Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Lieber Herr Lauterbach,

es ist schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen. Der Karneval ist ein Fest im Jahreskreislauf wie Weihnachten oder Ostern. Niemand würde ernsthaft fordern, alle weihnachtlichen Feiern vom Weihnachtsmarkt über die Christmette bis zu den Treffen im Familienkreis auf den Sommer zu verlegen – selbst in Pandemiezeiten nicht.

Als Abgeordneter aus dem Wahlkreis in Köln und Leverkusen sollte man übrigens auch wissen, dass der rheinische Karneval als immaterielles Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland anerkannt ist. Und zwar zurecht, denn unser Brauchtum besteht eben aus viel mehr als wilden Partys und zügellosem Alkoholkonsum. Ja, beides gibt es auch und beides passt nicht zur Pandemiesituation – das ist völlig unstrittig. Aber der Karneval gibt den Menschen auch Hoffnung und Zuversicht. Schauen Sie mal in die Schulen, die Kitas, die Krankenhäuser, die Altenheime! Dort erleben Sie, wie Menschen den Karneval im Herzen tragen – und gleichzeitig überaus verantwortungsvoll mit der pandemischen Lage umgehen.

Im gleichen Statement sprechen Sie in dieser Woche davon, dass der Karneval nicht versuchen solle, sich „durchzulavieren”. Genau das macht der organisierte Karneval nicht. Unzählige ehrenamtlich geführte Vereine übernehmen Verantwortung und sagen freiwillig ihre Karnevalssitzungen ab. Wir versuchen dort Orientierung zu geben, wo die Politik es leider versäumt, klare Regeln zu formulieren.

Wir wollen nämlich gerade nicht um jeden Preis feiern. Der Schutz der Gesundheit geht vor, das haben wir in den vergangenen Monaten etliche Male bewiesen: So haben wir vor über einem Jahr bereits eine Aktion gemeinsam mit der Stadt Köln ins Leben gerufen, um die Jecken aufzufordern, am 11.11. zu Hause zu bleiben – VOR dem letztjährigen Lockdown übrigens. In der Session haben wir als Festkomitee, aber auch unsere über 130 Mitgliedsgesellschaften Corona-konform den Karneval fühlbar gemacht – mit provisorischen Bühnen vor Altenheimen, Video-Grußbotschaften, virtuellen Sitzungen und anderen kreativen Lösungen. Schon im Sommer haben wir erste Impfaktionen gestartet, um möglichst viele Menschen vom Impfen zu überzeugen. Am 11.11. des Jahres 2021 haben die uns angeschlossenen Gesellschaften für Veranstaltungen draußen freiwillig 2G zur Pflicht gemacht – lange BEVOR staatliche Stellen dies vorgeschrieben haben.

All dies ignorieren Sie leider und werfen Bilder von einer Partymeile am 11.11., die mit Karneval nichts zu tun hat, mit hervorragend ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen in der Innenstadt in einen Topf. Zugleich ignorieren Sie das Bemühen vieler ehrenamtlich geführter Vereine, auf eigenes Risiko Veranstaltungen in der kommenden Session abzusagen – als seien alle Kölner Karnevalisten unbelehrbare Corona-Leugner. Nein, Herr Lauterbach, das sind wir nicht. Wir erwarten lediglich einen respektvollen Umgang mit dem immateriellen Kulturerbe rheinischer Karneval. Was wir brauchen, sind keine weiteren moralischen Appelle, sondern eine klare Haltung und Unterstützung für die Vereine, Künstler, Saalbetreiber und andere Dienstleister, denen andernfalls durch freiweilige Absagen die Pleite droht.

Apropos Finanzen – eine Anmerkung noch: Wenn Sie schon so wenig Sinn für den Fortbestand der Vereine haben, die das Kulturgut Karneval ehrenamtlich tragen, dann interessieren Sie vielleicht die wirtschaftlichen Eckdaten. Laut einer Studie der Boston Consulting Group liegt die Wertschöpfung des Karnevals alleine in Köln bei 600 Millionen Euro pro Jahr. Davon erhalten die Karnevalsgesellschaften den kleinsten Anteil, aber ohne die von ihnen veranstalteten Sitzungen, Bälle und Karnevalsumzüge haben auch Hotels und Kneipen, Taxifahrer und Kellner, Friseure und Kostümfachgeschäfte keinen Umsatz im Karneval.

Wie gesagt, es ist schade, wie wenig Sie über den rheinischen Karneval wissen. Daher laden wir Sie ein zum Gespräch ins Kölner Karnevalsmuseum. So schnell wie möglich sollten wir dort über Perspektiven für ehrenamtliche Vereine, Künstler und andere Betroffene sprechen. Denn im zweiten Jahr der Pandemie ist das Thema Karneval für viele Menschen sprichwörtlich zu einer ernsten Sache geworden. Kommen Sie aus dem Talkshow-Modus heraus und agieren Sie wie ein Minister! Der Karneval ist bereit, Verantwortung zu tragen. Helfen Sie uns dabei!

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Kuckelkorn
Präsident des Festkomitees Kölner Karneval

Kölner Karneval:
Proklamation sowie TV- und Hörfunksitzungen müssen völlig neu geplant werden.

  • Geplante Saalveranstaltungen im Gürzenich sind derzeit aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung nicht umsetzbar
  • Festkomitee arbeitet mit Hochdruck an kleinen, Corona-konformen Alternativformaten
  • Rückerstattung der Eintrittskarten wird noch vor Weihnachten kostenlos abgewickelt

Das Festkomitee Kölner Karneval hat heute alle Saalveranstaltungen für die kommende Session, bei denen es selbst als Veranstalter auftritt, abgesagt.

Das betrifft die Proklamation des Kölner Dreigestirns und des Kinderdreigestirns sowie alle Fernseh- und Hörfunk-Sitzungen. Zugleich wird derzeit mit Hochdruck an Alternativformaten gearbeitet, die ein wenig kölsches Fastelovendsjeföhl zu den Menschen nach Hause bringen sollen. „Im vergangenen Jahr gab es trotz Lockdown eine ganze Reihe von karnevalistischen Momenten, die wir als Fernsehfilm, Videobotschaft oder TV-Bühnenformat den Kölnern nahebringen konnten”, erklärt Christoph Kuckelkorn. „Das war natürlich kein Ersatz für das Gemeinschaftsgefühl, dass ein persönliches Treffen im Gürzenich oder in anderen Sälen bietet, hat aber gezeigt, dass der Karneval selbst in schweren Zeiten lebt. Wir werden uns immer wieder an die aktuelle Situation der Pandemie anpassen müssen und neue Formate entwickeln. Daran arbeiten wir jetzt Tag und Nacht. Klar ist aber auch: Es wird in dieser Session keinen Sitzungskarneval wie wir ihn kennen, geben können. Denn auch im zweiten Jahr der Pandemie gilt: Die Kölner feiern nicht um jeden Preis Karneval – Sicherheit und Gesundheitsschutz für alle bleiben die obersten Gebote.”

Konkret heißt das für alle Gäste, die Karten für eine der Festkomitee-Veranstaltungen bestellt haben, dass sie heute offiziell per E-Mail darüber informiert werden, dass die jeweilige Veranstaltung nicht stattfindet. Selbstverständlich erhalten alle Kartenkäufer den vollen Eintrittspreis umgehend automatisch zurückerstattet. Dieser Prozess soll noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Wenn eventuelle Alternativformate feststehen, werden die Kartenkäufer entsprechend informiert. 

Pressemitteilung Festkomitee Kölner Karneval

Kölner Karneval:
Alles hät sing Zick: Karnevalssitzungen in engen Sälen sollen abgesagt werden

Identische Bewertung der Infektionslage beim Gespräch zwischen Vertretern der Landesregierung und Vertretern der Karnevalsverbände aus Nordrhein-Westfalen: Saalveranstaltungen derzeit nicht vertretbar
Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene schaffen den finanziellen Rahmen, um ehrenamtlich agierende Karnevalsvereine und die mit ihnen verbundenen Künstler zu unterstützen
Über Züge und Straßenkarneval Ende Februar soll erst in einigen Wochen entschieden werden.

Ein Großteil der Karnevalsveranstaltungen in den Sälen und Veranstaltungszelten an Rhein und Ruhr wird auch 2022 nicht stattfinden können. Das hat ein Spitzengespräch zwischen Vertretern der nordrhein-westfälischen Landesregierung und den Vertretern der großen Karnevalsverbände aus Nordrhein-Westfalen ergeben. Angesichts der gegenwärtigen Infektionslage erscheinen Karnevalspartys und -bälle, aber auch klassische Karnevalssitzungen in Innenbereichen gegenwärtig nicht vertretbar. Es ist zweifelhaft, ob sich an der derzeitigen Bewertung der Lage bis Weiberfastnacht, dem Beginn der heißen Phase des Karnevals Ende Februar, Grundlegendes ändern wird. Insbesondere die Verbreitung der neuen Omikron-Variante und die Fortschritte der Booster-Impfungen müssen dabei in den Blick genommen werden.

„Sicherheit hat oberste Priorität”, erklärte Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bund Deutscher Karneval im Rahmen der Onlinesitzung am Dienstagmittag. „Daher wird der organisierte Karneval selbstverständlich seiner Verantwortung im Rahmen der gemeinsamen Anstrengungen zur Bewältigung der Pandemie gerecht werden.” Dafür ist schnellstmögliche Planungssicherheit für die ehrenamtlich geführten und in weiten Teilen gemeinnützigen Vereine überaus wichtig. Die Landesregierung hat in Abstimmung mit der Bundesregierung daher sichergestellt, dass Veranstalter einerseits und Künstler, Technik- und Hilfspersonal sowie Saalbetreiber andererseits bei pandemiebedingten Absagen finanziell unterstützt werden. Auf Bundesebene steht den Betroffenen hierfür der „Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen“ offen, für den die Veranstalter sich bis spätestens 23. Dezember 2021 angemeldet haben müssen. Auf Landesebene besteht mit dem Förderprogramm des MHKBG „Neustart miteinander“ die Möglichkeit, eingetragene Vereine zu unterstützen, die ehrenamtlich getragene, öffentliche Veranstaltungen durchführen. Für Bundesfonds und Landesprogramm ist geklärt: Sie springen unter bestimmten Bedingungen mit Ausfallzahlungen auch dann ein, wenn private Veranstalter bzw. Vereine pandemiebedingt freiwillig die Veranstaltung absagen. Die Landesregierung und die Vertreter des organisierten Karnevals werden im andauernden Austausch dafür Sorge tragen, das vielfältige Vereinswesen im Karneval zu erhalten und durch diese herausfordernde Zeit zu bringen.

Einigkeit herrschte zwischen den Vertretern der Landesregierung und den Vertretern der Karnevalsverbände auch über den Umgang mit dem Straßenkarneval und Karnevalsumzügen. Da diese Veranstaltungen erst Ende Februar stattfinden sollen, erscheint der Zeitpunkt für eine Absage derzeit noch zu früh, zumal das Infektionsrisiko außerhalb von geschlossenen Räumen drastisch geringer ist. Daher soll das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen genau beobachtet und bewertet und erst Ende Januar über eine Durchführung der Karnevalszüge beraten werden.

„Zur anstehenden Karnevalssession gibt es noch viele Fragen, von denen nur einige heute beantwortet werden konnten”, erklärt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Wir sind aus den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie viele staatliche Einschränkungen gewöhnt. Erhebliche Rechtseingriffe sind angesichts einer zum Glück immer größer werdenden Anzahl geimpfter Personen aber immer schwieriger. Daher kommt es auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen, aber auch von Vereinen und Veranstaltern an – auch wenn das für viele eine völlig neue Situation ist. Der Karneval nimmt diese Herausforderung an, indem Saalveranstaltungen auf breiter Front von den jeweiligen Veranstaltern abgesagt werden. Entscheidend ist dabei, dass diese freiwilligen Absagen die ehrenamtlichen Karnevalsgesellschaften und die mit ihnen verbundenen Künstler nicht in den finanziellen Ruin treiben dürfen. Nach dem Gespräch heute sind wir sicher, dass die Landesregierung diese Problematik im Blick behalten und entsprechend gegensteuern wird. Unsere Aufgabe als Karnevalisten wird es nun sein, trotz der Absage von Saalveranstaltungen kleine, kreative Formate zu finden, die den Menschen in dieser nach wie vor schwierigen Zeit ein wenig Karnevalsjeföhl bringen. Im vergangenen Jahr ist uns das zum Beispiel mit dem Rosenmontagszoch im Format des Hänneschen-Theaters gut gelungen.”

Text: Pressemitteilung Festkomitee
Bild: Archiv music-colonia.de

Am 23.12.2022 in der LANXESS arena
AnnenMayKantereit – Live in Köln
Allgemeiner VVK-Start: 13.12.2021, 12:00 Uhr

AnnenMayKantereit kündigen für den 23.12.2022 ein Heimspiel in der Kölner LANXESS arena an. Der Vorverkauf startet am Montag, den 13.12.2021. Anbei zitiert die LANXESS arena das Statement der Band:

„Wir wollen am 23.12.2022 in der Kölner LANXESS arena ein Konzert spielen. Wie könnte man ein Jahr besser abschließen, als mit einem Konzert zuhause? Das haben wir uns auch gedacht und freuen uns jetzt schon wieder darauf, mit allen zu feiern, zu tanzen und zu singen. Wir wissen, dass wir gerade nicht in der besten Situation sind ein Konzert anzukündigen, aber worauf soll man sich sonst freuen? Und wie schon oft gesagt Vorfreude, ist die schönste Freude! Bis dahin werden wir fleißig an Musik arbeiten und vielleicht gibt es ja schon das ein oder andere Konzert vorher.“

 

 

Ab dem 13.12.2021 Tickets sichern:

im Internet www.lanxess-arena.de

oder www.facebook.de/lanxessarena

Bereits zum 31. Mal feierten Kölner Karnevalsgesellschaften eine „Kölsch Mess“ zugunsten wohltätiger Zwecke.

Köln, 08.12.2021 • Traditionelle „Kölsch Mess“ fand auch in Coronazeiten statt • Veranstaltung in Kooperation der KKG Blomekörfge, KKG Fidele Zunftbrüder und der KKG Löstige Paulaner • Gemeinsam wurde eine Kollekte i.d.H. von 300,- EUR zugunsten des Kinder- und Jugendzentrums GOT Elsassstraße gesammelt

Von rechts nach links: Dominik Müller (Präsident der KKG Löstige Paulaner von 1949 e.V.) Dietmar Teuber: Organisator der Kölsche Mess und Vorstandsmitglied (1. Vorsitzender) der KKG Blomekörfge 1867 e. V., Hans Kürten, Präsident der KKG Blomekörfge 1867e. V. Markus Stoffel, Ratspräsident der KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V., Pastor J. Qirl, Leiter der Kölsch Mess. Am Samstag den 20.11.2021 fand wieder die Kölsche Mess in Kooperation der Kölner Gesellschaften: KKG Blomekörfge e.V von 1867, KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V. und der KKG Löstige Paulaner von 1949 e.V. in der Pfarrei St. Paul statt. Die Veranstaltung lag in den bewährten Organisationshänden von Dietmar Teuber (1. Vorsitzender KKG Blomekörfge), der schon im Vorfeld viel Arbeit investiert hatte, um die Kölsche Mess unter den aktuellen Corona-Bedingungen zu realisieren. Dafür gebührt ihm der Dank der Veranstalter und aller Teilnehmer. Ca. 100 Besucher wohnten der Messe bei. Durch die Messe führte Pastor Johannes Qirl. Die weitere musikalische Gestaltung erfolgte durch Prof. Wolfgang Haas an der Trompete und Schäng Schuster an der Orgel. Trotz geringerer Beteiligung als in den Vorjahren, erbrachte die Kollekte am Ende 300,- EUR zugunsten des Kinder- und Jugendzentrums GOT Elsassstraße. Nach der Mess traf man sich zu einem kleinen Umtrunk im Gemeindesaal unter 2G-Regelung, wo natürlich (s. Bild) auch die obligatorische Übergabe der Sessionsorden der anwesenden KKGs erfolgte. Die KKG Fidel Zunftbrüder stellte die Getränke zur Verfügung, von der KKG Blomekörfge wurde eine leckere Erbsensuppe gereicht. Die KKG Löstige Paulaner bedankt sich mit ihren befreundeten Gesellschaften bei allen Teilnehmern.

Von rechts nach links: Markus Stoffel ( Ratspräsident der KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V ), Ingrid Rasch (Vorsitzende des Fördervereins GOT), Hans Kürten ( KKG Präsident der KKG Blomekörfge 1867e. V. Blomekörfge 1867 e. V., ), Rüdiger Paulun ( ), Mitarbeiter GOT , Dietmar Teuber ( 1. Vorsitzender der Geschäftsführer der KKG Löstige Paulaner von 1949 e.V. Am 0 ) 8.12.2021 um 18.00 Uhr erfolgte am Stand der GOT Elsasstraße auf dem Weihnachtsmarkt am Chlodwigplatz die Übergabe der Spende in Höhe von 300,EUR an die Vorsitzende des Fördervereins sowie einen Mitarbeiter der GOT Elsassstraße. Besonders hervorgehoben wurde seitens der GOT die große Dankbarkeit darüber, dass viele Jahre regelmäßig die Kollekte aus der Kölschen Mess der Einrichtung zufließt. Da sich die bereits GOT gerade in einer Umbauphase befindet, ist jeder Euro wichtig und willkommen. Bemerk über enswert ist auch, dass sich die drei Karnevalsgesellschaften seit Jahren immer wieder zu diesem gemeinsamen Projekt zusammenfinden. Bei einem leckeren Glühwein schwenkte man dann zum gemütlichen Teil des Abends über. Die KKG Löstige Paulaner von 1949 e.V. ist eine Familiengesellschaft und Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval . Die Gründung 1949 ist zurückzuführen auf engagierte Kölner und Mitglieder der Kirchengemeinde der Pfarrkirche St. Paul. Der Foku s lag und liegt stets in der Brauchtumspflege in fröhlicher Heimatverbundenheit. Nach wie vor sind „Hänneschen“ und „Bärbelchen“ die Visitenkarte 2 der Gesellschaft im Kölner Rosenmontagszug für ungetrübte Lebensfreude.

Festkomitee Kölner Karneval: Keine Verschiebung der Session aus kommerziellen Gründen

Das Festkomitee äußert sich zu der vom Comitee Düsseldorfer Karneval initiierten Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagszugs und weiterer karnevalistischer Veranstaltungen auf Mai 2022.

  • Köln, Bonn und Aachen lehnen willkürliche Verschiebung der Session strikt ab
  • Die Städte planen die Session nach aktueller Corona-Schutzverordnung
  • Alle Veranstaltungen werden kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst


Vertreter der Rheinischen Karnevalshochburgen Köln, Aachen und Bonn haben sich heute Vormittag mit Vertretern der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur möglichen weiteren Planung rund um die Session 2022 besprochen. Das Treffen war regulär terminiert, seit Beginn der Pandemie befinden sich Vertreter des Karnevals und der Landesregierung im engen Austausch. Besprochen wurde allerdings auch die aktuelle Entscheidung des Comitees Düsseldorfer Karneval, den Rosenmontagszug auf Mai zu verschieben.
 
Die Vertreter der drei anderen rheinischen Karnevalsstädte zeigten sich überrascht und irritiert über diese Entscheidung und lehnen eine solche Verschiebung klar ab. Der Karneval ist kein reines Partyevent, das man beliebig planen und verschieben kann. Er ist ein jahrhundertealtes Brauchtum und bewegt sich als solches in einem festen zeitlichen Rahmen. Entsprechend dem Kirchenkalender endet das Fest zwangsläufig an Aschermittwoch mit Beginn der Fastenzeit. Als Träger des Immateriellen Kulturerbes der Bundesrepublik Deutschland sieht sich das Festkomitee Kölner Karneval zur Einhaltung der zeitlichen Abläufe verpflichtet und stellt damit den kulturellen Aspekt des Festes klar über wirtschaftliche Interessen.
 
Zudem wäre der organisatorische Aufwand in Köln in einer ganz anderen Dimension spürbar. In einer normalen Session finden über 1000 Veranstaltungen statt, die Verträge und Planungen dafür haben zwei Jahre Vorlaufzeit. Während des Straßenkarnevals und besonders an Rosenmontag feiern Hunderttausende in der ganzen Stadt. So eine Verschiebung ist bei Karnevalssessionen im kleineren Rahmen sicherlich leichter umsetzbar. Beim organisatorischen und logistischen Umfang des Kölner Karnevals wäre die Stadt außerhalb der Session aber sicherlich schnell an Ihre Belastungsgrenze.
 
„Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Regeln des Brauchtums über Bord geworfen werden. Wir haben in Köln im vergangenen Jahr zeigen können, dass Karneval mehr sein kann als bunte Partys und kommerzielle Events. Wenn die Pandemie es nicht anders zulässt, werden wir auch in diesem Jahr notfalls wieder kleine kreative Lösungen finden müssen. Das entspricht aber viel mehr der Seele des Karnevals, als einfach alle Sitzungen und Züge ins Frühjahr zu verlegen. Wir wollen nicht um jeden Preis feiern!”, betont Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Gemeinsam mit Aachen, Bonn und Düsseldorf sind wir eigentlich gerade dabei, die nächsten Schritte in Richtung immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO zu gehen. Schade, dass sich Düsseldorf aus diesem Kreis nun selbst verabschiedet, denn die Verschiebung von Karnevalsaktivitäten gefährdet unsere Bewerbung, da das zu schützende Brauchtum inhaltlich und zeitlich exakt definiert ist.”
 
Aus Sicht des Festkomitees Kölner Karneval ist es noch zu früh, um finale Aussagen über die Durchführung des Zuges in drei Monaten zu treffen. Köln, Bonn und Aachen planen ihre Züge nach wie vor unter den geltenden Corona-Schutzbedingungen. Köln hat schon vor geraumer Zeit den 2G-Nachweis für Zugteilnehmer festgelegt. Dieser gilt auch für die Zuschauer. Die Planungen werden, wie in der vergangenen Session auch, immer wieder an die aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Selbstverständlich gilt auch weiterhin, dass die Gesundheitsprävention oberste Priorität hat und die Karnevalisten die Corona-Lage intensiv im Auge behalten.

Pressemitteilung

Markt der Engel Köln Neumarkt – Start für Kölns schönsten Weihnachtsmarkt

Vorsichtig wagten sich die Besucher Richtung Bühne am Neumarkt Köln. Für viele Kölner ist es der schönste Weihnachtsmarkt – weitläufig mit viel Platz zwischen den Gängen. In diesem Jahr findet er unter 2G statt, heisst für Besucher stets immer Nachweis samt Personalausweis mitzuführen.

Es roch nach Reibekuchen, Waffeln mit Sahne – es steht wieder Weihnachten vor der Tür.

Mit grossen Augen standen viele kleine Besucher nahe der Bühne, der Nikolaus hatte hier kurz Halt gemacht. Das nutzten die Kleinsten um den ein oder anderen kleinen Wunsch für den 24.Dezember zu äußern. Für ein paar kurze Augenblicke das Corona Thema vergessen – bei Jagertee und Glühwein – Balsam für die Seele.

Britta und Herbert Putzmann hatten 2020 die Leitung des Weihnachtsmarkts übernommen. Hans Flock war nach vielen Jahren in den Ruhestand getreten.

Durch die Reihen schwebten “ lebende “ Engel und Grossfiguren mit LED.

Jedem war eine gewisse Erleichterung anzusehen das es wenn auch unter Einschränkungen wieder möglich ist ein bisschen Normalität zurück zu bekommen.

Natürlich gab es auch ein Bühnenprogramm. Moderator war am Eröffnungstag Lukas Wachten.

Mit dem Trio Cocajine und dem Troisdorfer LivinGospel Chor ging es weiter im Programm.

Um 18 Uhr eröffnete Andreas Wolter, erster Bürgermeister von Köln dann ganz offiziell den Markt.

Die ersten Spendenschecks wurden dann überreicht.

Wir helfen – Unterstützungsverein des M. DuMont Schauberg Verlags (Den Scheck über 5.000,00 € nahmen Frau Hedwig Neven DuMont und Herr Karl-Heinz Goßmann, Geschäftsführer, entgegen) Rundschau Altenhilfe – Die GUTE TAT e.V.

Den Scheck über 5.000,00 € nahm der Herausgeber der Kölnischen Rundschau und Vorsitzender der Rundschau-Altenhilfe, Herr Helmut Heinen, entgegen.

Flutopfer im Ahrtal – Gemeinde Schuld (Den Scheck über 5.000,00 € nahm der Bürgermeister, Herr Helmut Lussi, entgegen)

Arbeitsgruppe von Dr. Dr. Aram Prokop (Den Scheck über 5.000,00 € nahm Frau Brigitte Christoph, Veranstalterin von KölnBall, entgegen.

Daneben wird jedes Jahr eine komplette Kindervorstellung im Hänneschen-Theater im Wert von ca. 3.000,00 € an bedürftige Kinder und Familien.gespendet. Bei der Verteilung der Karten half die Theater-Intendantin, Frau Frauke Kemmerling persönlich.

Den ersten Tag rundet dann Björn Heuser ab mit dem Fassanstrich der GAFFEL-Brauerei.

Der Markt umfasst 80 Stände, viele Krippen, Installationen aus Licht und ein breit gefächertes Angebot an Gastronomie von Bratwurst bis Crepes für Jung und Alt:

Gastronomiestände: Glühweinstände, herzhafte Speisen (u.a. herzhafter Raclette-Käse vom Rad auf frischem Handbrot und frisch gebackener Camembert, Garnelen, Burgunderschinken, Finnischer Flammlachs, aber auch Reibekuchen und eine Original Thüringer Bratwurst, u.v.m.), süße Speisen (z.B. vor Ort frisch gebackener Baumkuchen, Zimtsterne, Brüsseler Waffeln, Crepes, Mandeln, u.v.m.)

Seit einigen Jahren wird hier das Angebot von BIO-Produkten stetig erweitert. Bargeldloses Zahlen Die Besucher können an allen Ständen des Marktes bargeldlos bezahlen. Sie haben hier die Möglichkeit mit Smartphone, EC-Karte oder Kreditkarte ihre Rechnung zu begleichen.

Bei diesem Kundenservice werden wir von unserem Partner, der Sparkasse KoelnBonn, unterstützt.

Marktbeleuchtung und Ökostrom In diesem Jahr haben wir die Beleuchtung des Weihnachtsmarktes auf LED umgestellt. Ein wunderschöner Mix aus Lichterketten-Trauben und Leuchtsternen wird den Markt im neuen Glanz erscheinen lassen. Der Weihnachtsmarkt bezieht seinen Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien. Ein entsprechendes Zertifikat nach EECS-Standard liegt vor. Tannenbäume Alle Tannenbäume wurden in einer Weihnachtsbaum zertifizierten Kultuproduziert (PEFC-Standards).

Text: Elisabeth Martini / Pressemitteilung

Fotos: Anja Bögge

Veranstaltungshinweis | „Noch`n Gedicht“ – der große Heinz Erhardt-Abend mit Hans-Joachim Heist am 1.12.2021 im Urania Theater

Der 1979 verstorbene Komiker, Musiker, Dichter und Schauspieler Heinz Erhardt hat mit seinem Humor, seinen Wortspielereien, Pointen und Reimen sowie seinen Filmen über drei Jahrzehnte ein Millionenpublikum begeistert. Der Schauspieler und Komiker Hans-Joachim Heist, vielen bekannt als Gernot Hassknecht in der ZDF „heute-show“, lässt den legendären Unterhaltungskünstler mit dem Soloprogramm „Noch’n Gedicht“ lebendig werden. Mit der dicken Brille und der Haltung Erhardts sowie dessen unverwechselbarer Art zu sprechen trägt er die besten Gedichte, Conférencen und Lieder vor – und man meint: Da steht er, der Heinz Erhardt …

Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein:
Mittwoch,1. Dezember 2021 um 20 Uhr
Urania Theater
Platenstr. 32
50825 Köln-Ehrenfeld

Karten zu 22,50 Euro über www.koelnticket.de oder https://uraniatheater.de.

„Drei Krune för et Chressfess“ – Hänneschen-Theater Weihnachtsstück 2016 der Filmischen Dokumentation

Weihnachtsstimmung in Knollendorf? Nicht überall!!!

in der „Kölschen Filmmatinée“ im Odeon-Kino, Severinstrasse 81, 50678 Köln,am 12.Dezember 2021 um 11:30 Uhr.

Karten gibt’s täglich ab 16 Uhr an der Kasse des Odeon oder telefonisch unter 0221/313110

Es gilt (aktuelle) 3 G

Lichterglanz, Adventslieder, festliche Stimmung auf den Straßen und Plätzen. Ruhe und Besinnlichkeit zieht in die Häuser ein. In alle Häuser?

Nein, das Weihnachtsfest steht vor der Tür, aber einer in Knollendorf lässt es nicht herein.

Der Laden von Schäl​ ist “weihnachtsfreie Zone”. Alles, was auch nur im Entferntesten mit Feiern, Festschmuck und Fröhlichkeit zu tun hat, ist dem Griesgram Schäl zuwider.

Schäl betreibt in Knollendorf einen Trödelladen. Seine Mitarbeiter Tünnes und Speimanes bezahlt und behandelt er schlecht. Auch Besteva, der ihm die Buchhaltung erledigt, ergeht es nicht besser. Lieber heute als morgen würde Besteva gern die Brocken hinschmeißen. Aber er hat Schäls Mutter auf ihrem Sterbebett versprochen, sich um den Sohn zu kümmern. Keine leichte Aufgabe. Besonders schlimm ist es in der Adventszeit und an Weihnachten. Dann ist Schäl noch fieser als sonst und überhaupt nicht zu ertragen.

Seltsame Dinge gehen vor….

Doch plötzlich geschehen ungewöhnliche Dinge in dem Trödelladen, und Schäl begegnen noch ungewöhnlichere Menschen. In kurzen Abständen voneinander koimmen drei Stadtstreicher vorbei und wollen mit Schäl ins Geschäft kommen. Den Anfang macht Jupp. Er bietet einen Goldtaler an. Ein besonderes Stück mit einem Christoph-Winters-Prägung aus dem Jahr 1802, also aus dem Gründungsjahr des Hänneschen Theaters. Dann betritt Neres die Szene und bietet ein Gefäß mit Weihrauch an. Schließlich trifft Schäl auf Hein und dessen Topf mit Myrrhe.

Pressemitteilung

Nippeser Bürgerwehr – zusammen in Freud und Leid

„Mer stonn zesamme – in Freud un Leid“

Überraschungsbesuch der Patienten des St. Vinzenz Hospital Köln und der Gemeinde Blankenheim (Euskirchen)

„Mer stonn zesamme – in Freud und Leid“ – unter diesem Sinnspruch war die Nippeser Bürgerwehr – Traditionscorps Kölner Karneval am vergangenen Wochenende unterwegs.

Am Freitagabend, 12. November 2021 besuchte, auf Einladung des kaufmännischen Direktors, Pit Zimmermann, das Corps der Bürgerwehr das St. Vinzenz Hospital in Köln Nippes. Hier und im benachbarten St. Marien Hospiz wurden den Patientinnen und Patienten aus den Innenhöfen heraus, mit Musik und kölsche Tön, die Abendstunden etwas angenehmer bereitet. Die Bürgerwehr und das Hospiz, unter der Leitung von Valeska Weber, kooperieren auch in der Gestaltung einer zu den Zimmerfenstern gelegenen Außenmauer, die den Sterbenden den Blick aus dem Fenster verbessern soll.

Am Samstagabend, 13. November 2021 fuhren, auf Einladung des Ordnungsamtes und der Bürgermeisterin von Bad Münstereifel, Sabine Preiset-Marian, eine große Abordnung des Corps in die im Sommer vom Hochwasser schwer getroffene Stadt. Hier führte die, mit 2G+ gesicherte, Gesellschaft einen Fackelzug zur St. Donatus Kirche durch, vor der die IG Karneval Bad Münstereifel ihre Sessionseröffnung durchführte, die mit Musik und Tanz bereichert wurde. Ebenfalls besucht wurde das Seniorenhaus Marienheim, wo das Corps die sichtlich gerührten Bewohner mit mehreren Ständchen überraschte. Dies wurde durch die Hausseelsorgerin Frau Maria Adams organisiert. Die Nippeser Bürgerwehr ist der Stadt seit einigen Hilfsaktionen im Sommer verbunden und wird diese Partnerschaft auch in Zukunft weiter pflegen.

Quelle und Foto/s:Kölner Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V./ Joachim Rieger