Stadt Köln Presse-Information: Stadt veröffentlicht Förderkonzept „Kulturelle Teilhabe“

Stadt veröffentlicht Förderkonzept „Kulturelle Teilhabe“
Barrieren senken: Mehrere Informationsveranstaltungen geplant

Im Jahr 2019 hat das Kulturamt im Zuge der Einrichtung seines neuen Referats „Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft – Kulturelle Teilhabe“mit der Erarbeitung eines neuen Förderkonzepts für den Schwerpunkt „Kulturelle Teilhabe“ begonnen. Der Prozess wurde zum Pilotprojekt im Rahmen der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung. Mit Begleitung des städtischen Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung im Dezernat der Oberbürgermeisterin und des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung der Kölner Freiwilligenagentur wurde das Förderkonzept unter Einbeziehung der Öffentlichkeit erarbeitet.

So hatten die Bürger*innen der Stadt Köln über drei Jahre hinweg mittels verschiedener Formate wie Workshops und eines Online-Dialogs die Möglichkeit, an der Erarbeitung des Förderkonzepts aktiv mitzuwirken. Ziel des neuen Förderkonzepts ist es, allen Bürger*innen der Stadt Köln – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität, Bildungsstand, Alter oder Behinderung und Einkommen – die Teilhabe, sowohl am kulturellen Angebot der Stadt als auch an der Kulturproduktion Kölns, zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen auch ein allgemeiner Diskurs über die gesamtstädtische Rezeption von Kunst und Kultur sowie das Verhältnis zwischen Kulturschaffenden und Kulturrezipient*innen stimuliert werden.

Das Konzept wurde am 15. Juni 2021 vom Ausschuss „Kunst und Kultur“ beschlossen und im Anschluss dessen Änderungswünsche eingearbeitet, so dass nun das finale Förderkonzept „Kulturelle Teilhabe“ publiziert wird. Das Manuskript liegt in Alltagssprache sowie in leichter Sprache vor. Die Verwaltung plant für den Spätsommer eine Veranstaltung, bei der das neue Förderkonzept detailliert vorgestellt wird. Weitere Informationen zum Förderkonzept erhalten interessierte Bürger*innen im Kulturamt im Referat „Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft“.

Das neue Förderkonzept wird in der Verwaltung bereits umgesetzt: Anfang des Jahres 2022 konnten der Freien Kulturszene, mit Unterstützung des Kulturamtes, bereits spartenübergreifende Beratungstermine zum Thema „Barrieren senken“ durch den Verein „mittendrin e.V.“ angeboten werden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurde Kulturschaffenden ein erster Überblick über mögliche Maßnahmen zum Senken von Barrieren gegeben.

Eine weitere Informationsveranstaltung folgt im Juni. Hier soll ein Dialog begonnen werden, wie Institutionen und Akteure der Freien Kulturszene unterstützt und motiviert werden können, ihr Kulturangebot an Bürger*innen noch barrierefreier zu gestalten.

Mitte Mai hat zudem der Prozess zur Wahl des neuen Fachbeirates „Kulturelle Teilhabe“ begonnen. Überdies schreibt das Kulturamt im Juni dieses Jahres die mehrjährige Förderung sowie die Konzeptionsförderung im Bereich „Kulturelle Teilhabe“ aus. Parallel zum oben beschriebenen, umfangreichen Beratungsangebot plant das Kulturamt zudem im Rahmen der digitalen Antragsstellung für das Förderprogramm Kultur zur nächsten Antragsfrist im Herbst eine Abfrage unter den Antragsteller*innen zum Status Quo ihrer Maßnahmen zur Erreichung von mehr kultureller Teilhabe.

Das Förderkonzept ist in Alltagssprache und auch in Leichter Sprache abrufbar unter:

https://www.stadt-koeln.de/artikel/04444/index.html

Oberbürgermeisterin Reker Ehrengast bei Premiere
Uraufführung von Dark Waters in Istanbul

Auf dem Foto im Anhang sind zu sehen (von links nach rechts): Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem​ İmamoğlu, Komponist Fuat Saka und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach der Uraufführung in Istanbul. Foto: Stadt Köln

Oberbürgermeisterin Reker nahm auf Einladung ihres Istanbuler Amtskollegen Ekrem​ İmamoğlu an der Uraufführung von Dark Waters Symphonie der Migration in Istanbul teil.​

Das vom Künstler Fuat Saka komponierte und vom Musiker Vangelis Zografos arrangierte Werk „Migration Symphony – Dark Waters“ hatte seine Weltpremiere in Istanbul. Vor der Premiere sprach Ekrem İmamoğlu: „Die Welt ist groß genug für uns alle. Solange wir Frieden, Brüderlichkeit und Gleichheit verteidigen. Lasst uns gemeinsam Lieder des Friedens und der Brüderlichkeit singen, so wie es heute hier sein wird. Lassen Sie unsere Stimmen die Stimmen derer übertönen, die Krieg wollen“, sagte er.

Die Aufführung des Werkes, das die Migration und ihre Auswirkungen widerspiegelt, eines der wichtigsten Themen der Menschheits-geschichte, fand im Harbiye Cemil Topuzlu Open Air Theatre statt. Unter den Gästen waren auch die CHP-Provinzpräsidentin Canan Kaftancıoğlu und Vertreter*innen des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Istanbul, die zeitgleich im Rahmen ihrer Vorstandsreise vor Ort waren.

Eines der wichtigsten Lieder des Konzerts, ‚Nereye‘ (Where), ist dem Bruder des Künstlers,​ Sürap​ Saka, gewidmet. Es ist ein Klagelied für ihn, der in den frühen 1960er Jahren nach Deutschland emigrierte und dort in jungen Jahren ums Leben kam.​

Oberbürgermeisterin Reker und Oberbürgermeister Imamoglu haben verabredet, dass das Werk in diesem oder im kommenden Jahr auch in Köln aufgeführt werde.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Diese beeindruckende Symphonie über Migration gehört nach Köln. Unsere Stadt steht wie nur wenige Metropolen in Europa für Zuwanderung und friedliches Miteinander. Ich bin meinem Amtskollegen sehr dankbar für die Einladung und freue mich, wenn auch in Köln bald die Klänge dieses wunderbaren Werkes zu hören sind.“

Bild und Text Stadt Köln

Parkcafe im Rheinpark wiedereröffnet

65 Jahre nach seiner Eröffnung, nach jahrelanger Schließung und nach fünfjähriger Bauzeit öffnet in diesem Sommer das Parkcafé im Rheinpark wieder seine Türen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am heutigen Donnerstag, 2. Juni 2022, dem künftigen Pächter Roberto Campione symbolisch den Schlüssel übergeben. Zunächst öffnet im Rahmen einer vorzeitigen Inbetriebnahme das Bistro, Ende Juli dann das ganze Café. Das Gebäude und auch die Farbgestaltung entsprechen nach der Sanierung nahezu vollständig dem Erscheinungsbild von vor 65 Jahren. Auch die Innen- und Außeneinrichtung hat der Betreiber bewusst im Stil der 50er Jahre gehalten.
Es liegt mir sehr am Herzen, nach all der Zeit das Parkcafé für die Kölner*innen und die Besucher*innen unserer Stadt wieder zu öffnen. Ich bin sicher, das Café wird den Rheinpark sehr bereichern und noch beliebter machen,
so Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Unter besonderen Bedingungen, wie etwa Denkmal- und Baumschutz sowie Lieferengpässen, wurde das Parkcafé zunächst entkernt und grundsaniert. Hierbei wurden unter anderem ein Treppenhaus und eine Aufzugsanlage eingebaut. Des Weiteren wurden eine Heizungs-, Lüftungs- und Brandmeldeanlage und weitere technische Einbauten, die es im Bestandsgebäude zuvor nicht gab, realisiert. Dazu war auch der Anbau eines neuen Technikkellers erforderlich. Die Rampe zum zweiten Obergeschoss wurde ebenfalls komplett erneuert. Die Sanierung des Gebäudes wurde 2010 in das städtische Programm „Win-Win für Köln“ aufgenommen. Das kombinierte Programm der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik besteht seit 2008 und verfolgt zwei Ziele: Zum einen werden arbeitslose Jugendliche, langzeitarbeitslose Erwachsene und weitere Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen qualifiziert und beschäftigt, um die Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu verbessern, und zum anderen werden städtische Gebäude saniert, im Wert gesteigert und im Anschluss wieder einer sozial-kulturellen Nutzung zugeführt. Die Qualifizierung und Beschäftigung der Teilnehmer*innen wird durch die Kölner Beschäftigungsträger des Stadtverschönerungsprogramms unter Koordinierung der Abteilung Arbeitsmarktförderung im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln durchgeführt. So wurden in den vergangenen Jahren auch während der Sanierung des Parkcafés zahlreiche arbeitslose Menschen in verschiedenen Baugewerken wie Maler, Schlosser-, Zimmerer-, Schreiner- und Garten- und landschaftsbauarbeiten qualifiziert und beschäftigt. Viele von ihnen konnten durch die soziale Stabilisierung, Qualifizierung und Beschäftigung wieder einen geordneten Tagesablauf erlernen und damit eine Anschlussperspektive wie eine Ausbildung, Umschulung, Vermittlung in eine Anschlussmaßnahme oder eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt erlangen. Im Rahmen des Programms wurden unter anderem bereits die Jugendeinrichtung Fort I Friedenspark, das ehemalige Jagdhaus im Tierheim Dellbrück und der Turm an der Bottmühle in der Kölner Südstadt saniert und können jetzt wieder genutzt werden. Pressemitteilung Stadt Köln

Deutscher Jazzpreis in Köln
Auszeichnung wird 2024 und 2025 in Köln verliehen

Auszeichnung wird 2024 und 2025 in Köln verliehen

In den Jahren 2024 und 2025 treffen sich die renommiertesten Musiker*innen der internationalen Jazzszene bei der Preisverleihung des Deutschen Jazzpreises in Köln.

Die Entscheidung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für Köln als Ausrichtungsort der Preisverleihung würdigt die künstlerische Stärke der Kölner Jazzszene. Getragen von dem kontinuierlichen Engagement der Szene hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren zu einer internationalen Metropole für Jazz und improvisierte Musik entwickelt. Zeichen dieser Entwicklung ist die Etablierung der Cologne Jazzweek – dem Kölner Festival für Jazz und improvisierte Musik – in der europäischen Festivallandschaft. Köln greift außerdem auf ein hervorragendes Angebot an Spielstätten zurück. Neben dem Loft als Kreativlabor der Szene sorgt der Stadtgarten als Europäisches Zentrum für Jazz und improvisierte Musik für internationale Strahlkraft.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Dass die Verleihung des renommiertesten Preises für den Deutschen Jazz in Köln stattfindet, macht mich stolz. Die Verleihung dieses Preises ist ein wichtiges Zeichen zur Bedeutung Kölns als ein Zentrum der Jazzmusik. Durch die internationale Bedeutung des Preises werden zukünftig noch mehr Impulse von der Kölner Jazzszene ausgehen.“

Auch Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln, ist überzeugt: „Mit der Verleihung des Deutschen Jazzpreises holen wir eine kulturelle Leuchtturmveranstaltung nach Köln.“

Der Deutsche Jazzpreis hat sich seit seiner Premiere im Jahr 2021 international etabliert und ist die renommierteste Auszeichnung für den Deutschen Jazz. Sowohl Musiker*innen als auch Musikproduktionen, Kompositionen, Veranstaltungsorte und Festivals, aber auch journalistische Leistungen werden mit dem Deutschen Jazzpreis gewürdigt. Der Preis wird von der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung, Claudia Roth, vergeben. Ausrichter in den Jahren 2024 sowie 2025 wird die Stadt Köln gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen sein.​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​

Pressemitteilung Stadt Köln

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Else-Falk-Preis 2022
Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeichnet Behshid Najafi aus


Behshid Najafi ist die zweite Preisträgerin des mit 5.000 Euro dotierten Else-Falk-Preises der Stadt Köln. Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeichnete sie am Dienstagabend, 31. Mai 2022, für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich Frauenrechte und ihren Einsatz im Kampf gegen Sexismus und Rassismus in Köln aus und überreichte ihr die zugehörige Trophäe, die in Kooperation mit der ecosign/Akademie für Gestaltung in Köln entstand. Als Preisträgerin durfte sich Behshid Najafi in das Gästebuch der Stadt Köln eintragen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Starke und mutige Frauen hat es in unserer 2.000-jährigen Stadtgeschichte immer schon gegeben. 17 eindrucksvolle Frauen haben sich für diesen Preis beworben oder wurden vorgeschlagen und Behshid Najafi ist aus diesem Kreise als würdige Preisträgerin hervorgegangen. Mit ihrem Engagement ist sie ein Vorbild für uns alle – und das über die Stadtgrenzen hinaus. Ihr Lebensweg macht sicherlich zahlreichen Frauen Mut, die gerade Benachteiligungen in ihrem Leben erfahren. Ich bedanke mich für dieses besondere Engagement und gratuliere ganz herzlich zum zweiten Else-Falk-Preis.“

Seit Jahrzehnten setzt sich die 66-jährige Deutsch-Iranerin Behshid Najafi für die Sichtbarmachung der komplexen Formen von Benachteiligungen migrierter und geflüchteter Frauen ein. Auch in ihrem Ruhestand ist sie weiterhin aktiv und engagiert sich in der politischen Arbeit. Behshid Najafi hat angekündigt, das Preisgeld von 5.000 Euro an verschiedene Organisationen zu spenden, die sich gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Frauenrechte einsetzen.

Najafis Kampfgeist beeindruckte insbesondere die kommunale Gleichstellungsbeauftragte Bettina Mötting: „Ohne ihre jahrzehntelange Beharrlichkeit und ihren Mut in ihren Aussagen und Forderungen wären die Rechte der Frauen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingsgeschichte nicht ausreichend gewürdigt worden.“

Die Namensgeberin Else Falk war Jüdin und engagierte Gründerin und Förderin von Kölner Frauen- und Wohlfahrtsvereinen in der Weimarer Republik. Sie trat für das Frauenwahlrecht ein, gründete angesichts der vielen Kriegsblinden die erste öffentliche Blindenbibliothek hier in Köln, war Schatzmeisterin der Kölner Nationalen Frauengemeinschaft und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Stadtverbände von Rheinland und Westfalen. Außerdem gründete und leitete sie den Verein Müttererholung und Mütterschulung. Am 22. März 1933 wurde Else Falk aufgrund der rassistischen Ausschlussvorgaben des Nazi-Regimes gezwungen, alle Ämter niederzulegen. Sie verließ in der Reichspogromnacht 1938 mit ihrer Familie das Land.

Der Else-Falk-Preis fördert das Engagement in der Frauen- und Mädchenförderung, den Einsatz für frauenspezifische Themen im politischen oder kulturellen Bereich, in der Stadtentwicklung, der freien Wirtschaft oder in Wissenschaft und Forschung. Mit der Auslobung des Preises, der alle zwei Jahre vergeben wird, bekennt sich die Stadt Köln wie auch mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta der Gleichstellung zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.frauenpreis.koeln.

Pressemitteilung

Fotos Köln/Stephan Dorsch

Kunstausstellung „M.Ü.L.L.“ im Bezirksrathaus Nippes
Künstler und Filmemacher Gregor Zootzky zeigt Müll als Spiegel der Gesellschaft

Künstler und Filmemacher Gregor Zootzky zeigt Müll als Spiegel der Gesellschaft

Jeder Mensch produziert ihn, jeden Tag: Müll. Er ist uns nah, doch wir schieben ihn gern außer Sichtweite. Müll ist ein Spiegel der Gesellschaft. Für den international tätigen Künstler und Filmemacher Gregor Zootzky ist das zentrale Thema seiner Arbeit der Mensch im sozialen, räumlichen Umfeld.

Mit der Einzelausstellung „M.Ü.L.L. – Meine Überreste Lagern Langfristig“ vom 8. Juni bis 11. Juli 2022 im Bezirksrathaus Nippes (Neusser Straße 450) stellt er unser tägliches Leben mit digitalen Collagen, Fotografien und Objekten in Frage. Die Eröffnung durch die Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert findet am Mittwoch, 8. Juni 2022, um 18 Uhr mit einer Performance von Opernsängerin Stefanie Wüst sowie Stimme und Sound von Sherin Kalifa und Gregor Zootzky statt.

Vita Gregor Zootzky

Er lebt und arbeitet in Köln als freier Künstler mit Atelier im Kunsthaus Rhenania und lehrt an Kunstschulen.

-​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Ausbildung: Maastricht (Holland), Windhoek (Namibia), Prag (Tschechei) und Köln sind die Etappen von Gregors Zootzky künstlerischer Ausbildung. Er studierte bildende Kunst, Film und Zeichentrickfilm.

-​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Auszeichnungen: „Deutscher Menschenrechts-Filmpreis“ 2014 für den Zeichentrickfilm „Hermes & Aphrodite“; FBW Wiesbaden 2013, Prädikat „Wertvoll“; FBW Wiesbaden 2010, Prädikat „Besonders Wertvoll“ & Kurzfilm des Monats März. Robert Bosch Stiftung 2007, Filmbüro Baden-Württemberg.

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„Spielraum“ ist das Thema des aktuellen Museumsmagazins
Das Heft liegt kostenlos aus und ist auch online barrierefrei erhältlich

Das Heft liegt kostenlos aus und ist auch online barrierefrei erhältlich

„Spielraum“ ist das Thema der aktuellen Ausgabe von „museenkoeln – Das Magazin“, die kostenlos in den Museen und an zahlreichen anderen öffentlichen Orten ausliegt, wie zum Beispiel in Bürgerzentren, Kinos, Buchhandlungen, Hotels oder Szenekneipen.

Auch die aktuelle Ausgabe des Museumsmagazins macht wieder neugierig auf die Kölner Museen, ihre Sammlungen und Ausstellungen. Und es bietet Einblicke in die Arbeit und die Bestände der einzigartigen Kölner Museen. Dieses Mal geht es um das Spielen, im klassischen wie im übertragenen Sinne: um revolutionäres Theater, den Stadtraum als Spielwiese für Urban Art, um das antike Köln als Spielball römischer Macht, in Verbindung mit der diesjährigen archäologischen Landesausstellung.

Das neue Heft beleuchtet auch den Spielraum zwischen Kunst, Design und Alltag. Und
es schaut auf die Museen als „Spielraum“ für Kreativität und die grenzenlosen Möglichkeiten, hier den eigenen Horizont zu erweitern. In jeder Ausgabe stellen bekannte Persönlichkeiten Kunstwerke und Objekte aus den Sammlungen der Kölner Museen vor, jeweils zum Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe. Diesmal zu Gast: die Schauspielerin Annette Frier.

Die kostenlose Publikation liegt im Großraum Köln, Bonn, Leverkusen, Brühl und im Rhein-Erftkreis aus und erscheint als Beilage in einer überregionalen und einer regionalen Tageszeitung. Das Magazin kann außerdem online als barrierefreies PDF auf der Seite www.museen.koeln abgerufen werden. Um die Publikation laufend zu verbessern und weiter zu entwickeln, wird in der aktuellen Ausgabe auch zu einer Leser*innenbefragung eingeladen, verknüpft mit einem Gewinnspiel.

Pressebild: Titelseite „museenkoeln – Das Magazin“, Heft 1/2022, Spielraum Abbildung: Anonym, Mit Temari-Bällen jonglierende Frau, Japan, 1890er Jahre, Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Foto: RBA Köln

Pressemitteilung Stadt Köln

Presse-Information Stadt Köln: Wettbewerb abgeschlossen: Kanadische Künstlerin Shannon Bool gestaltet Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses

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BÜHNEN KÖLN SANIERUNG PRESSEMITTEILUNG Wettbewerb abgeschlossen: Kanadische Künstlerin Shannon Bool gestaltet Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses Die kanadische Künstlerin Shannon Bool wird die Patios im 2. Obergeschoss des Opernhauses gestalten. Zu dieser Entscheidung kam gestern das Preisgericht des Kunstwettbewerbs, dem u.a. Kulturdezernent Stefan Charles, Patrick Wasserbauer (Geschäftsführender Direktor der Bühnen), Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende des Betriebsausschusses Bühnen), Yilmaz Dziewior (Direktor Museum Ludwig), Remigiusz Otrzonsek (HPP Architekten, u.a. Architekt der Kinderoper), Hein Mulders (designierter Intendant Oper Köln), sowie mehrere Mitglieder des Kunstbeirats angehörten. Die beiden jeweils 40 Quadratmeter großen Patios schließen sich als Außenwände an die Pausen- räume im 2. Obergeschoss des Opernhauses an. Sie haben eine hohe gestalterische Bedeutung, da sie das Aufenthaltserlebnis des Publikums im Riphahn-Bau unmittelbar beeinflussen. Der Betriebsausschuss Bühnen hatte die Bühnen mit der Durchführung des Wettbewerbs und der Umsetzung des prämierten Entwurfs in seiner Sitzung vom 30.11.2021 beauftragt (siehe auch Vorlage 3920/2021 im Ratsinformationssystem der Stadt Köln). Als finanzielle Mittel für Wettbewerb und Umsetzung stehen laut Beschluss insgesamt ca. 230.000 Euro brutto zur Verfügung, die bereits im 2021 vom Rat beschlossenen Sanierungsbudget berücksichtigt wurden. Die in Berlin lebende Kanadierin Shannon Bool studierte Kunst und Design in Vancouver, New York und Frankfurt. Ihre Werke wurden vielfach international ausgezeichnet und waren u.a. im New Yorker Metropolitan Museum of Art, im Münchener Lenbachhaus und im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt zu sehen. Shannon Bool ist Professorin für Malerei an der Kunsthochschule Mainz. Die Vorsitzende des Preisgerichts, Susanne Titz (Direktorin Museum Abteiberg Mönchengladbach), zeigte sich sehr beeindruckt von den Entwürfen der zehn Künstlerinnen und Künstler, die in der f inalen Jurysitzung ihre Arbeiten vorstellen konnten. „Die Entwürfe waren höchst unterschiedlich gestaltet und zeichneten sich alle durch eine große künstlerische Kraft aus“, erläutert die Vorsitzende. „Wir haben jeden Beitrag intensiv diskutiert und sind zur Entscheidung gekommen, dass der Entwurf von Shannon Bool sowohl mit traditionellen Mitteln wie dem Mosaik, als auch durch die Verwendung von digitalen Techniken den Ort der Oper in der Stadt auf besondere Art inszeniert.“ Auch Kulturdezernent Stefan Charles zog ein positives Fazit: „Aus meiner Sicht hat das Opernhaus ein sehr gelungenes zeitgenössisches Gestaltungselement hinzugewonnen, die beiden Patios sind wichtige neue gestalterische Setzungen der Sanierung. Ich bin schon sehr gespannt, den Entwurf umgesetzt im Originalmaßstab zu erleben.“ Nach aktueller Planung wird die Realisierung des Entwurfs von Shannon Bool zum Zeitpunkt Christopher Braun Leitung Kommunikation Bühnen Köln Offenbachplatz 50667 Köln T 0049 – (0)221 – 221 28 366 M 0049 – (0)176 – 820 23 246 E christopher.braun@buehnen.koeln I www.sanierung.buehnen.koeln Köln, den 24.05.2022 der Schlüsselübergabe im 1. Quartal 2024 abgeschlossen sein.

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Ehrenbürger Norbert Burger

Kranzniederlegung zum zehnten Todestag

Am 16. Mai 2012 verstarb der Ehrenbürger Dr. h.c. Norbert Burger, der 19 Jahre lang Oberbürgermeister der Stadt Köln war. Zu seinem Gedenken legt Oberbürgermeisterin Henriette Reker an seinem zehnten Todestag einen Kranz auf seinem Grab auf Melaten nieder.  

Norbert Burger wurde 1932 in Köln geboren, absolvierte hier sein Jurastudium und trat 1963 in den Dienst der Stadt Köln ein. Als Leiter des Schulverwaltungsamts baute er das differenzierte Sonderschulwesen und die Neuordnung von konfessionellen und Gemeinschaftsgrundschulen auf, was damals bundesweit Beachtung fand.

1970 wurde er zum Dezernenten für Jugend und Soziales gewählt, förderte unter anderem den Ausbau städtischer Kindergärten und strukturierte die städtischen Alten- und Pflegeheime neu.  

Bundeskanzler Willy Brandt berief den Kölner Sozialpolitiker in seinen engeren Führungsstab, wo Burger die stellvertretende Leitung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung übernahm. Unter Kanzler Helmut Schmidt wechselte er in das Entwicklungshilfeministerium, was seine spätere Amtsführung in Köln nachhaltig prägte. Der Blick auf andere Kontinente und Lebensverhältnisse legten den Grundstein seines Engagements für internationale Verständigung.

Auch seiner Initiative ist es zu verdanken, dass Köln heute 22 internationale Städtepartnerschaften pflegt – darunter Bethlehem, deren Partnerschaftsverein er bis zu seinem Tode vorstand. International gab er den Kommunen von 1995 bis 1997 als Präsident der International Union of Local Authorities (IULA) Gewicht und Stimme. Zu seinen großen Anliegen gehörte, den christlich-jüdischen Dialog auch auf kommunaler Ebene zu fördern. Seit 2005 war er Vorstandsmitglied der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.  

1980 wählte ihn der Rat zum Kölner Oberbürgermeister. Bedeutende Entwicklungen in Köln sind mit seiner Amtszeit verbunden:

Das Dom/Rhein-Projekt, der Museumskomplex mit der Philharmonie und die Tieferlegung der Rheinuferstraße. Die bis dahin noch offenkundigen Kriegsschäden verschwanden, die Wiederherstellung aller zwölf romanischen Kirchen in der Innenstadt wurde gefeiert, ebenso die Ansiedlung von RTL, der Bau von Studios, des Mediaparks – der Wandel zur Medienstadt.

Ministerpräsident Johannes Rau würdigte ihn im Oktober 1996 mit der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern. Der Belgische König ehrte ihn ebenfalls 1996 mit dem Kommandeurkreuz im Leopold-Orden. Nicht zuletzt gehörte Burger zu den Vätern der regionalen Kooperation im Verein Regio Köln Bonn und Nachbarn e.V.   

Am 30. September 1999 schied er nach 19 Jahren Amtszeit als Stadtoberhaupt aus dem aktiven Dienst aus, begleitete aber bis zuletzt aktiv die Geschicke seiner Heimatstadt unter anderem als Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem, in seinen zahlreichen Funktionen in Kölner Karnevalsvereinen oder der „Akademie för uns kölsche Sproch“. Noch im Jahr seines Ausscheidens beschloss der Kölner Rat, Burger wegen seiner Verdienste um seine Heimatstadt die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Pressemitteilung Stadt Köln

Auftakt und Informationsprogramm zum Tag der Städtebauförderung

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich auf dem Günter-Wand-Platz an der Gürzenichstraße hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit dem planenden Landschaftsarchitekten Prof. Stephan Lenzen, dem Beigeordneten für Mobilität, Ascan Egerer, der Leiterin des Amtes für Stadtplanung, Eva Herr, und Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, am heutigen Samstag, 14. Mai 2022, den Auftakt für die Aufwertung des Kulturquartiers „Via Culturalis“ gegeben. 

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Unser Kulturquartier gewinnt weiter an Qualität. Während wenige Meter entfernt die Freitreppe zum Kapitolshügel Formen annimmt, starten wir hier mit der Umgestaltung der Gürzenichstraße ein weiteres beispielgebendes Projekt für die Zukunft der Via Culturalis. Ein Bestandteil, den Sie auch heute hier vor Ort erkennen können, ist das Ziel einer einheitlichen Gestaltung der Baustellenzäune im Bereich der Via Culturalis. So soll erreicht werden, dass bereits während der Bauzeit das Stadtbild aufgewertet wird. Im Sinne einer Ausstellung im öffentlichen Raum werden Inhalte zu den Themen ‚Stadt – Kultur – Geschichte‘ aufbereitet. Bereits im letzten Jahr wurde dies im Sinne eines Pilotprojekts an der nördlichen Domtreppe umgesetzt und wird künftig im Bereich Via Culturalis fortgeführt.  

Details zum Bundesförderprojekt

Der Straßenraum zwischen Heumarkt und Hohe Straße, einschließlich der Fläche des Günter-Wand-Platzes, wird umfassend neu geordnet und durch barrierefreie Oberflächen in Naturstein aufgewertet. Dadurch entsteht ein harmonischer Bezug zu den angrenzenden Straßen der Altstadt und zum gesamten Gürzenichquartier. Die Aufenthaltsqualität in diesem kulturbedeutenden öffentlichen Raum wird durch elegantes Stadtmobiliar zusätzlich erhöht. Die gesamte Gestaltung erhält eine zurückhaltende, gleichzeitig hochwertige Anmutung. Dabei bleiben die bestehenden Stadträume in ihren Proportionen wahrnehmbar und die historischen und kulturellen Bauten treten in den Vordergrund.  

Die Kosten belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro. Die Via Culturalis wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit rund 5,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. 

Via Culturalis

Die Via Culturalis ist eine Maßnahme des Städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln. Sie beschreibt das Vorhaben, die Zeitspuren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte im öffentlichen Raum zwischen Kölner Dom und St. Maria im Kapitol sichtbar und erlebbar zu machen. Der Gestaltungsansatz für den Gesamtraum Via Culturalis zielt auf eine Vereinheitlichung der Straßenquerschnitte innerhalb der „Kernzone Kulturpfad“ und eine Einbindung in ein übergeordnetes Gestaltungskonzept ab.  

Mit der Freitreppe an St. Maria im Kapitol, die sich bereits seit November 2021 im Bau befindet, und der Neugestaltung der Gürzenichstraße wird die Aufwertung des südlichen Teils der Via Culturalis nun realisiert.  

Details zur Baumaßnahme

Die Gürzenichstraße bleibt Einbahnstraße parallel zum Gürzenich-Gebäude. Der westliche Teil, zwischen Große und Kleine Sandkaul, wird in eine Fußgängerzone umgewandelt, mit Freigabe für den Radverkehr und Zeitfenstern für die Anlieferung. Die fußgängerfreundliche Verbindung zwischen Heumarkt und Schildergasse wird durch einen Überweg über die Kleine Sandkaul sichergestellt. Die Herstellung aller Oberflächen erfolgt durchgehend barrierefrei in Pflaster aus Grauwacke.  

Der eigentlichen Umbaumaßnahme gehen Kanalbauarbeiten voraus, die derzeit zwischen Heumarkt und Kleine Sandkaul durchgeführt werden. Mit der Umgestaltung der Verkehrsflächen wird voraussichtlich Ende Juni 2022 begonnen. Die gesamte Baumaßnahme dauert etwa zweieinhalb Jahre.  

Rahmen und Ausblick

Im Förderzeitraum bis 2024 soll das Kulturquartier weiter etabliert und erlebbar gemacht werden. So wurden zum Beispiel im Sinne einer Ausstellung im öffentlichen Raum die Bauzäune der Bauprojekte in der Altstadt einheitlich gestaltet. Mit dieser Ausstellung, aber auch über die Via Culturalis-App und -Internetseite (www.viaculturalis.cologne) werden bis 2024 interessante Inhalte aus den Themenfeldern Stadt, Kultur und Geschichte redaktionell miteinander verbunden und für die Stadtöffentlichkeit bereitgestellt.

Mit den gestalteten Baustellenzäunen an St. Maria im Kapitol und zusätzlich jetzt im Bauumfeld der Gürzenichstraße wird die im Frühjahr 2021 auf der Domtreppe initiierte Ausstellung „Via Culturalis“ fortgesetzt. So geben sich die bauliche Aufwertung und inhaltliche Vermittlung des Kulturquartiers ebenbürtig die Hand. Im Rahmen des heutigen Events – Tag der Städtebauförderung – wurden vor diesem Hintergrund der Öffentlichkeit kostenlos verschiedene Stadtführungen entlang des Kulturquartiers angeboten:

Darüber hinaus wurde auf dem Günter-Wand-Platz ein Pop-up-Café mit Info-Point zum Verweilen und Austausch eingerichtetBundesprogramm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“, Projekte des Mantelprojektes „Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung“; hier: Baubeschluss für die Umgestaltung der Gürzenichstraße sowie Freigabe von invest Informationen Beratungen

Pressemitteilung Stadt Köln inkl Bild