Planungen zum neuen Justizzentrum in Köln nehmen Gestalt an

Oberbürgermeisterin Reker und Minister Biesenbach unterzeichnen Eckpunktepapier

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Oberlandesgerichtes Köln, und Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) Nordrhein-Westfalen, haben am heutigen Dienstag, 10. Mai 2022, im Historischen Rathaus ein Eckpunktepapier für das neue Justizzentrum unterzeichnet, das das Land in Köln errichten will.

Es definiert wichtige Planungsinhalte und -schritte wie die Ausschreibung eines zweiphasigen städtebaulichen und hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs, die Einbeziehung des gesamten heutigen Justizareals in das Neubauprojekt und die Anbindung des neuen Justizzentrums an den Inneren Grüngürtel.  

Der neue Gebäudekomplex für das Landgericht, das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Köln soll am bisherigen Standort in Köln-Sülz errichtet werden. Dafür sollen das H-förmige Gebäude der Staatsanwaltschaft, das zugehörige Parkhaus und das 24-geschossige Hochhaus des Landgerichtes und des Amtsgerichtes einschließlich des Saaltraktes abgerissen werden.

Das heute unterzeichnete Eckpunktepapier hält dazu fest:

Als lediglich hilfsweise Option kommt bei im Übrigen identischen Rahmenbedingungen neben dem Abriss und Neubau des Hochhauses auch dessen Erhalt und eine Kernsanierung in Betracht. Diese Option stellt keine Alternative dar. Im für das Projekt beabsichtigten städtebaulichen Wettbewerb wird lediglich das Ziel eines Neubaus vorgesehen.  

Um eine hohe baulich-gestalterische Qualität für den Neubau zu sichern, soll im Sommer 2022 die zweiphasige Wettbewerbsphase beginnen – zunächst mit einem städtebaulichen Wettbewerb, anschließend mit einem Architektur-Wettbewerb, der im Jahr 2023 abgeschlossen sein soll. Danach werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Öffentlichkeit soll bereits nach dem Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs – voraussichtlich im Dezember 2022 – auf Grundlage des prämierten Planungskonzepts erstmals beteiligt werden.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Für die Stadt Köln ist der Neubau des größten Justizzentrums im Land von besonderer Bedeutung – in mehrerlei Hinsicht. Zum einen stärkt das Land NRW mit diesem Entschluss den Justizstandort Köln. Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft Köln zählen schon von ihrer Größe her – aber vor allem auch durch die Qualität ihrer Arbeit – zu den bedeutendsten landes- und sogar bundesweit. Zum anderen ist das Land als Bauherr des neuen Justizzentrums ein wichtiger Impulsgeber für die Stadtentwicklung in Köln. Denn mit dem Neubau des Justizzentrums schaffen wir ein Eingangsportal zum städtebaulichen Großprojekt Parkstadt Süd.

Peter Biesenbach, Minister der Justiz Nordrhein-Westfalen:

Die heutige Unterzeichnung des Eckpunktepapiers ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Justizzentrum in der Stadt Köln. Ich freue mich, dass die Ergebnisse eines jahrelangen Diskussions- und Abstimmungsprozesses nun in dem Papier ihren Niederschlag finden. Es zielt darauf ab, dem Justizzentrum einen Rahmen zu geben, der städtebaulich repräsentativ ist und zugleich im Einklang mit dem zukünftig neu gestalteten Grünflächen-Ring steht. Hierbei hat die Anbindung des neuen Justizzentrums an den Grüngürtel durch Schaffung einer großzügigen attraktiven Platzfläche – sozusagen einem „Platz der Justiz“ – einen hohen Stellenwert. Hiervon sollen nicht nur die Verfahrensbeteiligten und Justizangehörigen profitieren, sondern es soll auch ein Beitrag zur Erhöhung der städtebaulichen Attraktivität der Stadt Köln insgesamt geleistet werden.

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Kölle putzmunter

Alle Kölner*innen können mitmachen

Zum Saisonstart der ganzjährigen Müllsammel-Aktion „Kölle putzmunter“ treffen sich am Donnerstag, 12. Mai 2022, um 18 Uhr, Umweltdezernent William Wolfgramm und weitere Vertreter*innen der Veranstaltungsgemeinschaft von Stadt Köln, AWB Köln, Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln (AVG), Kölner Express, Duales System Deutschland – „Grüner Punkt“ GmbH & Co. KG sowie Vorsitzende und Vertreter*innen der Porzer und Poller Bürgervereine in der Grünanlage beim Spielplatz Kupfergasse in Porz-Urbach. Auch einige Schüler*innen und Lehrer*innen des Stadtgymnasiums Porz beteiligen sich an der Aktion.

Die Schule engagiert sich zudem in Arbeitsgemeinschaften für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit.  

Die vernetzten Bürgervereine der Porzer Ortsteile (Langel, Zündorf, Urbach-Elsdorf, Grengel, Wahn-Wahnheide-Lind, Libur, Ensen-Westhoven, Porz-Mitte) und des Bürgervereins Poll haben sich zusammengeschlossen und das Thema Stadtsauberkeit in den Fokus gestellt. Einmal im Jahr wird gemeinsam eine groß angelegte Aufräumaktion im Rahmen von „Kölle putzmunter“ durchgeführt. Zusätzlich gibt es über das Jahr und den Stadtbezirk verteilt viele weitere „Kölle putzmunter“-Aktionen.

Die stadtweite und mittlerweile ganzjährige Aktion „Kölle putzmunter“ wurde bereits im Jahr 2001 begründet und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker ruft die Veranstaltergemeinschaft von „Kölle putzmunter“ die Kölner*innen, Schulen, Kindertagesstätten, Vereine und Firmen auf, sich an der Aktion „Kölle putzmunter“ zu beteiligen, keine Abfälle im öffentlichen Raum, in Grünanlagen und Parks achtlos wegzuwerfen und Köln sauberer zu machen.  

Ziel ist es, das Thema Stadtsauberkeit ganzjährig im Bewusstsein der Kölnerinnen und Kölner zu verankern und aufzuzeigen, dass alle mitverantwortlich sind, ihr Lebensumfeld sauber zu halten. Die Devise lautet deshalb: Gemeinsam für ein sauberes Köln.  

Im Jahr 2021 beteiligten sich rund 14.200 Ehrenamtliche in 470 Aktionen an Kölns großer Reinigungskampagne. In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben sich bereits mehr als 6.650 Freiwillige angemeldet.

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Okka-Esther Hungerbühler stellt Skulpturen und Gemälde aus – Der Borkenkäfer

Okka-Esther Hungerbühler zeigt in ihrer Ausstellung „Der Borkenkäfer“ von Donnerstag, 12. Mai, bis Samstag, 25. Juni 2022, Skulpturen und Gemälde in einer ortsspezifischen Installation in der artothek – Raum für junge Kunst. In einem Pressegespräch am Mittwoch, 11. Mai 2022, 11 Uhr, erläutert Hungerbühler die Hintergründe ihrer Ausstellung, die am Abend um 20 Uhr eröffnet wird. Am Mittwoch, 8. Juni 2022, 19.15 Uhr, unterhält sich Kunsthistorikerin Greta Kühnast beim Künstleringespräch „Auf einen Tee mit Okka und Greta“ in der Ausstellung mit Okka-Esther Hungerbühler.

Der Borkenkäfer frisst sich, zunächst unbemerkt, durch die Wälder und sorgt auf lange Sicht für Chaos und Untergang der installierten Ordnung im Forst. Für die wirtschaftliche Nutzung optimierte Anpflanzungen wandeln sich durch Klima und Windeinbrüche beschleunigt zu einem desolaten Haufen wirr durcheinander gestürzter Baumstämme. Ähnliche Störungen und sich auflösende Systeme kreiert Okka-Esther Hungerbühler in ihren Arbeiten. Gemälde mit figurativen Alltagsszenarien verlieren ihre räumliche Stabilität durch stürzende Linien und Flächen, die die Künstlerin bewusst als Element der Auflösung einer herkömmlichen Bildordnung einsetzt. Dargestellte Inhalte geraten dabei genauso ins Wanken, driften auseinander und zersetzen die gestaltete Form.

Eine Skulptur mit dem Titel „Beruf und Karriere“ ist Form und Typ zugleich. Gehetzt, wie auf dem Sprung steht sie in der Mitte des Raumes, beobachtet von der Skulpturenreihe „Einer wird’s werden“ aus Pappmaché und Geschenkpapier, die von der Empore herunterschaut. Auch diese Skulpturen sind Typen in reduzierter Form, Stellvertreter*innen einer potenziellen Gesellschaft. Eine animatronische Skulptur – STEFFI – interagiert mit den Besucher*innen: bei Annäherung entwickelt sie ein geräuschvolles Eigenleben.

Okka-Esther Hungerbühler, 1988 geboren in Bonn, studierte von 2010 bis 2016 an der Universität der Künste in Berlin bei Thomas Zipp und ein Semester an der Cooper Union in New York City.

Text Pressemitteilung

Bild Borkenkäfer_artothek“  Quelle „Okka-Esther Hungerbühler“

Kölner*innen touren am Europatag zu europäischen Orten

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Rossitza Bairaktarski, Leiterin der Bulgarischen Schule in „Az Buki Vedi“, Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, Cora Pfafferott, Büro für Europa und Internationales der Stadt Köln, und Dr. Dennis Michels, VHS Köln, (v.l.) im Rathaus

Anlässlich des Europatages lud die Stadt Köln gestern erstmalig zu einem „Europa-Hopping“ ein. Dabei fuhren Bürger*innen mit einem eigens angemieteten Bus zu Orten, an denen europäische Kulturen zu Hause sind. Sie besuchten die bulgarische Schule „Az Buki Vedi“ in Kalk, wo sie Einblick in das kyrillische Alphabet, bulgarischen Volkstanz und Landeskunde erhielten.

Zweiter Stopp war das Institut français in der Kölner Südstadt, wo sie sich mit jungen Französ*innen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Frankreich und Deutschland austauschten. Zum Abschluss empfing Bürgermeister Dr. Ralf Heinen in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Teilnehmenden im Rathaus.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte:

Die Europäische Union ist ein Projekt, das für Frieden steht sowie für Diversität, Solidarität und Integration. Wir sind gut beraten, diesen Werten auch in Köln wie einem inneren Kompass zu folgen. Mit dem Europa-Hopping erleben Kölner*innen im wahrsten Sinne des Wortes die europäische Vielfalt Kölns. Solche Begegnungen vor Ort sind wichtig, um die europäischen Werte im Alltag zu leben.

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© Stadt Köln Teilnehmende des Europa-Hopping auf der Fahrt durch Köln im Bus

In Köln leben 140.000 Bürger*innen mit einem EU-Pass eines anderen europäischen Landes oder haben mindestens ein Elternteil mit Wurzeln in einem anderen Land der EU. Jedes EU-Land ist in Köln vertreten; in der Stadt gibt es eine Vielzahl von Kulturvereinen und -instituten, in denen europäische Sprachen und Kulturen gelebt werden. 

Der Europatag erinnert an die visionäre Rede des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman am 9. Mai 1950. Sie war Anlass zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Vorgängerin der heutigen Europäischen Union.

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Künstlerin Viola Yeşiltaç lädt zu einem gedanklichen Ortswechsel ein
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© Stadt Köln „Schau’s dir an!

Künstlerin Viola Yeşiltaç lädt zu einem gedanklichen Ortswechsel ein

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„Schau’s dir an! Kendin görmen lazım! See it for yourself!“

Das aktuelle Kunstsäulenmotiv stammt von der Künstlerin Viola Yeşiltaç: „Schau’s dir an! Kendin görmen lazım! See it for yourself!“. Zu sehen ist das Bild einer raumgreifenden Wendeltreppe, die skulptural anmutet und dennoch die praktische Verbindung zweier Etagen bildet. Die schwarz-weiß gehaltene Fotografie wirkt wie ein Trompe-l‘œil, bei dem sich die Säule – unser Auge täuschend – in ein völlig anderes dreidimensionales Objekt „verwandelt“, eine Treppe. Oder aber, so intendiert es die Künstlerin, es wird das Innenleben der Litfaßsäule gezeigt.

Ganz konkret führt Yeşiltaç Betrachter*innen mit der Wendeltreppe nach Istanbul in das Archäologische Museum, in die zweite Etage mit Artefakten aus Zypern, Syrien und Palästina. Die abgebildete Wendeltreppe gilt in kulturellen Kreisen Istanbuls als eine Referenz und Erinnerung an die freischwebende Wendeltreppe im Eingangsbereich des ehemaligen, in Taksim gelegenen Atatürk- Kulturzentrums (AKM).

Das AKM war ein symbolträchtiges Gebäude – benannt nach dem Republikgründer Atatürk. Im Jahr 2018 wurde das Atatürk-Kulturzentrum abgerissen. Ein wichtiger Ort für die Istanbuler und die kulturelle Szene wurde somit Geschichte,

erläutert Viola Yeşiltaç.

Die zugrundeliegende Inspiration für ihr Werk stammt aus der Kindheit der Künstlerin – aus dem Kinderfilm „Moritz in der Litfaßsäule“.

Sie erinnert mich an die Geschichte des kleinen Jungen, der fortläuft und sich in einer Litfaßsäule versteckt, mitten auf dem Marktplatz. Diese Kapsel, der enge, begrenzte Raum, wird ihm zum weiten, grenzenlosen Land der Phantasie.

Yeşiltaç erzählt:

Die Litfaßsäule wurde ein Projektionsraum für mich und jedes Mal, wenn ich eine Litfaßsäule sah, suchte ich nach einer Tür oder klopfte die Säule ab, um zu horchen, ob sie tatsächlich hohl war, ob es eine Möglichkeit gab, in den Raum einzutreten.“ Was damals für die Künstlerin die Litfaßsäule war, eine Tür, die Zugang zu Geschichten und Imaginationen ermöglichte, wurden später die Galerien und Museen der Welt, sie klopfte an und durfte eintreten, neue Geschichten erkunden und andere Welten erleben. Ihr Apell lautet: „Wir brauchen Räume, die uns einen Zugang zu anderen Kulturen ermöglichen!

Über die Künstlerin:

Viola Yeşiltaç war von April bis Juni 2018 Atelier-Galata-Stipendiatin der Stadt Köln und hat in Istanbul gelebt und gearbeitet. Ihr Kunstsäulen-Motiv ist noch bis Mitte Juni 2022 an 25 Orten in der Stadt zu sehen.  Viola Yeşiltaç (geboren 1975 in Hannover) lebt und arbeitet in Köln. Ihre Ausbildung führte sie von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig über die Kunstakademie in Düsseldorf bis zum Royal College of Art in London. Unterschiedliche Stipendien, beispielsweise in China, der Türkei und New York sowie zahlreiche Ausstellungen und Preise zeigen und würdigen das künstlerische Werk von Viola Yeşiltaç.

Kulturausschuss beschließt Umsetzung der Open Air Förderung 2022
Projekte aller Sparten der Freien Szene können Anträge stellen

Der Ausschuss für Kunst und Kultur des Rates der Stadt Köln hat in einer Sondersitzung am 3. Mai 2022 beschlossen, die Verwaltung mit der Umsetzung der Förderung des

Open Air Angebots 2022 zu beauftragen. Die hierfür vorgesehenen Mittel in Höhe von 300.000 Euro wurden bereits mit der Verabschiedung des städtischen Haushalts für 2022 bereitgestellt.

Die Förderung des Open Air Angebots für die Freie Szene teilt sich in zwei Bereiche. Zum einen mit 150.000 Euro an Initiativen und Veranstalter*innen der freien Kulturszene in Köln, die Open Air-Veranstaltungen durchführen wollen, aber nicht zwingend über eine eigene Open Air-Bühne verfügen. Diese Veranstalter*innen können ab sofort Förderanträge an den KLUBKOMM e.V. stellen, der die Kulturverwaltung bei der Abwicklung dieser unterstützt. Anträge können für Formate aller Sparten der freien Szene gestellt werden, es gelten die Förderkriterien des „Förderprogramm Kultur Freie Szene“ des Kulturamts. Anträge können gerichtet werden an den KLUBKOMM e.V., Manfred Post, per E-Mail an openair@klubkomm.de oder telefonisch 0221-2588391.

Der zweite Bereich bietet Veranstalter*innen der freien Szene Kölns an, für die Errichtung und den Betrieb einer temporären Open Air-Spielstätte eine Förderung beim Kulturamt zu beantragen. Das Budget für diese Infrastrukturförderung beträgt ebenfalls 150.000 Euro. Eine mögliche Förderung richtet sich nach den Kriterien der Genehmigungsfähigkeit der Spielstätte, der Bespielung über einen möglichst langen Zeitraum während der Open Air Saison, der Berücksichtigung von Akteur*innen der freien Szene bei der Terminvergabe der jeweiligen Spielstätte, der Gewährung von vergünstigten Mietkonditionen für geförderte Initiativen zur Nutzung und der Bereitstellung einer Grundausstattung für Kulturveranstaltungen seitens der Betreiber*innen. Anträge zur

Infrastrukturförderung können formlos ab sofort an das Kulturamt gestellt werden. Für Anträge, Errichtung und Betrieb temporärer Spielstätten steht das Kulturamt Köln, Till Kniola, per E-Mail an till.kniola@stadt-koeln.de oder telefonisch zur Verfügung unter 0221-22123446.

Weitere Informationen unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/71964/index.html

Beratungsbus durch Brand beschädigt

Am Dienstagmorgen, 19. April 2022, fingen aus bislang unbekannter Ursache die mobilen Toilettenkabinen am städtischen Drogenkonsum-Angebot im Cäcilienhof Feuer. Die Flammen griffen auf den in der Nähe stehenden Beratungsbus über und verursachten einen hohen Sachschaden an dem Fahrzeug, der noch nicht genauer beziffert werden kann. Die Feuerwehr löschte den Brand, die Stadt hat wegen Verdachts der Brandstiftung die Polizei eingeschaltet.

Bereits im Mai 2021 hatte es an einem Beratungsbus des mobilen Drogenkonsum-Angebots einen Totalschaden durch einen Brand gegeben. Das Gesundheitsamt wird schnellstmöglich eine neue Einhausung mit einem Zelt errichten, um das Angebot am Cäcilienhof fortsetzen zu können. Bis dahin können Kund*innen ersatzweise den Drogenkonsumraum am Hauptbahnhof nutzen, der vom Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) betrieben wird.

In Kürze wird im Kölner Gesundheitsamt der neue Drogenkonsumraum eröffnet. Er bietet auf 126 Quadratmetern zwei Drogenkonsumräume mit zwölf Plätzen, einen medizinischen Behandlungsraum, sanitäre Anlagen und einen Aufenthaltsraum.Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Taxi Gebühren steigen

Verwaltung legt dem Rat Änderungsverordnung vor
Die Verwaltung hat dem Rat der Stadt Köln eine Beschlussvorlage zur Änderung der Rechtsverordnung über die Beförderungsentgelte für Taxis vorgelegt. Ab dem 1. September 2022 sollen demnach der Grundpreis von 4,20 Euro auf 4,90 Euro sowie die Kilometerpreise von 2,20 Euro auf 2,60 Euro (bis sieben Kilometer) und von 2,00 Euro auf 2,20 Euro (ab dem siebten Kilometer) angehoben werden. Unverändert soll die Gebühr für die verkehrs- und kundenbedingte Wartezeit (0,50 Euro je Minute) bleiben. Bei einer durchschnittlichen Fahrstrecke von sieben Kilometern Länge und vier Minuten Wartezeit ändert sich der Preis beispielsweise von 20,70 Euro auf 25,10 Euro. Der aktuelle Kölner Taxitarif ist seit September 2021 gültig und sah bereits eine moderate Tarifanpassung zum 1. September 2022 vor. Da die Mindestlohnerhöhung durch die Bundesregierung jedoch deutlicher ausfällt als ursprünglich geplant, beantragt eine Interessenvertretung des Kölner Taxigewerbes nun eine deutlichere Erhöhung als vorgesehen. Nach eingehender Prüfung des Antrags schlägt die Verwaltung dem Rat diese erneute Anapassung des Taxitarifs vor. Dadurch sollen die Taxiunternehmer*innen insbesondere in die Lage versetzt werden, die zwischenzeitlich erheblich gestiegenen Kosten aufzufangen und ihren Fahrer*innen den gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro ab Oktober 2022 zahlen zu können. Generell führen die Personalkostenentwicklung, die Umsatz-Einbrüche wegen der Corona-Pandemie und die aktuell gestiegenen Kraftstoffpreise zu finanziellem Druck auf das Taxigewerbe. Pressemitteilung Stadt Köln Bild Pixabay

Sonderausstellung I MISS YOU

Über das Vermissen, Zurückgeben und Erinnern

I MISS YOU ist eine Ausstellungsreihe über das Vermissen, das Zurückgeben und das Erinnern. Es geht um Objekte, die seit langem im Museum liegen und die wir heute in ein anderes Licht tauchen. Was erzählen sie? Welche Geschichte verbergen sie – von wo, von wann und über wen? Wer hat sie hergestellt? Wer hat sie geliebt und geehrt? Wer hat sie verloren? Wer vermisst sie? Und warum sind sie heute Teil der Debatte rund um Rückgabe und koloniale Aufarbeitung?

Mit über 1228 historischen Hofkunstwerken aus dem Königtum Benin besitzt Deutschland nach Großbritannien die meisten Werke weltweit. Das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) bewahrt mit insgesamt 96 höfischen Kunstwerken die viertgrößte Sammlung in Deutschland. Sie gelangten zwischen 1899 und 1967 als Schenkungen und Ankäufe in die Sammlung. Die Hofkunstwerke des RJM sind Fragmente lokaler und globaler, vergessener, verdrängter und miteinander verflochtener Geschehnisse, über die nur lückenhaftes Wissen vorliegt. Im Kontext der Rückgabe der 1897 von britischen Soldaten aus dem Königreich Benin geraubten Hofkunstwerke an Nigeria beschäftigt sich das RJM intensiv mit dieser Geschichte. I MISS YOU ist ein Projekt, das sich schrittweise durch unterschiedlichste Narrative über das Vermissen und das Erinnern von in der Kolonialzeit geraubten Kulturgütern erweitert, sowohl im analogen als auch im digitalen Raum. Es geht um gebrochene Erinnerungen, um koloniale Phantomschmerzen und Traumata, die durch die kolonialen Hinterlassenschaften von Verwüstung und Enteignung hervorgerufen und über Generationen weitergegeben wurden. Das Trauma betrifft sogar diejenigen, die lange nach 1960, der Unabhängigkeit Nigerias von der Kolonialmacht Großbritannien, geboren wurden, sowohl in Nigeria als auch in der Diaspora in Deutschland und hier in Köln.

I MISS YOU bietet Menschen den Raum, sich zu treffen und sich mit dieser langen und vielschichtigen Geschichte der Benin Hofkunstwerke auseinanderzusetzen, hinter der sich viel mehr verbirgt als die Rückgabe allein. Hier können die verschütteten Erinnerungen an den Verlust reaktiviert werden. I MISS YOU ist der Versuch, Abwesenheit in Anwesenheit zu verwandeln. I MISS YOU ist eine Plattform für Trauerarbeit, für einen fortlaufenden und nie endenden Prozess der Heilung kolonialer Risse in unserer Gesellschaft. Was könnte es für Museen bedeuten, aktive Akteure in der „globalen Reparatur“ von transgenerationell weitergegebenen kolonialen Traumata zu werden?

In I MISS YOU wird nun jedes der 96 Werke, die sich in Köln befinden, in seiner besonderen Individualität gezeigt. Nicht nur ihre Schönheit wird sichtbar, sondern es wird auch an Schmerz, Verlust und Trauer erinnert, die mit ihnen verbunden sind.

Es ist ein umfassendes Begleitprogramm geplant, das in Kürze auf der Website https://rautenstrauch-joest-museum.de/Veranstaltungskalender veröffentlicht wird.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 29. April 2022, um 19 Uhr gibt es Beiträge von Bürgermeister Andreas Wolter, RJM-Direktorin Nanette Snoep, Yusuf Maitama Tugga, nigerianischer Botschafter der Republik Nigeria, Prof. Peju Layiwola, nigerianische Künstlerin und Kunsthistorikern, Samuel Egharevba, Vorsitzender von Edo United Cologne E.V., Eli Abeke, Bündnis14 Afrika, und Dr. Rahab Njeri, Referentin für Gender & Diversity Management an der Uni Köln. Zudem stehen Zeremonien zu Ehren der Benin Hofkunstwerke und ein Essen, ausgerichtet von Edo Angehörigen und anderen nigerianischen Communities in Köln, auf dem Programm. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Pressemitteilung Stadt Köln

Osterferien in Kultureinrichtungen
Aktuelle Ausstellungen und Angebote der Stadt Köln

In den Ferien gibt es in den Museen der Stadt Köln ein vielfältiges Ausstellungsprogramm (Auszug):

bis​ 24. April 2022​ ​ ​ ​ ​ The Circle. The most iconic shape redesigned,
MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln

bis 15. Mai 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ POP-UP! MODEHAUS GOES MUSEUM. Pop-Up-Event am zukünftigen Standort mit Ausstellung und Bar, Kölnisches Stadtmuseum​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​

bis 31. Mai 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Counter Images. Gegenbilder. Prolog,

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

bis 5. Juni 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Abenteuer Appiani. Die Entdeckung eines Zeichners, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

bis 6. Juni 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Shin hanga. Der moderne Farbholzschnitt Japans 1900–1960, Museum für Ostasiatische Kunst Köln

​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​

bis 12. Juni 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner, Museum Schnütgen

bis 31. Juli 2022​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Isamu Noguchi, Museum Ludwig​ ​ ​ ​

Oper Köln

Am Ostermontag ab 18 Uhr zeigt die Oper Köln die Deutschland-Premiere von „Upload“ des niederländischen Komponisten, Librettisten und Regisseurs Michel van der Aa.​ „Upload“ ist ein Kompositionsauftrag der Oper Köln, der mittels Film-, Sound- und Live-Projektionen in zwei Zeitebenen auf die Bühne gebracht wird. In den Gesangsrollen werden die amerikanische Sopranistin Julia Bullock und der englische Bariton Roderick Williams zu erleben sein; der Niederländer Otto Tausk leitet das Kölner Ensemble Musikfabrik. Weitere Termine: 19./20./22. April jeweils um 19.30 Uhr.​

„2 für 1 Oster-Special“ am Schauspiel Köln

Für die Vorstellungen an den Ostertagen – von Gründonnerstag bis Ostermontag – bietet das Schauspiel Köln die Möglichkeit, 2 Tickets zum Preis von einem zu erwerben. An Gründonnerstag und Karsamstag erwartet die Zuschauer*innen Frank Castorfs Inszenierung von „Molière“, „Jugend ohne Gott“ von und mit dem Import Export Kollektiv am Karsamstag, der Bestseller „Früchtes des Zorns“ an Ostersonntag und an Ostermontag das Projekt über den Kölner Dom „Das Himmelreich wollen wir schon selbst finden“.

Tickets gibt es telefonisch mit dem Stichwort OSTERN IM THEATER unter 0221 - 221 28400, per Mail an tickets@buehnen.koeln oder direkt online unter www.schauspiel.koeln, hier ist der Hinweis „2 für 1“ zu beachten.

Gürzenich-Orchester

Das Passionskonzert „Mitleid“ des Gürzenich-Orchesters am Karfreitag, 15. April 2022, 18 Uhr, in der Kölner Philharmonie schlägt einen weiten Bogen von der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts über eine an Bach orientierte Darstellung der Kreuzigung Christi von Felix Mendelssohn Bartholdy bis hin zur Auseinandersetzung Richard Wagners und Gustav Mahlers mit den Themen Erlösung und Jenseitshoffnung. Es singt das SWR Vokalensemble, am Pult steht der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado.

Im alljährlichen Benefizkonzert „Krone“ zugunsten der Aktion „wir helfen“ spielt das Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Michele Mariotti Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit dem Solisten Rudolf Buchbinder sowie Dvořáks 8.Sinfonie. Das Konzert findet am Sonntag, 24. April 2022, 11 Uhr, statt.

Abseits ausgetretener Pfade bewegt sich​ das Gürzenich-Orchester in seiner neuen Reihe „Offbeat“: Musikerinnen und Musiker des Gürzenich-Orchesters treffen für einen gemeinsamen Abend der Improvisationssatire auf die Comedians von DUB-TV. Das Konzert „Offbeat Comedy – GO meets DUB-TV“ findet am Sonntag, 24. April 2022,

20 Uhr im Gloria Köln statt.

Outdoor-Spiele in der Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Köln bietet rund 30 Outdoor-Spiele zur Ausleihe an. Im Rahmen der „Bibliothek der Dinge“ werden neben Büchern und anderen Medien schon lange auch Gegenstände für den praktischen Gebrauch verliehen. Dazu gehören zum Beispiel GPS-Navigationsgeräte, ein Strommessgerät, Regenschirme oder im MINT-Bereich Experimentierkästen und Coding-Spielzeuge. Die Spiele sind allesamt einfach und schnell aufgebaut und leicht zu transportieren, um sie mit nach Hause, in den Park oder sogar mit in den Urlaub zu nehmen. Sie stehen in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken Chorweiler, Kalk, Mülheim, Neubrück, Nippes und Porz zur Ausleihe bereit. Ergänzt wird dieses neue Angebot mit Büchern rund um das Thema „Draußen spielen“.

Weitere Informationen und eine komplette Liste der vorhandenen Outdoorspiele gibt es unter: www.stbib-koeln.de/outdoor

Pressemitteilung Stadt Köln