Probealarm: Am 8. Dezember wird bundesweit gewarnt

Logo Stadt Köln

In Köln werden die Sirenen, NINA und Cell Broadcast getestet

Ob Großbrände, Unwetter, Chemieunfälle oder Bombenentschärfungen – sobald Gefahr besteht, werden die Menschen in Köln gewarnt, unter anderem durch Sirenen. Die 136 Kölner Sirenen werden viermal jährlich getestet, zuletzt gab es am 8. September einen Probealarm. Am Donnerstag, 8. Dezember 2022, um 11 Uhr erproben Bund, Länder und Kommunen ihre Warnsysteme in einer gemeinsamen Übung.

Um 11 Uhr werden von der Feuerwehr Köln alle Sirenen in Köln ausgelöst. Zuerst wird ein Dauerentwarnungston alarmiert. Nach fünfminütiger Pause folgt ein auf- und abschwellender Ton für den Katastrophenschutzalarm. Ebenfalls nach fünfminütiger Minuten Pause ist wieder ein Dauerentwarnungston zu hören. Alle Alarmierungstöne haben eine Dauer von einer Minute. Im Ernstfall gilt: Wenn die Sirenen auslösen, sind alle Menschen in Köln angehalten, geschlossene Räume aufzusuchen, Passant*innen bei sich aufzunehmen, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das Radio einzuschalten. Wurden die Sirenen aktiviert, erfolgen zusätzlich Warndurchsagen im Radio und weitere Informationskanäle werden bedient. Sirenen werden grundsätzlich in einem Radius von drei Kilometern um den Gefahrenbereich ausgelöst.

Parallel löst das Land das Alarmierungssystem „MoWaS“ aus. Hierbei werden u. a. die Warn-Apps „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) und KATWARN (Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung) durch Warnmeldungen per Push-Benachrichtigungen aktiviert.

Erstmalig wird beim Warntag am 8. Dezember Cell Broadcast getestet. Im Gegensatz zu NINA oder KATWARN benötigt Cell Broadcast keine eigene Applikation. Warnungen werden an alle in einer Funkzelle befindlichen Mobilfunkgeräte versendet. Das Endgerät muss dabei kein Smartphone sein, auch konventionelle Handys können Cell Broadcast empfangen. Für Cell Broadcast-Warnmeldungen wird eine Standardtechnologie des Mobilfunknetzes genutzt: Jedes Mobilfunkendgerät registriert sich automatisch in einer Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden. Bei Warnmeldungen über Cell Broadcast handelt es sich ausschließlich um Textnachrichten. Bilder oder Karten werden nicht übertragen. Die Übertragung der Nachrichten erfolgt anonym. Um Cell Broadcast empfangen zu können, benötigt das Handy aktuelle Updates. Die Feuerwehr Köln ruft daher die Kölner*innen auf zu prüfen, ob sie die aktuellen Updates installiert haben. Zudem erhält man nur eine Nachricht, wenn das Handy eingeschaltet, in eine Funkzelle eingewählt und der Flugmodus ausgeschaltet ist.

Nicht alle Handys können Cell Broadcast empfangen, ältere Geräte können dies oft nicht. Das BBK hat eine Auflistung der empfangsfähigen Geräte zusammengestellt.

Die Auflistung

Wie wird in Köln gewarnt?

Das hängt von dem jeweiligen Schadensereignis ab. Nicht bei jedem Schadensfall ist eine Aktivierung aller zur Verfügung stehenden Warnmittel erforderlich oder sinnvoll. Ausschlaggebend dafür, welche Warnmittel genutzt werden, ist unter anderem, wie viele Menschen betroffen sind und um was für eine Gefahr es sich handelt. Neben dem Einsatzleiter der Feuerwehr können unter anderem das Amt für öffentliche Ordnung, das Gesundheitsamt und das Umwelt- und Verbrauchsamt der Stadt Köln, aber auch die Stadtentwässerungsbetriebe und die Polizei in besonderen Situationen ein Warnsignal auslösen. Die Leitstelle der Feuerwehr Köln kann auch im Auftrag der Polizei und anderer Kommunen warnen. Sollte im Ernstfall ein Warnmittel ausfallen, kann das durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Warnmittel kompensiert werden.

Bei akuter Gefahr kann sich die Leitstelle der Feuerwehr direkt in das laufende Hörfunkprogramm von Radio Köln einschalten, um Verhaltenshinweise zu geben. Die Durchsagen werden alle 15 Minuten wiederholt.

Die sozialen Medien der Stadt Köln kann die Leitstelle der Feuerwehr Köln im Warnfall automatisiert ansteuern und Eilmeldungen so auf Facebook, Twitter und der Startseite der Stadt Köln veröffentlichen. Zudem wird ein RSS-Feed generiert, den Interessierte abonnieren können.

Das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) löst alle vorhandenen Warn-Apps (darunter NINA) aus und veröffentlicht auf circa 130 privaten Werbetafeln im Stadtgebiet eine Kurzinformation, wo Verhaltensempfehlungen abrufbar sind. NINA bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. So kann man einen oder mehrere Orte auswählen, für den bzw. die man Warnmeldungen erhalten möchte. Alle Warnmeldungen enthalten eine Beschreibung der Gefahrensituation und Verhaltensempfehlungen.

Durch eine Warnmail der Leitstelle der Feuerwehr werden rund 80 verschiedene Empfänger, darunter das Bürgertelefon der Stadt Köln, die Leitstelle der Kölner Verkehrs-Betriebe, Radio Köln und andere regionale Medienanstalten, über eine Gefahrenlage informiert.

Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, die über Außenlautsprecher verfügen, können für Warndurchsagen genutzt werden. In den Fahrzeugen liegt eine CD mit vorgefertigten Warntexten bereit.Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitSimone Winkelhog

Kondolenzbuch für Hans Süper liegt am Samstag im Gürzenich Köln aus

Am kommenden Samstag liegt im Kölner Gürzenich ein Kondolenzbuch für die Karnevalslegende Hans Süper aus. Von 10:00 bis 18:00 Uhr hat jeder die Möglichkeit, sich vor Ort in das Buch einzutragen. Dort, wo Süper viele Jahre gewirkt und die Entwicklungen des Kölner Karnevals maßgeblich beeinflusst hat, gibt das Festkomitee Kölner Karneval mit der Unterstützung des Gürzenichs allen Jecken die Möglichkeit, sich von dem Musiker zu verabschieden. Große Bekanntheit erlangte Hans Süper als Teil des Colonia Duetts, das er gemeinsam mit Hans Zimmermann verkörperte. Mit seiner Flitsch und einem unverkennbar kölschem Humor wurde er ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals und wird als Musiker wie als Redner gleichermaßen unvergessen bleiben. „Er hat einer ganzen Generation immer wieder lustige Momente geschenkt und mit seinen unzähligen Fernsehauftritten den Menschen außerhalb unserer Stadt die kölsche Lebensart und unsere Identität näher gebracht. Dafür gebührt diesem einzigartigen Menschen unser Dank“, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. Da auf Wunsch von Süper selbst keine öffentliche Trauerfeier stattfinden wird, können die Kölnerinnen und Kölner von der Ikone des kölschen Fasteleers auf diesem Weg Abschied nehmen. Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval

Anmeldestart am 1. Dezember für 15. Run of Colours

Aidshilfe Köln e.V. Logo

Anmeldestart am 1. Dezember für 15. Run of Colours

(Köln, den 23. November 2022) Am 16. September 2023 steigt die 15. Auflage des Run of Colours im Rheinauhafen Köln. Traditionell öffnet am 1. Dezember 2022 (Welt-Aids-Tag) die Anmeldung für den Benefizlauf zugunsten der Aidshilfe Köln. Im nächsten Jahr feiert der Lauf seinen 15. Geburtstag. Was ganz klein im Tanzbrunnen 2009 angefangen hat, ist mittlerweile nicht mehr aus dem Sportkalender der Domstadt wegzudenken. Jedes Jahr starten über 1.000 Läufer:innen auf dem Harry-Blum-Platz. 2022 hatten sich 1.234 Menschen für den realen sowie virtuellen Lauf angemeldet. „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr noch mehr Leute bei den beiden Läufen begrüßen können und das Wetter freundlich ist“, so Pressesprecher Erik Sauer. Mussten die Teilnehmenden des 10-km-Laufs und 15-km-Staffellaufs in diesem Jahr durch einen ordentlichen Platzregen, hatten die Starter:innen beim 5-km-Lauf mehr Glück: Sie kamen bei strahlendem Sonnenschein ins Ziel.

Schulen und Firmen zum Mitmachen gesucht

Die „Lebe wie du bist Stiftung“ des 1.FC Köln ist in diesem Jahr beim Run of Colours die schnellste Staffel Kölns geworden. Ob sie den inoffiziellen Titel „Kölns schnellstes Unternehmen“ verteidigen kann, entscheidet sich unter anderem auch ein klein wenig durch den Bundesligaspielplan 2023. Erst recht bei der Jubiläumsausgabe sind Kölner Unternehmen aufgerufen, mit einer Staffel an den Start zu gehen. Die drei Staffelläufer:innen laufen jeweils 5 km im Rahmen des 15-km-Laufs. Die Startgebühr für die Staffel liegt bei 50 Euro. Auch die anderen Preise mussten angepasst werden. Am Welt-Aids-Tag kostet die Anmeldung nur 14 statt 19,50 Euro. Für Gruppen gibt es gesonderte Tarife: Bei 20 Starter:innen kostet der Startplatz pro Person 18 Euro und ab 50 Starter:innen 15 Euro. Vor allem Firmen sind herzlich willkommen, die ein Zeichen für ein vorurteilsfreies Miteinander setzen wollen und sich für eine vielfältige und bunte Gesellschaft einsetzen. Aber auch Schüler:innen von Schulen aus dem Regierungsbezirk Köln sind wieder herzlich eingeladen. Es gilt die Bestmarke von 85 Läufer:innen des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs zu schlagen. Sie stellen die bisher höchste Anzahl an Schüler:innen und Lehrer:innen, die gemeinsam beim Run of Colours an den Start gegangen sind. Für Schulen kostet ein Startplatz bei Anmeldung über die Schule 12 Euro.

Freie Wahl – 5 km, 10 km, 15-km-Staffel oder virtuell

Die Teilnehmer:innen können neben der 15-km-Staffeldistanz wieder zwischen der 5-km- und 10-km-Strecke im Rheinauhafen wählen. Der 5-km-Lauf ist für Walker:innen offen und wird als Inklusionslauf durchgeführt. Wer am 16. September 2023 nicht vor Ort sein kann, wird auch wieder die Chance haben, den Lauf virtuell zu unterstützen. „Vor allem für Firmen, die bei uns starten und deutschlandweit aktiv sind, ist es ein schönes Tool, um die Mitarbeiter:innen einzubinden. In diesem Jahr waren nicht nur Menschen in Nord-, Süd- und Ostdeutschland unterwegs, sondern auch in England, USA und den Niederlanden haben sich Leute die Füße bunt gelaufen. Das wollen wir weiter ausbauen“, so Erik Sauer. Die Anmeldung öffnet am 1. Dezember 2022 unter www.runofcolours.de.

Pressemitteilung

Oberbürgermeisterin Reker besucht die Aidshilfe Köln

Bild Aidshilfe Köln

Köln, den 29. November 2022) Kurz vor dem Welt-Aids-Tag hat sich die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker über die Arbeit der Aidshilfe Köln informiert. Im Fokus des Besuchs standen unter anderem ein Austausch zur Versorgung von Menschen mit HIV in akuten Krisen und prekären Lebenslagen, zum Frauen- und Familienzentrum sowie zur guten Zusammenarbeit zum Thema Affenpocken (MPX) zwischen dem Gesundheitsamt, den HIV-Schwerpunktpraxen, der Uniklinik und der Aidshilfe Köln. „Hier wurde schnell und unbürokratisch das Videokonferenz-Format des HIV-Boards, initiiert durch das Gesundheitsamt, genutzt, um sich abzustimmen und die Informationen rund um das Thema Infektion, Schutz und Impfung in der Szene zu streuen. Dieses schnelle Handeln führte zu einem rapiden Rückgang der Infektionszahlen in Köln. Dies ist eine Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit“, so Oliver Schubert, Geschäftsführer der Aidshilfe Köln.

Aber auch das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV und Schuld sowie Scham rund um eine HIV-Infektion waren Themen, so dass die Oberbürgermeisterin einen guten Eindruck erhalten konnte, was die aktuellen Herausforderungen für Aidshilfen sind und wieso die Arbeit trotz des medizinischen Fortschrittes weiterhin so wichtig ist.

Im letzten Jahr hatte die Aidshilfe Köln bis zu 1.800 Beratungsstellenkontakte. Davon nutzten 300 Personen die unterschiedlichsten Betreuungs- und Wohnangebote regelmäßig. Das Beratungs- und Testangebot des Checkpoints besuchen in den Abendstunden 5.000 Personen, die 10.000 Tests zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen machten. Das Team der Aidshilfe bedankte sich für den offenen Austausch und freute sich über die interessierten Nachfragen der Oberbürgermeisterin, die auch von ihren Erfahrungen in der Prävention und Aufklärung rund um HIV und Aids seit Beginn der Pandemie berichtete.

Arbeitsreicher Sessionsauftakt für Ordnungsamt und Hilfsdienste

Logo Stadt Köln

Arbeitsreicher Sessionsauftakt für Ordnungsamt und Hilfsdienste

Pexels

Stadtdirektorin Andrea Blome dankt allen, die für die Feiernden im Einsatz waren

Nach dem Sessionsauftakt dankt Stadtdirektorin Andrea Blome allen, die dem Aufruf, am Elften im Elften respektvoll zu feiern, gefolgt sind. Dank richtet sie auch an alle Einsatzkräfte:

Die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes und der Bundes- und Landespolizei, der Feuerwehr und der Hilfsdienste, der KVB und der AWB, der Sicherheitsdienste, die Streetworker*innen und viele andere waren seit dem frühen Morgen bis spät in die Nacht für die Sicherheit der Jecken im Einsatz, für sie war auch der diesjährige Sessionsauftakt ein langer und fordernder Arbeitstag. Ein solcher Mammuteinsatz ist nur zu stemmen, weil alle Hand in Hand arbeiten, das ist gestern wieder gut gelungen.

Mit Blick auf das Sicherheits- und Sperrkonzept der Stadt Köln kündigt Andrea Blome an:

Wir werden in den kommenden Tagen alle Einsatzbilanzen zusammentragen, daraus ergibt sich dann ein Gesamtbild. Wir werden es analysieren und beraten, was gut und was weniger gut funktioniert hat, damit wir für den Straßenkarneval gegebenenfalls notwendige Anpassungen vornehmen können. Selbstverständlich werden wir dabei auch die Erfahrungen der Anwohner*innen, Gastronom*innen und Gewerbetreibenden im Kwartier Latäng und in der Altstadt einbeziehen. Ich bedanke mich ausdrücklich, dass das Festkomitee Kölner Karneval gestern noch einmal bekräftigt hat, sich bei den Planungen und Vorbereitungen für den Straßenkarneval aktiv einzubringen.

Einsätze des Ordnungsamtes

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst des Ordnungsamtes der Stadt Köln war am 11.11. ab 6 Uhr bis in die Nacht im Einsatz. Der Verkehrsdienst ließ im Kwartier Latäng und im Severinsviertel jeweils acht Autos aus den Feierzonen abschleppen und verwarnte darüber hinaus 16 Halter*innen. In der Altstadt stellten Mitarbeitende zwei Autos sicher, fünf Halter*innen wurden verwarnt.

Der Ordnungsdienst richtete sein Augenmerk insbesondere auf den Jugendschutz. In der Altstadt mussten 37 junge Frauen und 23 junge Männer unter 18 Jahren alkoholische Getränke und in drei Fällen Tabak abgeben. Im Zülpicher Viertel führte der Ordnungsdienst im Rahmen des Jugendschutzes 206 Präventivgespräche. Dutzende Jugendliche mussten alkoholische Getränke abgeben.

Wegen des Glasverbots im Zülpicher Viertel und in der Altstadt mussten 66 Feiernde ihre Getränke in Plastikbecher umfüllen. Zwei Gewerbebetriebe hielten sich nicht an das Glasverbot.

Trotz der großen Zahl von Toiletten und Urinalen, die die Stadt aufgestellt hatte, machten nicht alle Feiernden Gebrauch davon. 49 Frauen und 268 Männer wurden wegen Wildpinkelns verwarnt und müssen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 85 Euro bezahlen.

Vor dem Hauptportal des Doms löste der Ordnungsdienst gegen 22.30 Uhr eine Techno-Party mit etwa 150 Feiernden auf.

Vier Mitarbeitende des Ordnungsdienstes der Stadt Leverkusen unterstützten den Ordnungsdienst der Stadt Köln. Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es keine Widerstandshandlungen gegen Außendienstkräfte des Ordnungsamtes, eine Strafanzeige wegen Beleidigung eines Mitarbeitenden wurde jedoch erstattet. Anders als bei vorherigen Karnevalseinsätzen wurden keine Dienstfahrzeuge beschädigt.

Einsätze der Hilfsdienste und des Rettungsdienstes

Die Hilfsdienste behandelten in der Altstadt bis 21.30 Uhr 145 Personen, im Zülpicher Viertel bis 18 Uhr 215. Aus der Altstadt wurden 30 Personen in Krankenhäuser transportiert, aus dem Zülpicher Viertel 54. Der Rettungsdienst der Stadt Köln war stadtweit 930 Mal im Einsatz, ungefähr doppelt so häufig wie an einem „normalen“ Tag.Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitSimone Winkelhog

Karl-Küpper-Preis 2022

Musiker Rolly Brings erhält Auszeichnung im Historischen Rathaus

Karl-Küpper-Preis
v.l.n.r. Bernhard Conin, Henriette Reker, Rolly Brings, Christoph Kuckelkorn

Der Musiker Rolly Brings ist für sein herausragendes Engagement und seine Zivilcourage mit dem Karl-Küpper-Preis geehrt worden. Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte dem Musiker die Auszeichnung gemeinsam mit Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, und Bernhard Conin, Vorstandsvorsitzender der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums. Der Preis wurde anlässlich des 50. Todestages des Karnevalisten Karl Küpper 2020 ins Leben gerufen, im Gedenken an seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit und sein couragiertes Engagement gegen den Nationalsozialismus.

Die Auswahl der Preisträger*innen obliegt einer fünfköpfigen Jury, der neben der Oberbürgermeisterin auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, der Vorsitzende der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, der Direktor des NS-Dokumentationszentrums sowie ein Vertreter der Familie von Karl Küpper angehören. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Es gibt Stimmen, die dringen durch. Sie berühren die Menschen, sie appellieren, sie erinnern – und sie werden gehört. Rolly Brings hat so seine Stimme. Sie ist rau, ehrlich, klar und Kölsch. Sie hat gemahnt zu Offenheit, sie hat Kante gezeigt gegen Rassismus und Antisemitismus. Sie ist eingetreten für Geflüchtete, Ausgegrenzte. Daher gehen mein Dank und meine Anerkennung an Rolly Brings dafür, dass er seine Stimme erhebt, wenn Haltung gefragt ist.

Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn:

Karl Küpper war nicht nur ein großer Karnevalist, sondern auch ein stetiger Mahner, der kein Blatt vor den Mund nahm und viel riskierte, um sich in seiner Haltung nicht verbiegen zu lassen. Solche Menschen mit Rückgrat und Haltung brauchen wir heute noch genauso dringend wie damals und Rolly Brings ist sicherlich einer von ihnen. 

Die Laudatio auf den Kölner Liedermacher hielt Dr. Werner Jung, ehemaliger Direktor des NS-Dokumentationszentrums. Er hob besonders das Jahrzehnte währende soziale Engagement des Sängers hervor, der den Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus auch immer wieder zum Kern seines künstlerischen Schaffens machte. Rolly Brings nahm die Auszeichnung in der Piazzetta des Historischen Rathauses entgegen. Er erinnerte dabei an die vielen Menschen in Not und ermahnte zu Solidarität mit Geflüchteten: 

Ich finde es toll, dass sich unser Land ohne Wenn und Aber um die ukrainischen Flüchtlinge kümmert. Aber nicht nur die Ukrainer stehen vor unserer Tür, die anderen dürfen wir nicht vergessen.

Der Karl-Küpper-Preis wurde am 26. Mai 2020 – dem 50. Todestag von Karl Küpper – erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die erste Preisträgerin war die Kapitänin Carola Rakete, die den Preis am 19. Oktober 2020 für ihr Engagement für Geflüchtete in Not entgegennahm. Der Karl-Küpper-Preis wird alle zwei Jahre verliehen.Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitKatja Reuter

Ehemaliger FK-Vizepräsident Dr. Joachim Wüst mit Närrisch-Europäischem Förderpreis ausgezeichnet

  • Dr. Joachim Wüst knüpfte neben seinen Aufgaben im Festkomitee Kölner Karneval intensive Bande unter anderem in die Niederlande und nach Belgien
  • FK-Präsident Kuckelkorn: „Tolle Auszeichnung für den gesamten Kölner Karneval”
  • Närrisch-Europäischer Förderpreis: Besondere Ehrung im EU-Parlament

Der ehemalige Festkomitee-Vizepräsident Dr. Joachim Wüst ist im EU-Parlament in Brüssel mit dem Närrisch-Europäischen Förderpreis ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Närrische Europäische Gemeinschaft (NEG) die deutschen und länderübergreifenden karnevalistischen Aktivitäten des Kölners. Als Dachverband repräsentiert die NEG die Interessen von insgesamt 8,5 Millionen Karnevalisten in ganz Europa. In seinen Funktionen im Festkomitee und als Präsident der Grossen Kölner Karnevalsgesellschaft hielt Wüst über Jahrzehnte hinweg immer engen Kontakt zu internationalen Karnevalsorganisationen – vor allem in den Niederlanden und in Belgien und sogar im brasilianischen Rio de Janeiro.

Die Präsidentin der NEG, Petra Müller, hob in Ihrer Laudatio die internationalen Beziehungen hervor, die Dr. Joachim Wüst neben seinem Wirken im Kölner Karneval immer wieder mit Leben gefüllt habe: „Mit diesem Preis zeigen wir unsere Dankbarkeit für ehrenamtliches Engagement für das Kulturgut Fasching- Fastnacht-Karneval in Europa. Narretei bringt die Menschen zusammen und ist bunt wie Europa selbst. Dafür braucht es Menschen, die sich engagieren, Menschen, wie Joachim Wüst.“ So gibt es zum Beispiel eine enge Verbindung zur Karnevalsgesellschaft „De Marotte Sittard” in den Niederlanden, die bereits 2001 in der Ausstellung „Heiter bis wolkig“ in Bonn und Amsterdam gewürdigt wurde. Die Grosse Kölner hat mit dieser Gesellschaft eine enge Partnerschaft, da sie nach dem 2. Weltkrieg eine der ersten Verbindungen zwischen deutschen und niederländischen Karnevalisten war. Im belgischen Kelmis ist der Sitzungsleiter der Fernsehsitzungen in der ARD ebenfalls eine feste Größe: Er präsentierte beim „Kölschen Ovend” Karnevalskünstler aus seiner Heimatstadt und brachte so ein Stück jeckes kölsches Brauchtum nach Belgien.

Sabine Verheyen, Vorsitzende im EU-Kulturausschuss und Schirmherrin der Närrischen Europäischen Gemeinschaft freute sich über diesen regen Austausch über alle innereuropäischen Grenzen hinweg: „Der Karneval ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil er Menschen zusammenbringt. Er ist aber auch ein Kontrapunkt für die Macht und für die Politik. Vielen Dank an Dr. Joachim Wüst, der sich in herausragender Weise ehrenamtlich für dieses Brauchtum engagiert.“
Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn freute sich über die Ehrung des langjährigen Festkomitee-Vorstandsmitgliedes: „Joachim Wüst ist ein Karnevalist durch und durch: Deswegen haben wir ihn für diesen Ehrenpreis vorgeschlagen. Neben seinen Tätigkeiten als Vizepräsident und Justiziar des Festkomitees und zeitweise auch als Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH ist er mit Leib und Seele Programmgestalter für die Veranstaltungen des Festkomitees. Hier ist er nicht nur Sitzungsleiter, sondern sorgt immer wieder auch mit Gesangseinlagen für Stimmung. Diese Urfreude am Karneval hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch auf Karnevalisten in anderen Ländern übertragen.”

Bei der Ehrung im EU-Parlament waren neben der Familie von Dr. Joachim Wüst und Vertretern der Grossen Kölner und des Festkomitees auch internationale Karnevalisten vor Ort. Für die musikalische Begleitung sorgte der kölsche Mundart-Künstler J.P. Weber.

Bild und Text Festkomitee

Narrengilde Sessionseröffnung- Wenn sich die Narrengilde Familie trifft – Locationwechsel sorgt für Frischzellenkur

Es mutete an wie ein Familientreffen der “ besonderen “ Art. Mitten im November eröffnete auch die Narrengilde mit der Sessionseröffnung den Karneval für die Narrengilde. Im Lindner Hotel traf man sich bei Weckmann, Erbsensuppe und guter Unterhaltung. Natürlich “ kocht“ hier der Präsident persönlich. Keine Erbse die nicht durch seine Hand ging! Hier hatte sich ein Locationwechsel ergeben. Vom Saal Heumarkt im Maritim war man ins Lindner Hotel gewechselt und brachte damit frischen Wind in die Eröffnung. Natürlich durften da zum Start die Stäänefleejer nicht fehlen.
1967 wurde die KG Kölsche Narren Gilde gegründet. Und endlich hieß es wieder „Ähzezupp, Klaaf un Fastelovend“. Moderator an diesem Abend war Präsident Helmut Kopp.
Sie sind von den Bühnen Kölns nicht mehr wegzudenken – das Rentnerpaar Willi und Ernst. Sie glänzten mit ihrem Zwiegespräch über Corona und Karneval. Es folgte dann die angekündigte Ähzezupp (Erbsensuppe). Die Fidelen Kölsche gründeten sich Ende der 80iger Jahre. Leiter der bunten Truppe sind Marcel Geipel und Peter Hörth. Von den Bühnen Kölns sind auch sie kaum wegzudenken.
Ehe sie die Bühne verlassen durften sorgten sie für das bunte Bild zu einer Ehrung der besonderen Art. Markus Schwarz ist sonst für das Spitzenprogramm der Narrengilde zuständig. Allerdings ist er auch Prinz im Dreigestirn Bergheim-Thorr. Da Markus schon lange Mitglied der Narrengilde ist wurde es Zeit, ihn zum Senator zu ernennen.
Seinen “ Job“ für die Auswahl und Betreuung der Künstler von Alaaf während der Session übernimmt Angelika Blatz, Literatin der Narrengilde. Domhätzje Nadine, Jörg Runge ( Tuppes vum Land), die Domstürmer und zum Abschluss das Musikcorps Kölner Husaren grün-gelb rundeten die Sessionseröffnung ab. Fazit: Der Locationwechsel bringt frischen Wind mit! Es wirkte wie eine Frischzellenkur. Besonders bemüht war hier das Team des Lindner Hotels die Gäste zu verwöhnen. Entweder konnte man im Saal verweilen oder im Foyer Gespräche führen! Herzlichen Dank hier an besonderer Stelle an Peter Butzon, seines Zeichens Pressesprecher der Narrengilde. Er kümmerte sich auch darum das Presse und Fotografen zu ihrer Erbsensuppe kamen! Text: Elisabeth Martini Fotos : Anja Bögge und Elisabeth Martini

Bereits zum 32. Mal feierten befreundete Kölner Karnevalsgesellschaften eine „Kölsch Mess“ zugunsten wohltätiger Zwecke

Köln, 19.11.2022

• Veranstaltung in Kooperation der KKG Blomekörfge, KKG Fidele Zunftbrüder und der KKG Löstige Paulaner • Gemeinsam wurde eine Kollekte i.d.H. 400,- EUR zu Gunsten der GOT Elsaßstraße gesammelt

Am Samstag 19. November 2022 veranstaltete die Kölner KG Blomekörfge 1867 e.V. – gemeinsam mit der Kölner KG Löstige Paulaner von 1949 e.V. und der Kölner KG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V. – eine „Mess op Kölsch“. Die Veranstaltung lag in den bewährten Organisationshänden von Dietmar Teuber (Ehrenvorsitzender der KKG Blomekörfge) und seiner Frau Uschi Teuber (Senatspräsidentin der KKG Blomekörfge), beide hatten im Vorfeld viel Arbeit investiert, um die Kölsche Mess zu realisieren. Dafür gebührt ihm der Dank der Veranstalter und aller Teilnehmer. ca. 150 Gäste wohnten der Messe bei. Durch die Messe führte Pastor Johannes Quirl „op bewährte Kölsche Art“. Die musikalische Gestaltung erfolgte durch Markus Stoffel an der Orgel. Unterstützt wurde er dabei vom Chor „Colors of Cologne e.V. unter der künstlerischen Leitung von Dieter Hof. Die neugotischen Pfarrkirche St. Paul, in der Kölner Südstadt, ist fester Anziehungspunkt aller drei beteiligten Kölner Gesellschaften und so konnte mit Stolz verkündet werden, dass eine Kollekte i.d.H.v. 400,- EUR an die GOT (Ganz Offene Tür) Elsaßstraße gesammelt und übergeben werden konnte. Die GOT Elsaßstraße bietet seit über 60 Jahren qualifizierte Kinder- und Jugendarbeit in der Kölner Südstadt an. Leider fand die Messe zum vorerst letzten Mal, in der Kirche St. Paul statt. Da diese im nächsten Jahr aufwendig renoviert wird. Nach der Mess traf man sich noch zu einem kleinen Umtrunk im Gemeindesaal, wo natürlich (s. Bild) auch die obligatorische Übergabe der Sessionsorden der anwesenden KKGs erfolgte.

Pressemitteilung inkl Fotos

Sessionseröffnung KG Alt-Köllen vun 1883 e.V.

140 Jahre alt und schwungvoller als je zuvor

Wo könnte man eine Jubiläumssession besser starten als in der Hofburg des Kölner Dreigestirns, dem Dorint Hotel am Heumarkt?

200 Jahre Kölner Karneval und 140 Jahre K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V. warfen ihre Schatten voraus. „Einen Tag die Sorgen vergessen und einfach Spaß und Freude haben.“, das hatte Präsident Stephan Degueldre den über 270 anwesenden Mitgliedern, Freundinnen und Freunden gleich bei der Eröffnung versprochen. Und um es direkt vor weg zu nehmen, dieses Versprechen wurde gehalten.

Da der Sessionsorden der KG traditionell immer erst beim Dreikünnige-Appell Anfang Januar vorgestellt. Aus Anlass des 140. Geburtstags von Alt-Köllen hat man sich daher etwas Besonderes ausgedacht und zusätzlich einen Jubiläumsorden entworfen. Dieser streng limitierte Orden wurde auf der Sessionseröffnung präsentiert und stieß prompt auf große Resonanz.

Nachdem Stephan Degueldre eine komplett für ihn gestaltete neue Präsidentenkette überreicht bekommen hatte, freute er sich ganz besonders, als ersten Programmpunkt die eigene Kindertanzgruppe der Kölschen Harlequins anzusagen. Nach deren wundervollem Auftritt bedankte er sich und stellt einige der Kinder, die bereits seit Jahren tanzen vor. Zu der Tanzgruppe hat der Präsident auch deshalb ein ganz besonderes Verhältnis, da seine Tochter Angela bereits seit Beginn vor 11 Jahren dabei ist und der Grund dafür war, dass er selbst in die KG eingetreten ist. Damals war Hans Brocker Präsident und es freute Stephan Degueldre ganz besonders den heutigen Ehrenpräsidenten auf die Bühne zu rufen um ihm vor allen Anwesenden nachträglich zu seinem 85. Geburtstag zu gratulieren.

Direkt danach folgte die feierliche Mützenübergabe an 20 der insgesamt 35 neuen Mitglieder, die seit diesem Jahr neu in der KG eingetreten sind. Und auf dieser Veranstaltungen gab es dann auch direkt weitere Neueintritte. Im Anschluss daran trat die KG Kallendresser auf und brachte den ganzen Saal zum mitsingen und mitschunkeln. Und auch bei dem anschließenden Auftritt von Lupo hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl.

Und natürlich durften auch die großen Harlequins nicht fehlen und sie zeigten trotz kleiner Bühne was sie in den letzten Jahren gelernt und trainiert haben. Stephan Degueldre gratulierte allen Beteiligten und erklärte wie stolz er auf die beiden Tanzgruppen und Dankte auch der Trainerin Ines Autermann, sowie der für die Choreographie zuständige Gabi Autermann.

Als Schlusspunkt trat dann noch Eldorado auf und schaffte es ebenfalls, den ganzen Saal zu begeistern. Trotz zahlreicher Sitzplätze wurde an diesem Abend kaum Gebrauch davon gemacht. Sicher hat dazu auch DJ Henry, Heinz Coellen beigetragen, der es wie immer bei den KG Veranstaltungen schafft die Leute von den Stühlen zu reißen.

So gab es nach dem offiziellen Programm noch eine fröhliche Party, bei der die Gäste die Bühne stürmten. Und zu später Stunde wechselte man dann gemeinsam mit dem Präsidenten in einer Polonaise an die Hotelbar und feierte bis in den frühen Morgen weiter. Die 140 Jahre merkte man der KG Alt-Köllen wirklich nicht an.

Pressemitteilung Alt Köllen

Fotos Anja Bögge