Harald Naegeli in Köln
Museum Schnütgen zeigt Graffiti und Zeichnungen des Schweizer Künstlers

Harald Naegeli (*1939), der „Sprayer von Zürich“, kam gegen Ende des Jahres 1979 nach Köln. Seine nachts in den Straßen der Stadt gesprayten Graffiti von Skeletten wurden als „Kölner Totentanz“ berühmt. Am Westportal der Museumskirche St. Cäcilien des Museum Schnütgen wurde das letzte Graffiti aus den 1980er Jahren erhalten. Diese Totentanz-Figur wurde als Bestandteil des Baudenkmals der Kirche, die seit 1980 unter Denkmalschutz steht, und als kongeniale Ergänzung der Memento-Mori-Sammlung des Museums als Denkmal behandelt und konserviert.


Weniger bekannt sind Naegelis Zeichnungen auf Papier. 2018 schenkte er dem Museum Schnütgen 102 Zeichnungen und ein Mappenwerk mit Radierungen. Für die Ausstellung wurde daraus eine Auswahl getroffen, von kleinformatigen Arbeiten mit figürlichen Darstellungen bis zu den großformatigen, mystischen Tuschezeichnungen der „Urwolke“ aus feinsten Federstrichen und Punkten. Zusätzlich werden bislang nie gezeigte Leihgaben aus dem Züricher Atelier des Künstlers präsentiert: 20 Blätter der „Apokalypse“ mit dramatischen figürlichen Zeichnungen auf den zeitlos schwebenden „Teilen der Urwolke“.

Die Sonderausstellung eröffnet am 9. März 2022: „Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner“ ist bis 12. Juni 2022 zu sehen.


Naegelis Arbeiten und eine Dokumentation des „Kölner Totentanzes“ treten dabei erstmals in einen unmittelbaren Dialog mit den mittelalterlichen Objekten des Museums sowie mit ausgewählten Leihgaben der Grafiksammlung „Mensch und Tod“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Anlass für die Ausstellung bildet neben der bedeutenden Schenkung das Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieses ermöglichte es, die Kunsthistorikerin Erchen Wang für ein zweijähriges Forschungsvolontariat speziell zu Harald Naegeli am Museum Schnütgen zu beschäftigen. Zusammen mit Kim Mildebrath hat sie die Ausstellung kuratiert.

Teil der Ausstellung ist auch eine besondere Neuerwerbung des Museums: 21 buntfarbig gefasste Figurenpaare aus gebranntem Ton aus einem „Zizenhausener Totentanz“ des Herstellers volkstümlicher Tonfiguren Anton Sohn (1769–1840). In diesen führt jeweils der Tod Vertreter aller gesellschaftlichen Stände – vom Papst bis zum Koch – ins Jenseits. Der Ankauf dieses Kunstwerks aus dem 19. Jahrhundert, welches die Museumssammlung aber auch die Sonderausstellung hervorragend bereichert, wurde finanziert vom Freundeskreis Museum Schnütgen e.V., ergänzt durch das Preisgeld des Kölner Kulturrates anlässlich der Verleihung des Kölner Kulturpreises 2020 in der Kategorie „Kulturereignis des Jahres“ für die Sonderausstellung „Arnt der Bilderschneider“.

Förderer

Die Sonderausstellung wird großzügig durch den Freundeskreis Museum Schnütgen e.V. unterstützt.

Publikation zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist im Verlag der Buchhandlung Franz und Walther König ein begleitendes Buch in deutscher Sprache erschienen. Die Publikation mit 150 Abbildungen in Farbe ist im Museum erhältlich.

Weitere Termine zur Sonderausstellung „Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner:

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Freitag, 25. März 2022, 18 Uhr: Podiumsdiskussion mit Kulturdezernent Stefan Charles, Museumsdirektor Dr. Moritz Woelk, Autor Dr. Martin Stankowski, Kunsthistorikerin Dr. Barbara Hess, Streetart-Guide Michael Johne: „Die Bereicherung des öffentlichen Raums ist verboten – ein Gespräch über Kunst im öffentlichen Raum in Köln“, Ort: VHS-Saal, Museum Schnütgen.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Freitag, 1. April 2022, 19 Uhr: Konzert „No Future“ – eine Klangassemblage für Knochenflöten, Perkussion und Elektronik, mit Norbert Rodenkirchen und Rie Watanabe, Ort: St. Cäcilien, Museum Schnütgen.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Dienstag, 26. April 2022, 19.30 Uhr: Film „Der Sprayer von Zürich“ und Gespräch mit Regisseurin Nathalie David, Ort: VHS-Saal, Museum Schnütgen.

Solidaritätskonzert Stadt Köln

свобода – Freiheit Solidaritätskonzert für Musikerinnen und Musiker in der Ukraine Dienstag, 01. März 2022, 20.00 Uhr, Stadtgarten Köln Auf Initiative der ukrainischen, in Köln lebenden Musikerin Tamara Lukasheva und unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker veranstalten wir am kommenden Dienstag ein Solidaritätskonzert für die in der Ukraine lebenden und arbeitenden Musikerinnen und Musiker. Wir teilen die tiefe Bestürzung, die der aggressive kriegerische Überfall Russlands auf die Ukraine ausgelöst hat und stehen in Solidarität zu allen in der Ukraine lebenden Menschen, hier besonders zu den Musikerinnen und Musikern. Um diese Menschen direkt zu unterstützen, wollen wir nicht nur in Solidarität zu ihnen stehen, sondern ihnen auch möglichst schnell Geld zur Verfügung stellen. So werden wir gemeinsam mit Tamara Lukasheva einen Weg finden, alle Einnahmen, die aus diesem Konzert und weiteren Aktionen entstehen (Eintrittsgelder, Spenden, Honorar für WDR-Senderechte usw.) direkt an die Betroffenen weiterzuleiten. Der Konzert-Abend wird live auf WDR3 und via Video-Stream auf unserer Website übertragen. Er wird auch musikalisch ein besonderer: Unter Mitwirkung zahlreicher Musikerinnen aus Köln und NRW stellt Tamara Lukasheva ein Programm zusammen, das aus ukrainischen Liedern sowie Eigenkompositionen und Improvisationen der beteiligten Künstlerinnen in unterschiedlichen Besetzungen bestehen wird. Weitere Informationen geben wir in Kürze bekannt. Wir wünschen uns eine starke Beteiligung als Zeichen unserer Solidarität mit der Ukraine. Der vorgeschlagene Eintrittspreis beträgt 20,- EUR an der Abendkasse – oder gerne mehr. Ein Spendenkonto ist eingerichtet und wird in Kürze über https://stadtgarten.de/programm/freiheit5421 verfügbar sein. Auf unserer Website finden sich auch laufend alle aktuellen Informationen. Beteiligte Musikerinnen und Musiker (Stand: 27.02.2022): Tamara Lukasheva (vocals, piano), Marianna Sadovka (vocals), Matthias Schriefl (trumpet, euphonium, horn, tuba, vocals), Janning Trumann (trombone), Axel Fischbacher (guitar), Clemens Orth (piano), Jarry Singla (piano), Philipp Zoubek (piano, synth), Sebastian Gramms (doublebass), Jakob Kühnemann (doublebass), Joscha Oetz (doublebass), Janko Hanushevsky (e-bass), Dominik Mahnig (drums), Christian Thomé (drums), Syavash Rastani (percussion) Moderation: Antje Hollunder (WDR3)

Text Pressemitteilung Stadt Köln

Foto Pixabay

Kunst an Kölner Litfaßsäulen

Die Gedächtnislücke #12“ von Katharina Kohl befasst sich mit dem NSU-Terror

Erneut wechselt das Motiv auf den Kölner Kunstsäulen. In den Monaten Februar und März präsentiert die Künstlerin Katharina Kohl ihr Motiv „Gedächtnislücken #12“. Zu sehen ist ein überwiegend geschwärzter Text. Einige wenige Stellen sind hingegen weiß geblieben, die Worte an diesen hellen Stellen problemlos lesbar.

Das großformatige Werk „Die Gedächtnislücke #12“ sowie die 40 Drucke auf der gegenüberliegenden Seite der Säule zeigen eine Serie von ausgewählten Aktenblättern aus den Protokollen des NSU-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages. Dieser Ausschuss befasste sich mit dem jahrelangen mörderischen Terror des NSU, des Nationalsozialistischen Untergrunds, einer Terrorzelle, die viel zu lange unentdeckt agieren konnte. Wie viele öffentliche Stellen hatten daran ihren Anteil – aus Überlastung, aus Blindheit auf dem „rechten“ Auge? Der Untersuchungsausschuss sollte Klarheit bringen, zeigte im Wesentlichen jedoch auf, wie groß die Gedächtnislücken und wie gering der Wille zur Erinnerung bei Vertretern der Sicherheitsbehörden war. Kohl vertauscht auf intelligente Art das Verständnis von hell und dunkel. Die hellen Stellen bringen bei ihr kein „Licht ins Dunkel“, sie zeigen absolute Schwärze, Leere, auf – gespielt oder ehrlich, das macht keinen Unterschied.

Katharina Kohl hat 40 Protokollseiten ausgewählt und im Handdruck geschwärzt. „Die im Druck freigelassenen Stellen bezeugen verschiedene Formulierungen tatsächlicher oder vermeintlicher Gedächtnislücken“, so die Künstlerin. „Die geschwärzten Bereiche der Protokollseiten bleiben teilweise lesbar. Das Schwärzen dient lediglich dem Sichtbarmachen, nicht dem Verbergen des Inhaltes“. Die Serie gehört zu einem umfangreichen Werkkomplex, der sich mithilfe künstlerischer Techniken mit dem Personal der Sicherheitsbehörden auseinandersetzt. Dazu gehören neben Video- und Rauminstallationen auch 40 Aquarellporträts ausgewählter Personen, die von 1994 bis 2018 an entscheidenden Stellen mit der (Nicht-) Aufdeckung des NSU-Netzwerkes befasst waren.

Katharina Kohl (geb. 1956 in Treysa) lebt und arbeitet in Hamburg. Dort studierte sie von 1979 bis 1984 an der Hochschule für Bildende Künste. Eine Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland zeugen von der Vielseitigkeit ihrer Kunst. Immer wieder verbindet Kohl auch den öffentlichen Raum mit ihrer Kunst, macht ihn zur Stätte, um Kunst zu erfahren.

Weitere Informationen zu den Kölner Kunstsäulen finden Sie unter: www.stadt-koeln.de/kunstsäulen

Pressemitteilung inkl Bild

Förderung von 40 Interkulturellen Zentren in 2022


Integrationsrat der Stadt Köln beschließt erstmals eigenständig

Nach Freigabe der entsprechenden Mittel durch den Finanzausschuss hat der Integrationsrat in seiner zweiten Sitzung im Jahr 2022 erstmals eigenständig als zuständiger Fachausschuss über die wichtige Förderung der vielfältigen Vereine entschieden. So fördert die Stadt Köln auch in diesem Jahr die rund 40 anerkannten Interkulturellen Zentren mit insgesamt 666.400 Euro. Dabei handelt es sich um eine pauschale Förderung der einzelnen Träger, die sie über das Einwerben weiterer Bundes- und Landesmittel sowie Spenden für Köln multiplizieren. In 2020 konnten auf diesem Wege mehr als neun Millionen Euro zur Finanzierung der interkulturellen Arbeit der Zentren verwendet werden.

Durch die Förderung wird die seit Jahren aufgebaute und bewährte Integrations- und Antidiskriminierungsarbeit dieser wichtigen Institutionen gewährleistet. In allen Stadtbezirken unterstützen die Interkulturellen Zentren mit ihren mehrsprachigen und auch digitalen Beratungs- und Bildungsangeboten viele Kölner*innen aller Altersgruppen.

Bettina Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt: „Die Interkulturellen Zentren in Köln sind in dieser Zeit besonders wichtige Orte für Kölner*innen mit Zuwanderungsgeschichte, die Bildungs-, Beratungs- und Informationsangebote für breite Zielgruppen machen.“

Weitere Informationen zu den Zentren finden sich im Internet unter:
https://www.ki-koeln.de/aufgaben/querschnitt/interkulturelle-zentren/

Pressemitteilung

Stadt Köln aktualisiert Bilder der städtischen Straßen

Ab dem heutigen Montag, 7. Februar 2022, sind erneut spezielle, mit Kameras und Laserscannern bestückte Fahrzeuge der Firma „CycloMedia Deutschland GmbH“ unterwegs. Im Auftrag der Stadtverwaltung erstellen sie hochauflösende und georeferenzierte 3D-Panoramaaufnahmen aller Kölner Straßen. Es ist die sechste Befahrung dieser Art.  

Die Panoramaaufnahmen sind nur ein bedeutender Baustein der Stadt auf dem Weg zur „Smart City“. Im zweiten Corona-Jahr 2021 verzeichnen die Panoramabilder erneut mehr als 230.000 Aufrufe durch die Verwaltungsmitarbeiter*innen. Die Zahl untermauert die Bedeutung der Panoramabilder im Alltag der städtischen Verwaltung und belegt den Erfolg dieser Maßnahme. Die Möglichkeit, am Schreibtisch örtliche Gegebenheiten zu beurteilen, mit Messungen zu ergänzen und diese gegebenenfalls zu teilen, wird fachübergreifend in fast allen Dienststellen und Ämtern genutzt.  

Die Fahrzeuge bewegen sich auf allen frei befahrbaren, öffentlichen Straßen und Fußgängerzonen, ausgeschlossen sind private Straßen und Autobahnen. In den Aufnahmen werden alle Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht. Erst danach werden sie für die interne Nutzung zur Verfügung gestellt. Die diesjährige Befahrung dient der Aktualisierung des Bildbestandes, denn nur aktuelle Bilder eignen sich verlässlich.Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

The Garden Of Equilibrium“

Performative Rauminstallation mit Yoshie Shibahara in der artothek

Die performative Rauminstallation „The Garden of Equilibrium“ ist ein Projekt der Choreographin und Performerin Yoshie Shibahara. Der obere Teil der artothek ist durch eine dünne Trennschicht, eine Membran in Form einer Folie, vom unteren Teil getrennt. Je nach Licht und Position des Betrachters ändert sich deren optische Durchlässigkeit. „The Garden of Equilibrium” ist wesentlich vom Mihokan Atrium in Shimane, Japan, dem Heimatort Yoshie Shibaharas, inspiriert. Das ehemalige Ryokan (Reisegasthaus) ist im architektonischen Sukiya-Stil der vorindustriellen Zeit Japans erbaut, mit der charakteristischen Beziehung zwischen Innen und Außen. Der zentrale Innenraum des Atriums war gleichzeitig Außenraum: ein Garten.

Eine wichtige Rolle in Yoshie Shibaharas Werk spielen „ursprüngliche Landschaften“, die jeder Mensch, geprägt durch die frühe Kindheit, tief im Herzen verankert, besitzt. Oft sind es eher imaginäre, als reale Landschaften. „The Garden of Equilibrium” führt das Publikum auf eine Reise in seine eigenen „ursprünglichen Landschaften” und bietet eine neue Form der Wahrnehmung und des Erlebens. Unsere Wahrnehmung pendelt stets zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Die Grenze, die in „The Garden of Equilibrium” als Trennschicht visuell erlebbar ist, wird mit der Zeit immer durchlässiger und lenkt die Aufmerksamkeit auf Dinge und Phänomene, die unserer bewussten Wahrnehmung entwischen. Es ist eine Einladung, diese Dinge erneuert zu reflektieren.

Yoshie Shibahara:​ ​ ​ ​ ​ Künstlerische Leitung/Konzept/Installation/Performance

Susanne Kubelka:​ ​ ​ ​ ​ Live Musik/Bildnerische Zusammenarbeit/Performance

Egbert Mittelstädt:​ ​ ​ ​ ​ Realisation Licht und Technik

David N. Koch:​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Dramaturgische Zusammenarbeit

Pressemitteilung Foto Yoshie Shibahara

Interim des Kölnischen Stadtmuseums im ehemaligen Modehaus Sauer

Stadtrat gibt Mehrkosten frei – sind durch Einsparungen aus dem Vorjahr gedeckt

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. Februar 2022, abschließend über die Freigabe der Mehrkosten für den Umzug und die Einrichtung der neuen Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums im ehemaligen Modehaus Franz Sauer entschieden. Diese Mehrkosten gegenüber dem Ratsbeschluss von 2018 werden durch Einsparungen im Jahr 2021 aus den vorhandenen Mitteln des Kölnischen Stadtmuseums gedeckt, das heißt: Es müssen keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Hierbei handelt es sich um einmalige Mehrkosten von rund 2,38 Millionen Euro. Hintergrund der Kostensteigerungen sind unter anderem notwendige Maßnahmen für den Museumsbetrieb, die zum Ratsbeschluss 2018 – durch den noch nicht erfolgten Umbau des Gebäudes seitens des Vermieters – nicht abzusehen oder planbar waren. Dies betrifft beispielsweise die Kosten für die Ausstattung des Foyers, da durch bauliche Änderungen in diesem Bereich der komplette Abriss der vorhandenen Einrichtungen notwendig wurde.

Weitere Kostensteigerungen sind auf zusätzliche Einbauten zur Erweiterung der – auf 750 Quadratmeter begrenzten – Ausstellungsflächen zurückzuführen, aber auch auf die notwendige Anpassung digitaler Techniken an neue Standards. Auswirkungen hatten zudem pandemiebedingte Preissteigerungen.

Ein Mehrbedarf von 890.000 Euro entsteht zudem bei der Einrichtung von Werkstätten, Bibliothek, Graphischer Sammlung und Ausstellung, in Bereichen, wo die Detailplanungen erst nach Abschluss des Mitvertrages 2019 erfolgen konnten. Für die Ausstattung der Mitarbeiter*innen-Büros fielen dagegen kaum Kosten an, da die Büromöbel aus den ehemaligen Räumen in der Zeughausstraße weitgehend mitgenommen wurden.

Pressemitteilung

Stadt Köln und Land Nordrhein-Westfalen erweitern das „zamus“ zum europäischen Musik-Hotspot
Studio für Elektronische Musik des WDR zieht ins Zentrum für Alte Musik Köln

Am Donnerstag, 3. Februar 2022, hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, das „zamus​ – Zentrum für Alte Musik“ gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen auszubauen und im Zuge dieses Ausbaus das „Studio für Elektronische Musik des WDR“ dauerhaft in Köln anzusiedeln und wieder in Betrieb zu nehmen. Köln erhält damit ein bundesweit einzigartiges Musikzentrum – und das in einem der lebendigsten Viertel von Köln, nämlich auf dem Heliosgelände in Köln-Ehrenfeld, einem Hotspot der Kreativszene.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln sowie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) haben für die gemeinsame Entwicklung dieses kulturpolitischen Schatzes die letzten eineinhalb Jahre mit den Trägervereinen, dem Arbeitskreis „Studio Elektronische Musik“ sowie dem Vermieter der Immobilie in Ehrenfeld ein Umbau- und Betriebskonzept entwickelt. Der Ratsbeschluss ist nun der Startschuss für eine vierjährige Ausbau- und Aufbauphase zum zamus 2.0/SEM.
Die Stadt Köln hat gestern einen sukzessive ansteigenden Betriebskostenzuschuss für zamus 2.0/SEM jährlich in Höhe von bis zu 791.000 Euro ab 2026 an die „Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.“ sowie den „ON – Neue Musik Köln e.V.“ (plus 180.000 Euro bisherige städtische Programmförderung an ON) beschlossen. Das Land NRW plant ebenso einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 791.000 Euro an zamus 2.0/SEM.

Ziel der langfristigen Förderung in Form eines Betriebskostenzuschusses ist der Ausbau des schon bekannten zamus zu einem internationalen Produktions- und Veranstaltungszentrum und die Wiederinbetriebnahme des historischen Studios für Elektronische Musik des WDR (SEM).

Mit der Flächenverdopplung für das zamus und der Wiederinbetriebnahme des Studios für Elektronische Musik des WDR entsteht ein lebendiger Ort der künstlerischen Produktion, der Lehre und Vermittlung sowie der wissenschaftlichen Forschung. Von diesem europäischen Innovations-Hub für die Musik werden wichtige künstlerische Impulse in der Zukunft ausgehen. Ebenso wie die Alte Musik kann nun auch Elektronische Musik adäquat erforscht, aufgeführt und gehört werden. Mit dem zamus 2.0/SEM entsteht das Zentrum für authentische Aufführungspraxis. Köln und Nordrhein-Westfalen stärken so ihren Ruf als Hochburg der Alten Musik wie der Neuen Musik.

​Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Im neuen zamus forschen Musikerinnen an Alter Musik, können sich im exzellent sortierten Archiv informieren, es finden Workshops und Konzerte statt. Der jetzige Ausbau des ZAMUS und die Erweiterung auf 2.250 Quadratmeter tragen dieser positiven Entwicklung Rechnung und verbessern die Arbeits- und Probenbedingungen der Akteurinnen der Alten Musik nachhaltig. Mit dem Ratsbeschluss wird aber auch der Grundstein dafür gelegt, dass das musikhistorisch bedeutende Studio für Elektronische Musik des WDR mit einem neuen Konzept den Musiker*innen, Studierenden der Hochschulen in NRW und dem interessierten Publikum aus aller Welt wieder zugänglich gemacht wird – nicht als museales Objekt, sondern für die Komposition und Produktion elektronischer Klänge, wie kein Computer sie schaffen kann. Dies war möglich dank des Schulterschlusses zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und dem WDR.“

Der Erhalt und der Ausbau von Infrastruktur ist eines der vorrangigen Ziele der Kulturentwicklungsplanung der Stadt Köln. Die Kombination aus Traditionspflege und künstlerischer Innovation ist das Alleinstellungsmerkmal von zamus 2.0/SEM. Es gibt keine vergleichbare Kultureinrichtung, die solche vielfältigen Möglichkeiten des Zusammenspiels unterschiedlicher musikalischer Formen und Genre bietet.

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit dem Beschluss des Rates der Stadt Köln wird nun ein lange währender Prozess zu einer vielversprechenden Lösung geführt. Gemeinsam mit der Stadt Köln stärken wir als Land das erfolgreiche Zentrum für Alte Musik und sichern gleichzeitig das Studio für Elektronische Musik des WDR an einem adäquaten Ort in Nordrhein-Westfalen. Wir zeigen, wie ein großartiges historisches Kulturgut durch Musikerinnen und Musiker mit Leben erfüllt werden und neue musikalische Prozesse begünstigen kann. Durch diese Zusammenführung von Alter Musik und Neuer Musik schaffen wir einen einzigartigen musikalischen Ort voller Synergien, von dem die Musikszene in Köln, in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus profitieren wird.“

In den vergangenen zehn Jahren ist die Kölner Szene der Alten Musik stark gewachsen: Neue künstlerische Impulse wurden gesetzt, überregionale Vernetzungen ausgebaut sowie Weiterbildungs- und Förderprogramme ins Leben gerufen. Insbesondere hat sich das zamus aufgrund seiner derzeitigen Entwicklung und der herausragenden musikalischen Leistungen und Vielfalt seiner Mitglieder zu einem Leuchtturmprojekt der internationalen Musiklandschaft entwickelt. Der jetzige Ausbau und die Erweiterung trägt dieser positiven Entwicklung Rechnung.

Das Konzept zamus 2.0/SEM, das in Abstimmung mit dem Kölner Kulturamt von der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. und dem Arbeitskreis „Studio elektronische Musik“ erstellt wurde, formuliert die wesentlichen Ziele und Aufgaben des zukünftigen Musikzentrums. Durch die räumliche Erweiterung können nun die ohnehin bestehenden sowie weiter gewachsenen Anforderungen an die Arbeit des zamus umgesetzt werden. Das zukünftige Raumangebot umfasst einen Proben- und Konzertsaal von 300​ Quadratmetern für 150 Personen (Helios-Saal), einen Proben- und Konzertsaal von 265 Quadratmetern für 130 Personen (Ehrenfeld-Saal), einen kleinen Probensaal von 30 Quadratmetern, ein zentrales Foyer, ein weiteres kleines Foyer mit Empfang, 12 Büroräume, einen Coworking Space für sechs Personen, vier Gästezimmer, vier Übezellen, eine Küche, Sanitärräume, zwei Garderoben, Instrumentenlager, weitere Lagerräume sowie das Studio für Elektronische Musik (SEM) einschließlich Lager, Werkstatt und Personalräume von 260 Quadratmetern.
Es sind drei Hauptaufgaben, die das zukünftige Studio für Elektronische Musik erfüllen wird: kreative und exzellente künstlerische Produktion, Lehre und Vermittlung sowie wissenschaftliche Forschung. Entsprechend sind für das Studio Stipendien- und Residenz-Programme, Kooperationen mit den Musik- und Medienhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Öffnung für die interessierte Öffentlichkeit vorgesehen.

Damit das Konzept umgesetzt werden kann, werden die Betriebskostenzuschüsse der beiden Trägervereine der „Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.“ (KGAM) und „ON – Cologne e.V.“ erhöht, wobei sich die Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen darauf verständigt haben, die Kosten zu gleichen Teilen zu tragen. Der WDR übergibt das Studio für Elektronische Musik des WDR an ON – Neue Musik Köln e.V.

Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln: „Das Konzept zum zamus 2.0/SEM hat mich sofort überzeugt. Hier gewinnt ein renommierter Kulturstandort noch mehr Glanz und Ausstrahlung, und Produktionsbedingungen für Künstlerinnen werden weiter verbessert. Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel, wie im Sinne von Nachhaltigkeit künstlerische Vernetzung und strukturelle Synergien gestaltet werden können, damit inspirierende Orte für Bürgerinnen und Kulturschaffende entstehen.“

Mélanie Froehly, Geschäftsführerin ZAMUS und KGAM e.V.: „Wir sind überaus glücklich und dankbar, dass unsere dreijährige intensive Planungs- und Konzeptarbeit für den Ausbau des zamus von der Stadt Köln und dem Land NRW so anerkannt wird und diese Finanzierung es uns nun ermöglicht, das zamus auf unserem schon seit Langem beschrittenen Weg zu einem einzigartigen europaweiten Zentrum für Alte Musik weiter voranzubringen.“

Matthias Kremin, Programmbereichsleiter WDR 3/WDR 5: „Mit dem Studio für Elektronische Musik hat der WDR Kulturgeschichte geschrieben. Ich freue mich sehr, dass es nun gelingt, diese kulturelle Errungenschaft im zamus 2.0/SEM in die Gegenwart zu überführen, umso schöner in der Musikstadt Köln.“

Daniel Mennicken, Geschäftsführer ON – Neue Musik Köln e.V.: „Wir freuen uns, dass das Elektronische Studio des WDR nun in Ehrenfeld ein Zuhause finden wird und damit perspektivisch zahlreichen Komponistinnen, Künstlerinnen und Forscher*innen eine einmalige und bedeutsame Wirkungsstätte bereitet wird. Kölns historisches Erbe aufbereitet für die Zukunft.“

Kurzform Konzept und Ziele

zamus 2.0/SEM in Köln und in ganz Nordrhein-Westfalen – der europäische Innovations-Hub für die Musik. Das Ziel: Das europaweite Potenzial heben aus der Synergie des Zentrums für Alte Musik (zamus 2.0) mit dem Studio für elektronische Musik des WDR (SEM).

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Ort der Kreativität und der Exzellenz: Das zamus wird das europaweite Zentrum für Alte Musik. Es vereint wissenschaftliche Forschung und experimentelle Produktion über das Musikrepertoire der Vergangenheit.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Musik-Hotspot in Köln-Ehrenfeld: Das zamus wird durch optimale Probe- und Produktionsbedingungen ein Hotspot für Solist*innen und Ensembles mit vielen Konzerten in drei Sälen, Instrumentenpool und Büroräumen.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Internationaler Innovations-Hub: Die Avantgarde der Alten Musik kann innovative und anspruchsvolle Formate entwickeln und umsetzen. 2021 kamen Gäste beispielsweise aus Barcelona, Berlin, Brüssel, Paris, Katowice.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Talentförderung: Das zamus findet junge Musiktalente und weiß sie zu fördern: Professionalisierung, Vernetzung, Stipendien. Eine wettbewerbliche Unterstützungsstruktur bringt künstlerisches Renommee nach Köln und NRW.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Künstlerische Vielfalt: Beim zamus zählt Qualität, nicht Größe. Das zamus 2.0 ist ein Ermöglichungsraum. Es fördert kulturelle Vielfalt und künstlerische Exzellenz am Heimatort der zweitgrößten Musikhochschule Europas.

SEM: Das Studio für elektronische Musik des WDR (*1953) ist die Wiege der elektronischen Musik weltweit. Es ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Seine Wieder-Inbetriebnahme setzt eine künstlerische Zäsur in der elektronischen Musik und wird weltweit beachtet werden.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Künstlerische Produktion: Es gibt eine große Nachfrage, mit der einzigartigen historischen Gerätesammlung elektronische Musik des WDR zu komponieren.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Vermittlung und Kooperation: Mit dem zamus 2.0 / SEM wird Musik authentisch aufgeführt. Wichtige elektronische Musik kann endlich gehört werden!

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Forschung: Entwürfe, Pläne, Skizzen, Fotographien, Filme, Partituren und Memorabilia sind Musik-, Medien- und Kulturwissenschaften zugänglich und eröffnen neue touristische Möglichkeiten für eine moderne Musikstadt Köln.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​musikalische Vielfalt: Die Einflüsse in die Popmusik und den Jazz verbinden mit allen innovativen Musiker*innen in Köln und NRW: Neues wird entstehen.

·​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​Praktische Synergie: Probenräume und Säle werden pro Stunde und pro Tag vermietet. Studierende und Ensembles finden passende Lösungen.

Pressemittilung

Stadt bereitet Rückgabe der Benin-Bronzen an Staat Nigeria vor

Im Rautenstrauch-Joest-Museum befinden sich rund 96 Benin-Hofkunstwerke

Wie bereits im Rahmen der international geführten Debatten zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Unrechtskontexten erklärt, möchte die Stadt Köln die sogenannten Benin-Bronzen aus dem Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) an die Bundesrepublik Nigeria zurückgeben. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. Februar 2022, beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Rückgabe von Benin-Hofkunstwerken an die Bundesrepublik Nigeria in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und dem Staatsministerium für Kultur und Medien vorzubereiten.

Im Bestand des Rautenstrauch-Joest-Museums befinden sich 96 Benin-Hofkunstwerke aus Nigeria, die 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast des Königreichs Benin, das im heutigen Nigeria liegt, geraubt wurden. Die britische Armee nahm den Königspalast ein, plünderte ihn und brannte ihn schließlich nieder. Die Briten sahen ihre Kriegsbeute als Reparation für die Kosten dieser sogenannten Strafexpedition an und verschleppten sie nach London. Ab Sommer 1897 wurden die geraubten Hofkunstwerke sukzessive in europäischen Auktionshäusern versteigert oder blieben im Privatbesitz der britischen Soldaten, die sie später auch auf dem Kunstmarkt verkauften. Die 96 Hofkunstwerke, die sich heute im RJM befinden, gelangten über Sammler*innen mit bürgerschaftlichem Engagement für die Stadt Köln sowie über diverse andere Zwischenerwerber zwischen 1899 und 1967 durch Schenkungen sowie Ankäufe in die Kölner Museumssammlung.

Für die nigerianische Gesellschaft haben die Benin-Hofkunstwerke eine große historische, spirituelle und identitätsstiftende Bedeutung. Das Königtum Benin, seine traditionellen Herrschaftsstrukturen und sein kulturelles Erbe spielen in Nigeria auf politischer und spiritueller Ebene bis heute eine sehr wichtige Rolle. Das Edo-Volk des Benin-Königreichs, eines der wichtigsten afrikanischen Königreiche in der Geschichte des Kontinents, hielt mittels seiner Hofkunstwerke über Jahrhunderte hinweg alle wesentlichen Geschehnisse im Königtum fest: die Entstehungsgeschichte des Königreichs, die verschiedenen Epochen, königliche Festakte und Feierlichkeiten, wichtige Ereignisse, Kriege und Kriegsherren, Verdienste und Taten der Königinnen. Die Hofkunstwerke hatten zudem sakrale Funktionen und waren die Verbindung der Könige zu ihren Vorfahren. 1897 wurden somit das gesamte identitätsstiftende königliche historische Archiv und die Reliquien des Königtums Benin von den Briten geraubt. Seit 2021 gibt es unter Federführung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland intensive Verhandlungen mit Vertreterinnen aus Nigeria, die die Rückgabe von Benin-Hofkunstwerken aus deutschen Museen zum Gegenstand haben. Das Rautenstrauch-Joest-Museum als Museum mit der viertgrößten Sammlung von Benin-Hofkunstwerken in Deutschland begleitet diesen Prozess ebenso wie Vertreter*innen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, des Museum am Rothenbaum Hamburg und des Linden-Museums in Stuttgart.

Das Auswärtige Amt bereitet für das Frühjahr 2022 eine politische Rahmenvereinbarung zwischen Nigeria und Deutschland vor. Es ist zu erwarten, dass mit dieser Rahmenvereinbarung Rückgaben von Benin-Hofkunstwerken an den Staat Nigeria die außenpolitische Flankierung erhalten. Die konkrete Umsetzung von Rückgaben bleibt den jeweiligen Trägern der beteiligten Museen vorbehalten, erfolgt aber in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und dem Staatsministerium für Kultur und Medien. Die endgültige Entscheidung über Art und Weise von Rückgaben der Artefakte im Rautenstrauch-Joest-Museum bleibt dem Rat der Stadt Köln vorbehalten.

Pressemitteilung

Rat beschließt Verlängerung des Bühneninterims bis 2024

Mittel in Höhe von 17,3 Millionen stehen den Bühnen zur Verfügung

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 3. Februar 2022 einer Vorlage der Bühnen zugestimmt, die eine Weiterführung des Spielbetriebs in den Interim-Spielstätten Staatenhaus, Depot 1 und Depot 2 bis 2024 vorsieht. Die dazu notwendigen Mittel in Höhe von 17,3 Millionen Euro stehen den Bühnen somit zur Verfügung. Da dieser Betrag bereits in der mittelfristigen Finanzplanung des Wirtschaftsplans der Bühnen vorgesehen war, kommt es durch den Beschluss zu keinen Veränderungen im Gesamthaushalt der Stadt Köln.

Hintergrund ist, dass der aktuelle Zeitplan des Sanierungsprojekts eine Schlüsselübergabe der sanierten Gebäude am Offenbachplatz im ersten Quartal 2024 vorsieht. Eine Eröffnung der vier Bühnen kann demnach in der Spielzeit 2024/2025 erfolgen. Die nun vom Rat freigegebenen Mittel umfassen auch mögliche Nachlaufkosten in den angemieteten Interimsspielstätten.

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