutter und vier Brüdern aus seinem Heimatdorf Suvyd in der Oblast Kiew zur Zwangsarbeit nach Köln verschleppt. Die Familie lebte in einem Lager der Deutschen Reichsbahn in Köln-Nippes. Nachdem das Lager durch Fliegerbomben zerstört wurde, hat man die Familie in das Reichsbahnlager in der Köln-Ehrenfelder Hornstraße umquartiert. Nach der Befreiung wurde Grigorij mit seiner Familie in das Heimatdorf repatriiert. 2011 nahm Grigorij Korsatschenko zusammen mit seinem Enkel am Besuchsprogramm der Stadt Köln für ehemalige Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge teil. Er lebt noch heute in seinem Heimatdorf Suvyd. 200 Euro hat Grigorij Korsatschenko im Mai 2022 vom Hilfsnetzwerk erhalten.
Foto: Grigorij Korsatschenko während seines Besuchs in Köln, Juni 2011 (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, N986-148).
Jewdokia Afanasjewna Landar, Mutter von Alla Nikolajewna Demotschko, wurde 1942 als 21-Jährige aus dem Dorf Jarochiwka in der Oblast Poltawa zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. In Köln arbeitete sie zunächst als Küchenhilfe im Kolpinghaus, später als Hilfsarbeiterin in einer Möbelfabrik. Am 3. Juli 1944 kam ihre Tochter Alla in der Kölner Frauenklinik zur Welt. Jewdokia wurde von ihren Kolleginnen bei der Betreuung des Kindes unterstützt. Nach der Befreiung kehrten Mutter und Tochter in die Heimat zurück. Alla erfuhr erst im Erwachsenenalter vom Schicksal ihrer Mutter. 2006 besuchte sie auf Einladung der Stadt Köln ihre Geburtsstadt. Heute lebt sie in Dikanka in der Oblast Poltawa. Im Mai 2022 hat sie 200 Euro vom Hilfsnetzwerk erhalten.
Foto: Alla Demotschkos Mutter, die Zwangsarbeiterin Jewdokia Landar (sitzend) 1943 in Köln (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Bp 20642).
Schüler*innen der LVR-Förderschule Mönchengladbach organisierten Spendenwanderung / Geld geht an Action Medeor
Mönchengladbach, 23. Juni 2022. Schüler*innen der LVR-Förderschule Mönchengladbach des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) haben durch eine Spendenwanderung 5.000 Euro für Menschen in der Ukraine gesammelt. Am Montag, 20. Juni 2022, konnten die stellvertretende Schülersprecherin Mary Brommer und der Schulleiter der LVR-Förderschule, Thomas Herrmann, den Spendenscheck an Norbert Vloet übergeben, der diesen im Namen von Action Medeor entgegennahm.
Die Idee zu einer Spendenwanderung ging von den Schüler*innen der Schülervertretung aus. Tief betroffen von den Kriegsbildern aus der Ukraine wendeten sie sich an ihren Schulleiter und schlugen eine Spendenaktion vor. Bald waren sich alle einig, dass eine Spendenwanderung der richtige Weg der Unterstützung war. Auch der Empfänger für die Spendengelder war schnell gefunden: Action Medeor, „die Notapotheke der Welt“ aus Tönisvorst.
Vloet, Leiter der entwicklungspolitischen Bildung von Action Medeor, kam zuvor eigens in die Schule, um den Schüler*innen von der Arbeit der Organisation in der Ukraine zu berichten. Bewegt von den Bildern und Informationen machten sich die Schüler*innen auf die Suche nach Sponsoren. An zwei Tagen im Mai starteten dann alle Klassen der Schule, um bei strahlendem Sonnenschein Hilfsgelder zu erwandern. Herrmann zeigte sich stolz auf seine Schüler*innen: „Ich hätte niemals erwartet, dass wir es schaffen, einen so großen Geldbetrag zu sammeln. Ich freue mich sehr, dass wir eine so aktive und engagierte Schulgemeinde haben!“
Der Flughafen Köln/Bonn hat das Geschäftsjahr 2021 trotz der Erschwernisse durch die Corona-Pandemie besser als erwartet abgeschlossen und ein deutlich besseres Jahresergebnis erzielt als 2020. Es liegt zwar noch bei minus 14,5 Millionen Euro, der Verlust konnte im Vergleich zum Vorjahr jedoch mehr als halbiert werden (2020: -31,1 Mio. Euro). „Der Flughafen kommt dank der Anstrengungen des gesamten Teams gut aus der Krise. Beide Verkehrssegmente entwickeln sich in diesem Jahr positiv, sodass das Unternehmen bereits 2022 wieder in die Gewinnzone zurückkehren wird“, sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Im Fokus steht für uns in diesem Jahr außerdem die konsequente Verfolgung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten.“
Mit seinem Geschäftsmodell aus Passagierverkehr und Fracht konnte Köln/Bonn im abgelaufenen Geschäftsjahr seine wirtschaftlichen Ergebnisse deutlich steigern. Am Ende steht ein Jahresergebnis, das mehr als 10 Millionen Euro besser ist als geplant (Plan: -24,7 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Geschäftsjahr um mehr als 18 Prozent auf 246,3 Millionen Euro (2020: 208,4 Mio. Euro). „Durch Erlössteigerungen und strikte Kostendisziplin konnten die Verluste im Passagierverkehr in großen Teilen kompensiert werden. Unser Ergebnisverbesserungsprogramm, das wir schon vor der Krise erfolgreich gestartet haben, ist auch weiterhin der Garant für unseren unternehmerischen Erfolg“, sagt Finanzgeschäftsführer Torsten Schrank. Der Airport erwirtschaftete als einer der wenigen deutschen Flughäfen trotz Pandemie durchweg ein positives operatives Ergebnis (EBITDA), im nunmehr zweiten Jahr der Pandemie in Höhe von 32,6 Millionen Euro. 2020 hatte das EBITDA bei 6,1 Millionen Euro gelegen. „Der Flughafen ist wirtschaftlich auf einem sehr guten Weg“, so Schrank.
Das Frachtgeschäft – in der Pandemie ein wichtiger Stabilisator – hat sich 2021 erneut hervorragend entwickelt und mit 986.000 Tonnen (+14%) sogar einen neuen Jahresrekord erzielt. Der Airport zeigte damit erneut, welche herausragende Rolle er in der Pandemie bei der Versorgung der Menschen und Unternehmen im Rheinland spielte. Im Passagierverkehr erfolgte 2021 nach einem schwierigen ersten Halbjahr ab Mitte des Jahres eine sichtliche Erholung. Die Zahlen lagen letztlich aber weit unter den Erwartungen. Insgesamt nutzten 4,3 Millionen Passagiere den Flughafen (+38%) – rund ein Drittel des Vorkrisenniveaus 2019.
Nach einem Dämpfer zum Jahreswechsel durch die Omikron-Welle setzt sich der Erholungstrend im Passagierverkehr in 2022 allerdings spürbar fort. In den anstehenden Sommermonaten wird mit einer weiteren Erholung gerechnet. Der Flughafen geht davon aus, dass sich die Passagierzahl 2022 mehr als verdoppeln und auf rund 9 Millionen Fluggäste steigen wird. Auch in der Fracht gibt es große Ziele: „Wir sind optimistisch, die Eine-Million-Tonnen-Marke durchbrechen zu können“, sagt Thilo Schmid.
In den Ferien erstmals wieder mehr als 1 Mio. Passagiere
Im Sommer finden wieder knapp 1.000 Starts pro Woche statt – fast so viele wie vor der Pandemie. 23 Airlines steuern ab Köln/Bonn 117 Ziele in 34 verschiedenen Ländern an. Im Sommer wird es aller Voraussicht nach wieder Monate mit mehr als 1 Million Passagieren geben – erstmals seit Oktober 2019. In den Ferien rechnet der Flughafen mit 1,75 Millionen Reisenden, was ca. 86 Prozent des Vorkrisenniveaus entspricht. An einzelnen Tagen liegt das Aufkommen sogar über dem Vorkrisenniveau. Die beliebtesten Ziele sind Spanien, die Türkei, Griechenland sowie andere touristische Destinationen.
Zusätzliche Maßnahmen für die Sommersaison
Die größere Reisetätigkeit und das damit verbundene Hochfahren aller Prozesse, an denen zahlreiche Dienstleister und Behörden beteiligt sind, stellt die Luftverkehrsbranche vor große operative Herausforderungen. „Wir haben zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und arbeiten intensiv mit allen Partnern zusammen. Außerdem haben wir zusätzliches Personal für die Abfertigung eingestellt“, sagt Thilo Schmid. So wurde im Vergleich zum Sommer 2021 das Team in der Abfertigung um rund 100 neue Beschäftigte aufgestockt. Darüber hinaus sind rund 80 weitere Mitarbeitende in laufenden Einstellungsverfahren, warten derzeit aber noch auf die im Luftverkehr notwendige Zuverlässigkeitsüberprüfung.
Der Flughafen Köln/Bonn unterstützt alle Prozessbeteiligten bestmöglich. So wird im Terminal im Auftrag des Airports ein zusätzlicher Dienstleister eingesetzt, der Passagiere vor der Bordkartenkontrolle unterstützt, um die Sicherheitskontrollen der zuständigen Bundespolizei zu entlasten. Zudem wurde ein Kommunikationszentrum für Bundespolizei, Abfertigung und Flugbetrieb für eine optimale Steuerung der Prozesse eingerichtet. In Zusammenarbeit mit den Airlines wurden Flugpläne soweit möglich entzerrt, um Verkehrsspitzen abzuschwächen. „Die Lage im Luftverkehr ist für die gesamte Branche und ihre Dienstleister sehr herausfordernd, insbesondere auch wegen der angespannten Arbeitsmarktsituation. Wir tun alles, um sämtliche Abläufe bestmöglich zu organisieren und zu steuern. Dennoch werden sich Wartezeiten vor allem zu besonders verkehrsreichen Zeiten nicht immer vermeiden lassen. Wir bitten unsere Fluggäste, frühzeitig und gut vorbereitet zum Flughafen zu kommen“, sagt Thilo Schmid.
Rege Betriebsamkeit auch im Non-Aviation-Bereich
Die neue Lounge, die im vergangenen September eröffnet worden ist, wird aufgrund großer Beliebtheit bereits jetzt vergrößert. Während bislang das Obergeschoss mit 65 Sitzplätzen genutzt wurde, wird die Lounge nun um das Untergeschoss und weitere 95 Plätze erweitert. Weiterhin wird voraussichtlich im Spätsommer eine Apotheke im Terminal 1 eröffnen. Im Juni erfolgt die Ausschreibung für Duty-Free-Shops am Flughafen.
Ausbau der Nachhaltigkeitsaktivitäten
Auch in diesem Jahr wird der Flughafen weiter in Nachhaltigkeit investieren. Anfang des Jahres hat der Airport seine Klimaziele bereits nachgeschärft. Bis 2035 sollen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge auf den Vorfeldern fahren, 2045 soll der Flughafen klimaneutral sein. Geplant ist am Flughafen zudem der weitere Ausbau der Photovoltaik. Dafür sollen in den kommenden Jahren Anlagen für rund 3 Millionen Euro auf Gebäuden entstehen. Ebenfalls soll auf dem Campus ein Biomasseheizkraftwerk gebaut werden. „Nachhaltigkeit ist eine unserer strategischen Aufgaben, die wir konsequent weiterverfolgen“, so Schmid.
Am gestrigen Dienstag, den 21. Juni, spielte Weltstar Billie Eilish eine ausverkaufte Show im Henkelmännchen. Mit gerade einmal 20 Jahren ist die Sängerin bereits siebenfache Grammy-Gewinnerin und begeistert mit ihrer Musik Millionen von Fans rund um den Globus. Ihr NRW-exklusives Konzert in Köln-Deutz war mit nahezu 16.000 Zuschauern restlos ausverkauft.
Für große Begeisterung und ohrenbetäubenden Jubel sorgte gestern Abend Billie Eilish, die im Rahmen ihrer „Happier Than Ever“-Tour die ausverkaufte Arena mit Hits wie „Bad Guy“, „Everything I Wanted“ und „You Should See Me In A Crown“ zum Kochen brachte. In großer Erwartung stellten sich zahlreiche Fans bereits viele Stunden vor der Show an. Von der LANXESS arena bekamen dafür die ersten Fans in der Schlange stellvertretend für Billie den Sold-Out-Award überreicht.
Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher: „Es hat uns sehr gefreut, einen Weltstar wie Billie Eilish in der LANXESS arena begrüßen zu dürfen. Alle Fans haben die Show sichtlich genossen und die Atmosphäre bei vollem Haus ist, wie immer, einfach unvergleichlich.“
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Am Freitag, 24. Juni 2022, startet die „Veedels-Konferenz“ in der Stadthalle Mülheim mit bis zu 80 Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren sowie Beschäftigten der Stadt Köln, Multiplikator*innen und Politiker*innen aus Mülheim. Die Ergebnisse der „Veedels-Spaziergänge“ werden gemeinsam gesichtet und ausgewertet – nach Möglichkeit werden direkt Lösungsideen entwickelt. Ziel der „Veedels-Konferenz“ ist es, Maßnahmen zu identifizieren, die schnell umsetzbar sind und priorisiert werden.
Bei den „Veedels-Spaziergängen“ vom 28. März bis 8. April 2022, haben Kinder und Jugendliche aus Köln-Mülheim ihr Veedel „gecheckt“ und auf dem Kölner Beteiligungsportal meinungfuer.koeln im Online-Kartendialog markiert, kommentiert und Fotos hochgeladen. Jüngere Kinder konnten sich auch analog mit Postkarten, gebastelten Mappen und gemalten Bildern beteiligen. Auch beim Meinungs-Mobil der Stadt Köln auf dem Wiener Platz konnten Hinweise, Kommentare und Anregungen abgegeben sowie Fragen zur Kinder- und Jugendbeteiligung gestellt werden.
Insgesamt gingen 708 Beiträge, 4.416 Bewertungen und 30 Kommentare auf der Plattform ein, die im Aktionszeitraum von 2.038 Besucher*innen aufgerufen wurde. Die fünf wichtigsten Themenbereiche für Mülheimer Kinder und Jugendliche sind demnach Sauberkeit, Grünflächen, Freizeitangebote, Sicherheit und Mobilität. Die Eingaben werden nun auf der Veedels-Konferenz besprochen, die zudem ein buntes Mitmach-Programm, auch für die jüngeren Kinder, anbietet.
Nach den Beteiligungsformaten mit den jungen Mülheimer*innen werden als erster Schritt hin zur Umsetzung die entwickelten Ideen von der Stadt geprüft. Nach 100 Tagen wird dann im „Re-Check“ nachgesehen: Was bereits umgesetzt werden konnte, was noch aussteht, aber auch erläutert, warum eine Idee vielleicht nicht realisierbar ist. Diese Zwischenergebnisse sind auch auf dem Beteiligungsportal nachzulesen.
Die Stadt Köln erprobt neue Beteiligungsformate, um mit Kindern und Jugendlichen in einen intensiven Austausch zu kommen und so ihre Bedürfnisse zu kennen. Dazu gehört auch der Veedels-Check. Wenn sich dieser bislang einmalige Beteiligungsprozess in Köln bewährt, soll das Format auf seine Übertragbarkeit auf weitere Stadtbezirke ausgewertet und im Idealfall auf alle Stadtbezirke ausgeweitet werden.
Die Veedels-Konferenz sollte ursprünglich am Freitag, 20. Mai 2022, stattfinden, musste aber aufgrund eines Unwetters verschoben werden.
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Montag, 20. Juni 2022, die Änderung der Rechtsverordnung über die Beförderungsentgelte für Taxis beschlossen. Ab 1. September 2022 sollen demnach der Grundpreis von 4,20 Euro auf 4,90 Euro sowie die Kilometerpreise von 2,20 Euro auf 2,60 Euro (bis sieben Kilometer) und von 2,00 Euro auf 2,20 Euro (ab dem siebten Kilometer) angehoben werden.
Unverändert soll die Gebühr für die verkehrs- und kundenbedingte Wartezeit (0,50 Euro je Minute) bleiben. Bei einer durchschnittlichen Fahrstrecke von sieben Kilometern Länge und vier Minuten Wartezeit ändert sich der Preis beispielsweise von 20,70 Euro auf 25,10 Euro.
Der aktuelle Kölner Taxi-Tarif ist seit September 2021 gültig und sah bereits eine moderate Tarifanpassung zum 1. September 2022 vor. Da die Mindestlohnerhöhung durch die Bundesregierung jedoch deutlicher ausfällt als ursprünglich geplant, beantragt eine Interessenvertretung des Kölner Taxigewerbes nun eine deutlichere Erhöhung als vorgesehen. Nach eingehender Prüfung des Antrags schlägt die Verwaltung dem Rat diese erneute Anapassung des Taxitarifs vor.
Dadurch sollen die Taxiunternehmer*innen insbesondere in die Lage versetzt werden, die zwischenzeitlich erheblich gestiegenen Kosten aufzufangen und ihren Fahrer*innen den gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro ab Oktober 2022 zahlen zu können. Generell führen die Personalkostenentwicklung, die Umsatz-Einbrüche wegen der Corona-Pandemie und die aktuell gestiegenen Kraftstoffpreise zu finanziellem Druck auf das Taxigewerbe.