Impfungen werden nach wie vor in der Impfstelle im Gesundheitsamt angeboten
Wegen der geringen Nachfrage nach Impfungen schließt die Stadt Köln zum 7. April 2022 vorübergehend die städtische Impfstelle in der Lanxess Arena. Die Impfstelle im Gesundheitsamt am Neumarkt bleibt geöffnet. Ab dem 7. April 2022 in der Lanxess Arena gebuchte Impfungen werden nun im Gesundheitsamt durchgeführt. Die Termine müssen nicht umgebucht werden. Kölner*innen, die einen Impftermin in der Lanxess Arena gebucht hatten, wurden informiert.
Sollte die Nachfrage nach Impfungen wieder steigen, kann die Impfstelle in der Lanxess Arena kurzfristig wieder geöffnet werden.
Zum 3. April 2022 hat das Wahlamt der Stadt Köln das vorläufige Wählerverzeichnis für die NRW-Landtagswahl am 15. Mai 2022 erstellt. Darin sind alle Wahlberechtigten eingetragen, die zu diesem Stichtag bei der Stadt Köln gemeldet waren. Demnach sind im Stadtgebiet Köln 728.530 Personen wahlberechtigt – davon 379.923 weiblich, 348.575 männlich, 16 divers und 16 unbekannten Geschlechts. 44.972 Kölner*innen sind erstmals zu einer Landtagswahl wahlberechtigt – davon 23.501 weiblich, 21.455 männlich und 16 unbekannten Geschlechts. Erstmalig überhaupt zu einer Wahl Berechtigte gibt es nicht, denn wer seit dem 15. Mai 2004 geboren wurde, war wegen des dort geltenden Wahlalters von 16 Jahren bereits bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 wahlberechtigt. Die älteste und der älteste Wahlberechtigte sind beide 106 Jahre alt.
Wahlbenachrichtigungen werden ab Donnerstag, 7. April 2022, zugestellt
Alle im Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten erhalten ab Donnerstag, 7. April 2022, die persönliche Wahlbenachrichtigung postalisch an die jeweilige Meldeadresse zugestellt. Wer bis Dienstag, 19. April 2022, keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, wird gebeten, sich beim Wahlamt der Stadt Köln zu melden. Das Wahlamt empfiehlt eine telefonische Kontaktaufnahme unter der Hotline 0221/221-34567, alternativ per E-Mail an wahlamt@stadt-koeln.de.
Änderungen bei den Wahlgebäuden – alle Wahlräume sind rollstuhlgerecht
Auf der Wahlbenachrichtigung steht unter anderem das jeweilige Wahlgebäude für den Urnengang am 15. Mai 2022. Das Wahlamt bittet darum, diese Angabe besonders aufmerksam zu beachten, da sich gegenüber der letzten Wahl Änderungen ergeben haben, sowohl um die Barrierefreiheit zu erhöhen, als auch, weil bisherige Wahlgebäude aktuell nicht mehr nutzbar sind (zum Beispiel das ehemalige Bezirksrathaus in Rodenkirchen). Insgesamt sind die stadtweit 543 Urnenstimmbezirke auf 174 Wahlgebäude verteilt. Die Quote der rollstuhlgerechten Wahlgebäude konnte erneut erhöht werden. Sie beträgt nun 100 Prozent gegenüber 98 Prozent bei der Bundestagswahl.
Zusätzlich zur Angabe des Wahlgebäudes auf der Wahlbenachrichtigung steht den Wähler*innen die Online-Wahlraumsuche auf der Internetseite der Stadt Köln im Bereich Politik und Verwaltung/Wahlen/Landtag (https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/wahlen/landtag/) zur Verfügung, über die der Wahlraum für die Kölner Meldeanschriften je einzeln online nachlesbar ist.
Stimmzettel für die Kölner Wahlkreise
Am 25. März 2022 hat der Kreiswahlausschuss der Stadt Köln die Kreiswahlvorschläge (Erststimme), am 29. März 2022 der Landeswahlausschuss Nordrhein-Westfalens die Landeslisten (Zweitstimme) zur Landtagswahl zugelassen. Nachdem keine Beschwerden eingegangen sind, stehen nun die Stimmzettel für die Kölner Wahlkreise fest.
Briefwahl
Ab Dienstag nach Ostern, 19. April 2022, beginnt die Briefwahl für die Landtagswahl am 15. Mai 2022. Der bequemste Weg des Briefwahlantrags ist der digitale Antrag.
Hier stehen zwei Varianten zur Verfügung:
1. Sobald dem*der Wahlberechtigten die Wahlbenachrichtigung ab dem 7. April 2022 vorliegt, kann er*sie die Briefwahlunterlagen mit Hilfe eines QR-Codes online beantragen. Dazu scannt der*die Wahlberechtigte den auf der Wahlbenachrichtigung aufgedruckten QR-Code ein und trägt als Identifizierungsmerkmal das Geburtsdatum ein.
2. Ein Online-Antrag kann auf der Internetseite der Stadt Köln im Bereich Politik und Verwaltung / Wahlen / Landtag (https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/wahlen/briefwahl-antrag-durchfuehrung ) gestellt werden. Dort erhalten die Wahlberechtigten zudem weitere Informationen. Mit dem QR-Code oder Online-Antrag erhalten die Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen am schnellsten.
Weiterhin ist es möglich, die Unterlagen per Post mit dem auf der Wahlbenachrichtigung befindlichen Antrag und dem dafür vorgesehenen Rückumschlag anzufordern. Der Umschlag muss von der*dem Wahlberechtigten ausreichend frankiert werden, ansonsten kann es zu einer Verzögerung bei der Zustellung des Briefwahlantrages kommen. Der*Die Wahlberechtigte kann alternativ einen formlosen Antrag per Post, per Fax oder E-Mail stellen.
Anschrift:
Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin Bürgerdienste – Wahlamt Dillenburger Str. 68-70 51105 Köln
Eine telefonische Beantragung der Briefwahlunterlagen ist nicht möglich. Die Nutzung von QR-Code und Online-Antrag über den Internet-Link ist nur bis Mittwoch, 11. Mai 2022, 23.59 Uhr, möglich. Zu diesem Zeitpunkt endet die automatisierte Verarbeitung von Briefwahlanträgen. Die danach eingehenden Briefwahlanträge werden händisch vom Wahlamt verarbeitet, was gegebenenfalls zu längeren Laufzeiten führen kann. Letzter Zeitpunkt für die Beantragung von Briefwahlunterlagen ist Freitag, 13. Mai 2022, 18 Uhr. Nur im Falle einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung ist die Beantragung der Briefwahl noch am Wahltag (15. Mai 2022) bis 15 Uhr möglich.
Briefwahlunterlagen frühzeitig beantragen
Das Wahlamt der Stadt Köln empfiehlt wegen der Postlaufzeiten der Briefwahl die Briefwahlunterlagen möglichst frühzeitig zu beantragen, ansonsten ist unter Umständen nicht mehr sichergestellt, dass die Briefwahlunterlagen rechtzeitig bei den Wahlberechtigten eintreffen.
Versand der Briefwahlunterlagen auch an den Urlaubsort möglich
Steht eine Urlaubsreise unmittelbar bevor und der*die Wahlberechtigte kommt absehbar bis zum Wahltag nicht nach Köln zurück, wird der*die Wahlberechtigte gebeten, in seinem*ihrem Briefwahlantrag das Abreisedatum und die Urlaubsanschrift anzugeben, damit die Briefwahlunterlagen den*die Wahlberechtigte*n dort erreichen. Diese werden an jede gewünschte Adresse versandt, ins Ausland grundsätzlich per Luftpost.
Mit Blick auf längere Postlaufzeiten ins Ausland wird sehr dringend empfohlen, die Briefwahlunterlagen besonders frühzeitig zu beantragen. Die Verantwortung für den rechtzeitigen Eingang der ausgefüllten Briefwahlunterlagen beim Wahlamt liegt bei dem*der Briefwähler*in. Wahlbriefe müssen am Wahltag bis spätestens um 18 Uhr beim Wahlamt der Stadt Köln, Dillenburger Str. 68-70, 51105 Köln, eingegangen sein. Ausschließlich am Wahltag, Sonntag, 15. Mai 2022, von 12 bis 18 Uhr, können Wahlbriefe auch im Briefwahlzentrum (Köln-Deutz, Koelnmesse, Hallen 6 und 9) abgegeben werden. Wahlbriefe können jedoch nicht in einem Wahlraum der Urnenwahl abgegeben werden.
Direktwahl: Eine gute Alternative zum Wahlsonntag und zur Briefwahl
Die Direktwahl, also die Briefwahl an Ort und Stelle, wird von Dienstag nach Ostern, 19. April, bis einschließlich Freitag, 13. Mai 2022, an insgesamt 10 Standorten angeboten (je ohne Terminvereinbarung).
Die bezirkliche Direktwahl in den neun Stadtbezirken ermöglicht Wahlberechtigen aus dem jeweiligen Stadtbezirk die Wahl. Vor und in den Bezirksrathäusern beziehungsweise Kundenzentren weisen Ausschilderungen den Wahlberechtigten den Weg zu den Direktwahlschaltern:
Öffnungszeiten sind jeweils montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Neben der bezirklichen Direktwahl wird die überbezirkliche Direktwahl angeboten. Die überbezirkliche Direktwahl ermöglicht Wahlberechtigten aus allen Stadtbezirken das Wählen an Ort und Stelle. Sie wird am Standort Kalk in der Eingangshalle des Dienstgebäudes Kalk Karree, Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln, von montags bis freitags von 8 bis 18
Uhr angeboten.
Der*Die Wähler*in benötigt für die Direktwahl einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und wird gebeten auch die vorliegende Wahlbenachrichtigung mitzubringen. Da erfahrungsgemäß in der letzten Woche und insbesondere am letzten Tag der Öffnung der Direktwahlschalter ein hohes Publikumsaufkommen zu verzeichnen ist, wird empfohlen, den gesamten Öffnungszeitraum zu nutzen, um längere Wartezeiten zu vermeiden.
Unverzichtbar und weiterhin dringend gesucht: Wahlhelfer*innen
Nach aktuellem Stand werden 728.530 Kölner*innen bei der Landtagswahl 2022 stimmberechtigt sein. Unverzichtbar für die erfolgreiche Durchführung einer Wahl sind die Wahlhelfer*innen. Für den Wahltag, Sonntag, 15. Mai 2022, ist die Stadt Köln auf insgesamt 8.000 Wahlhelfer*innen angewiesen.
Köln zeichnet sich seit jeher durch großes ehrenamtliches Engagement aus und viele Kölner*innen haben sich wieder angemeldet, um bei der Landtagswahl in einem Wahlvorstand mitzuwirken. Es werden gleichzeitig noch rund 2.000 Wahlhelfer*innen dringend gesucht, besonders für die Auszählung und Ergebnisermittlung im Briefwahlzentrum in Köln-Deutz (Hallen 6 und 9 der Koelnmesse).
Der wichtige Einsatz für demokratische Wahlen im Briefwahlzentrum hat durchaus Vorteile, denn anders als im Wahlraum beginnt der Einsatz erst mittags. Außerdem müssen Schriftführer*innen und Wahlvorsteher*innen für die Briefwahl nicht bereits am Samstag spezielle Unterlagen abholen und am Sonntagabend nach der Ergebnisermittlung wieder zurückbringen – anders als die Wahlvorstände für die Urnenwahl.
Stadtdirektorin und Wahlleiterin Andrea Blome: „Wahlhelfer*innen sind für die erfolgreiche Durchführung einer Wahl unverzichtbar. Wer sich als Wahlhelfer*in engagiert, wirkt aktiv bei der Wahl mit und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Demokratie. Wir sind alle aufgerufen, Demokratie zu leben und zu demonstrieren, welchen Wert die Demokratie für ein Leben in Frieden und Freiheit hat. Bei uns wählt das Volk – und bei uns zählt das Volk. Deshalb rufe ich auch ganz persönlich auf: Machen Sie mit, helfen Sie dabei, diese Landtagswahl durchzuführen. Dafür schon jetzt meinen herzlichen Dank.“
Interessierte Bürger*innen können sich hier unter anderem über die Höhe von „Erfrischungsgeld“ und Aufwandsentschädigung informieren und sich direkt digital anmelden: www.wahlhelfer.koeln
Die Kölner Kinder- und Jugendbuchszene ist vielfältig und kreativ – das haben die Bewerbungen für die Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur in den letzten drei Jahren gezeigt. Um die Szene weiterhin zu fördern, werden die Stipendien im Jahr 2022 bereits zum vierten Mal vergeben. Die zwei Stipendien werden vom Jungen Literaturhaus Köln ausgeschrieben und im Zuge der Autor*innenförderung mit Mitteln der Stadt Köln sowie der Imhoff Stiftung ausgestattet. Die Stipendienhöhe beläuft sich auf jeweils 12.000 Euro.
Die altersunabhängigen Stipendien sollen zwei professionellen Kinder- und Jugendbuchautor*innen ermöglichen, sich für die Zeit der Förderung ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang auf ein Publikationsvorhaben konzentrieren zu können. Die Bewerbungsfrist für die Stipendien 2022 ist der 30. April 2022.
Die Stipendien, die seit 2019 jährlich vergeben werden, sollen es als Arbeitsstipendien in der Zeit der Förderung ermöglichen, dass die Stipendiaten Entwürfe umsetzen und begonnene Werke abschließen. Bewerben können sich Autor*innen mit Hauptwohnsitz in Köln, die bereits mindestens eine eigenständige literarische Publikation im Bereich Kinder- und Jugendbuch vorweisen können. Eine gemeinsame Bewerbung mit Illustrator*innen ist möglich, wobei das Gemeinschaftsprojekt von den Autor*innen eingereicht werden muss.
Die Stipendien werden als Teil jener Maßnahmen verstanden, mit denen die Stadt Köln und das Literaturhaus Köln die positive Entwicklung der Kölner Literaturszene und auch die aktive und große Kölner Kinder- und Jugendbuchszene bestärken möchten.
Ferdinand Lutz, Stipendiat im letzten Jahr sagt zur Unterstützung: „Was für eine einmalige Möglichkeit, sich einem Projekt widmen zu können, mit so einer großzügigen Unterstützung. Ich bin außerordentlich dankbar für dieses Stipendium!“ Auch der zweite Stipendiat aus dem letzten Jahr, Selim Özdogan, betont die Bedeutung des Stipendiums für seine Arbeit: „Das Stipendium hat mir die Möglichkeit verschafft, ohne finanziellen Druck und ohne Vorgaben von Seiten eines Verlages oder Agenten, den Stoff genau so umzusetzen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das war eine entspannte Art zu arbeiten.“
Neben Ferdinand Lutz und Selim Özdogan gingen die Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur in den vergangenen Jahren an das Kreativ-Team Dully & Dax und Jörg Wolfradt (2019) sowie Andrea Karimé, Guido Kasmann und Frank Maria Reifenberg (2020).
Im Jahr 2022 werden zwei Arbeitsstipendien für einen Zeitraum von acht Monaten vergeben. Die Stipendien, jeweils mit 12.000 Euro dotiert, werden in der Regel in acht monatlichen Teilbeträgen à 1.500 Euro ausgezahlt. Über die Vergabe der Stipendien entscheidet eine unabhängige dreiköpfige Fachjury.
Anlässlich des bundesweiten Girls‘ und Boys‘ Day am 28. April 2022 dieses Jahres bietet das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern in Kooperation mit der Berufsfeuerwehr Köln, dem Amt für Informationsverarbeitung, dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen im Bereich Schreinerei und Waldpflege und allen städtischen Kitas vielfältige Angebote an – sowohl in Präsenz als auch digital.
Für die Mädchen geht es bei der Feuerwehr in diesem Jahr hoch hinaus und mitten ins Geschehen, denn es wird gelöscht, geschnitten und angepackt. Das Amt für Informationsverarbeitung vermittelt erste IT-Skills und in der Schreinerei und Waldpflege lernen die Schülerinnen Holz, Werkzeuge und den Forst auf verschiedenste Art einmal ganz genau kennen. Die Jungen dürfen als Tagespraktikanten mit in die städtischen Kitas, bekommen so einen Einblick in die Aufgaben von Erzieher*innen und erleben einen abwechslungsreichen Tag mit Kindern.
Die Stadt Köln lädt alle interessierten Schüler*innen herzlich ein, mitzumachen. Eine Anmeldung ist ausschließlich online über das „Girls’ Day Radar“ (www.girls-day.de/radar) und das „Boys’ Day Radar“ (www.boys-day.de/radar) möglich.
An dem bundesweiten Aktionstag lernen Schüler*innen von der fünften bis zur zehnten Klasse Berufe kennen, die traditionell männlich oder weiblich dominiert sind, um Klischees bei der Berufs- und Studienwahl zu durchbrechen. Denn obwohl viele Mädchen technisch begabt sind, streben sie selten einen technischen Beruf an. Und auch Jungen berücksichtigen nur in Ausnahmefällen ihre sozialen Kompetenzen bei der Berufswahl. Der Aktionstag wird bereits seit 2001 für Mädchen und seit 2011 auch für Jungen angeboten.
Vom 11. bis 23. April 2022 – also in den Osterferien – bietet die Stadtbibliothek Köln mit „Maker Kids“ wieder ein vielseitiges Programm für alle zwischen 5 und 12 Jahren. Als kleine Variante zum MINT-Festival in den Herbstferien geht es auch in den Osterferien schon seit 2015 viel um Kreativität.
In zahlreichen Workshops kann neben spannenden, interaktiven Games unter anderem ausprobiert werden, wie man Roboter programmiert, per Upcycling aus alten Materialien ganz neue Dinge macht, Origami faltet, Taschen beflockt oder Geschichten illustriert und ganze Bücher schreibt. Außerdem geht es auf eine virtuelle Reise durch unsere Galaxie!
Aus aktuellem Anlass – gefeiert werden dieses Jahr 100 Jahre Musikbibliothek – gibt es auch einen musikalischen Schwerpunkt: Hier wird in Gebärdensprache gesungen, Emotionen in Sounds übersetzt und Musik programmiert.
Am Samstag, 7. Mai 2022, rückt dann noch die Klatschkultur in den Fokus – also wie in anderen Ländern rund um die Welt geklatscht und rhythmische Musik gemacht wird. In einem weiteren Workshop entsteht aus selbst gebastelten Instrumenten, die ihre Klänge durch Bewegung erzeugen, ein „fröhliches Luftorchester“.
Das komplette „Maker Kids“-Programm liegt ab sofort aus, die Veranstaltungen sind allesamt kostenlos und finden in den Stadtteilbibliotheken Mülheim, Nippes und in der Zentralbibliothek am Neumarkt statt. Eine Anmeldung ist online unter www.stbib-koeln.de/buchung erforderlich.
25.03.2022
Landtagswahl: Wahlausschuss der Stadt Köln lässt Wahlvorschläge zuStadt Köln sucht weiter dringend Wahlhelfer*innen für die Wahl am 15. Mai 2022
Zur Landtagswahl am 15. Mai 2022 hat jede*r Wähler*in zwei Stimmen: Mit der Erststimme werden die Wahlkreisabgeordneten „direkt“ gewählt. Sie wird auf der linken (schwarzen) Stimmzettelhälfte abgegeben. Mit der Zweitstimme, die auf der rechten (blauen) Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Die Zulassung der Landeslisten erfolgt am Dienstag, 29. April 2022, durch den Landeswahlausschuss. Die zugelassenen Landeslisten können den Veröffentlichungen des Landeswahlleiters entnommen werden.
Für die in den Wahlkreisen 13 bis 19, Köln I bis Köln VII mit der Erststimme „direkt“ zu wählenden Wahlkreisabgeordneten konnten bis 17. März 2022 Wahlvorschläge bei der Wahlleiterin der Stadt Köln eingereicht werden, die von dieser nach den Vorschriften des Landeswahlgesetzes und der Landeswahlordnung geprüft worden sind. Über die Zulassung dieser Kreiswahlvorschläge entscheidet der Kreiswahlausschuss der Stadt Köln, der am heutigen Freitag, 25. März 2022, getagt hat.
Der Kreiswahlausschuss der Stadt Köln hat im Ergebnis festgestellt, dass folgende Kreiswahlvorschläge die Zulassungskriterien erfüllen und hat diese zur Landtagswahl in den Wahlkreisen 13 bis 19 zugelassen, siehe PDF-Dokument im Anhang. Sechs Wahlvorschläge (von insgesamt 77) wurden vom Kreiswahlausschuss zurückgewiesen – Zurückweisungsgrund ist jeweils die fehlende Beibringung der erforderlichen Anzahl gültiger Unterstützungsunterschriften innerhalb der Einreichungsfrist.
Zur Wahl
Der nordrhein-westfälische Landtag wird grundsätzlich alle fünf Jahre gewählt und zählt – vorbehaltlich möglicher Überhang- und Ausgleichsmandate – mindestens 181 Abgeordnete. 128 werden in Wahlkreisen „direkt“ (Erststimme) und die übrigen 53 aus den Landeslisten der Parteien mit der Zweitstimme gewählt.
Wahlberechtigung
Bei Landtagswahlen wahlberechtigt sind deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in NRW wohnen oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Zum Stand 6. Januar 2022 sind insgesamt 729.697 Kölner*innen wahlberechtigt, davon 27.376 Erstwähler*innen.
Wahlhelfer*innen gesucht
Für die Durchführung der Landtagswahl werden weiterhin dringend Wahlhelfer*innen gesucht, insgesamt 8.000. Die Stadt Köln ruft seit Januar zu diesem ehrenamtlichen Engagement auf und viele Wahlvorstände in den Wahllokalen konnten bereits gut besetzt werden, aber der Bedarf im Briefwahlzentrum, das wieder in der Koelnmesse eingerichtet wird, ist noch besonders groß. Hierfür werden dringend noch Wahlhelfer*innen gesucht, damit die Ergebnisermittlung ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Die Mithilfe im Briefwahlzentrum hat durchaus Vorteile, denn der Einsatz beginnt am Wahltag erst mittags und nicht bereits früh morgens. Anders als im Wahllokal müssen die Schriftführer*innen und Wahlvorsteher*innen auch nicht bereits am Vortag Wahlunterlagen abholen und nach der Auszählung am Wahlsonntag wieder zurückbringen! Stattdessen herrscht im Briefwahlzentrum eine ganz besondere Atmosphäre, wenn über 3.000 für die Demokratie engagierte Freiwillige mit viel Engagement und Teamspirit ihr gemeinsames Ziel erreichen, die Ermittlung des Briefwahlergebnisses für Köln!
Insgesamt sucht die Stadt Köln einschließlich einer Reserve, die bereit ist, beispielsweise bei Krankheitsausfällen einzuspringen, noch etwa 2.600 Wahlhelfer*innen. Weitere Informationen, unter anderem zu Erfrischungsgeld (zwischen 50 und 70 Euro), Werbeprämie (30 Euro) sowie Schulklassen- und Vereinsbonus (10 Euro) sowie eine direkte Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.wahlhelfer.koeln, der Rufnummer 0221/221-34333 oder per E-Mail an wahlhelfer@stadt.koeln.
Andrea Blome, Stadtdirektorin und Wahlleiterin: „Wahlhelfer*innen sind für die erfolgreiche Durchführung einer Wahl unverzichtbar. Wer sich als Wahlhelfer*in engagiert, wirkt aktiv bei der Wahl mit und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Demokratie. Wir sind alle aufgerufen, Demokratie zu leben und zu demonstrieren, welchen Wert die Demokratie für ein Leben in Frieden und Freiheit hat. Bei uns wählt das Volk – und bei uns zählt das Volk. Deshalb rufe ich auch ganz persönlich auf: Machen Sie mit, helfen Sie dabei, diese Landtagswahl durchzuführen. Dafür schon jetzt meinen herzlichen Dank.“
Corona
Die Stadt Köln hält sämtliche Maßnahmen zum Infektionsschutz für Wähler*innen und Wahlhelfer*innen bereit.
Ein außergewöhnliches Kölner Streicher-Ensemble feiert in diesem Jahr seinen runden Geburtstag: Seit 20 Jahren probt und spielt die Cello Big Band der Rheinischen Musikschule (RMS) unter der Leitung von Ulrike und Gunther Tiedemann. Ihre Projekte aus unterschiedlichen Stilrichtungen, von Jazz über Rock bis Pop, stellen Künstler wie Ray Charles oder auch Soundtracks wie „The Blues Brothers“ und „Das Dschungelbuch“ in den Mittelpunkt. Das Ensemble ist nicht nur mit seiner stilistischen Ausrichtung sondern auch dank seiner Größe und Zusammensetzung eine Besonderheit. Gunther Tiedemann achtet bei seinen Kompositionen und Arrangements darauf, dass Cellist*innen jeden Alters und instrumentaltechnischen Niveaus teilnehmen können. Die außergewöhnliche Band wuchs im Laufe der Jahre von etwa 30 auf inzwischen rund 60 Musiker*innen an. Im Gegensatz zu den üblichen Ensembles findet bei der Cello Big Band auch kein regelmäßiger Unterricht statt. Für die jährlichen Projekte werden in der Regel drei Probentage angesetzt.
Die RMS Cello Combo, die sich derzeit aus acht Cello Big Band-Mitgliedern formierte, kam ebenfalls 2002 zum ersten Mal als Workshop-Ensemble zusammen. Nach mehreren Projektphasen wurde sie als regelmäßiges Ensemble eingerichtet, in dem sich Cellist*innen mit Stilistik, Spieltechniken und Improvisation in Jazz, Rock, Pop und Weltmusik beschäftigen können. Die Arrangements entstehen meist für das Ensemble oder werden gemeinsam entwickelt. Die Teilnehmenden werden beim Projekt RMS Cello Big Band ausgewählt, die gemeinsam das jährliche Konzert Celloversum veranstalten.
Seinen ersten runden Geburtstag feierte Celloversum 2012 mit der Kölner Band The Black Sheep um Charlotte und Johanna Klauser (unter anderem Pussy Terror TV).
Zum 20. Geburtstag brachten die RMS Cello Big Band und RMS Cello Combo Musik von zwei britischen Pop-Größen auf die Bühne des Konzertsaals der Hochschule für Musik und Tanz: Queen und Adele.
Hinweis an die Redaktionen:
Die Fotos im Anhang stehen bei Angabe der Quelle „Edmond Haghnazar“ honorarfrei zur Verfügung.
Das Kölnische Stadtmuseum durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel: Im Herbst 2022 öffnet das Museum im ehemaligen Modehaus Franz Sauer in der Minoritenstraße seine Türen. Hier wird künftig die Kölner Stadtgeschichte kreativ und innovativ erzählt. Passend zur inhaltlichen Neuausrichtung präsentiert das Museum jetzt ein neues Branding und ein neues Leitbild. „Das Kölnische Stadtmuseum versteht sich als ein wichtiger Pfeiler der Kölner Geschichte und seiner Identität. Es ist deshalb wichtig, dass sich das Museum auffallend und sichtbar im Stadtbild präsentiert, damit sich möglichst viele Menschen von unseren Themen und dem Ort – mitten in der Kölner Innenstadt – angesprochen fühlen“, erläutert Silvia Rückert, stellvertretende Direktorin des Stadtmuseums.
Vielfarbig und plakativ: Der neue Außenauftritt
Um die Neupositionierung ganzheitlich umzusetzen, entwickelte das Museum gemeinsam mit der Kölner Grafikagentur ENORM ein neues Branding. Der neue Außenauftritt sowie das neue Logo zeigen sich offensiv plakativ und in der bewussten Vielfarbigkeit so divers und dynamisch wie die Themen, die im Museum zukünftig präsentiert werden. „Das Kölnische Stadtmuseum erzählt nicht nur die Geschichte Kölns, es befasst sich auch mit gegenwärtigen Fragen und geht offen und mutig in die Zukunft“, betont der Kölner Beigeordnete für Kunst und Kultur, Stefan Charles. „Das neue Branding spiegelt diesen modernen, dynamischen Zugang zur Stadtgeschichte und den Anspruch des Hauses, ein offener Ort zu sein – ein Ort, an dem auch experimentiert werden darf und unterschiedlichste Stimmen berücksichtigt werden.“
Museums-InfoBox auf dem Kolpingplatz
Ein erstes Beispiel für das gewandelte äußere Erscheinungsbild des Hauses ist eine „Museums-InfoBox“, die am 14. März 2022 auf dem Kolpingplatz eröffnet wurde. In diesem auffällig gestalteten Container informiert das Museumsteam über den aktuellen Stand des Umbaus und die Neukonzeption des Hauses. Kurze Filme und Interviews sowie großformatige Visualisierungen geben einen spannenden Vorgeschmack auf die entstehende Dauerausstellung. Bei einem Gewinnspiel können die Besucher*innen zudem exklusive Führungen gewinnen und so das neugestaltete Haus noch vor der offiziellen Eröffnung kennenlernen. Die „InfoBox“ ist montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 14. März 2022 geht zudem der neue Webauftritt des Kölnischen Stadtmuseums online. Auch hier finden Interessierte viele Informationen, Bilder und Videos über das entstehende neue Museum (www.koelnisches-stadtmuseum.de).
Der gesamte Prozess des Umzuges und der Neuausrichtung des Museums wird vom Freundeskreis des Kölnischen Stadtmuseums finanziell unterstützt und auch inhaltlich begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass für das Stadtmuseum mit dem Umzug in die Minoritenstraße eine neue Ära beginnt: offen, modern, kreativ und partizipativ. Es ist uns eine Freude, diese umfassende Neuausrichtung des Hauses aktiv zu unterstützen“, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins, Kölns ehemaliger Oberbürgermeister Jürgen Roters.
Wir sind Köln: Das neue Leitbild
Passend zur Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes haben die Mitarbeitenden des Museums in einem gemeinsamen Prozess ein Leitbild mit einer Vision des Kölnischen Stadtmuseum formuliert, welche das Selbstverständnis und die Arbeit der kommenden Jahre prägen soll. Besonders wichtig ist dem Museumsteam dabei das Verhältnis zur Stadt Köln und seinen Bürger*innen. „Wir sind Köln“ lautet der erste Satz des neuen Leitbildes, um die Verbundenheit und die Verantwortung des Hauses für die Identitätsbildung der Stadt zum Ausdruck zu bringen. Ferner definieren die Mitarbeitenden hier den Anspruch, ein Museum für alle mit möglichst wenigen Hürden sowie ein Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Stadt und ihrer Gesellschaft zu sein. Den sich stetig wandelnden Anforderungen an eine zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit will sich das Team agil und offen stellen.
Weitere Informationen stehen unter www.koelnisches-stadtmuseum.de/ueber-uns bereit.
Bild und Text Pressemitteilung Stadt Köln
Am 15. und 16. März 2022 verlegt der Künstler Gunter Demnig an 14 Orten in Köln insgesamt 39 neue Stolpersteine. Stolpersteine sind kleine Denkmale für Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus aus unterschiedlichen Gründen verfolgt wurden. Sie werden vor den ehemaligen Wohnhäusern verlegt, in denen die Menschen vor ihrer Flucht oder Verhaftung lebten. Damit erinnern sie individuell an das Schicksal der Verfolgten und werfen gleichzeitig Fragen nach Täter- und Mittäterschaft auf.
Die neuen Stolpersteine der aktuellen Verlegung erinnern ausschließlich an Menschen, die während der NS-Zeit als jüdisch verfolgt wurden. Die einzige Ausnahme bildet ein Stolperstein, der am 15. März 2022 nachmittags in Erinnerung an Michael Krath in der Bamberger Straße 16 verlegt wird. Michael Krath war im Widerstand für die KPD aktiv und wurde 1933 wegen angeblicher Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Nach seiner Entlassung 1935 ging er nach Spanien und schloss sich dort im Spanischen Bürgerkrieg den Internationalen Brigaden gegen den Diktator Francisco Franco an. Im Juli 1937 kam er in der Sierra de Guadarrama in Zentralspanien ums Leben.
Darüber hinaus wird in der Bobstraße ein Abschnitt der Messingspur zum Gedenken an die im Mai 1940 aus Köln deportierten Sinti*ze und Rom*nja verlegt.
Das Projekt der Stolpersteine beruht auf bürgerschaftlichem Engagement. Ein Stein kann dann verlegt werden, wenn Einzelne oder Gruppen eine kostenpflichtige Patenschaft übernehmen. Neben Einzelpersonen, Firmen und Vereinen übernehmen auch mehrere Kölner Schulen regelmäßig Patenschaften für neue Steine.
Die Initiative, einen Stolperstein verlegen zu lassen, geht häufig von Angehörigen und Nachfahren der ehemaligen Kölner Bürger*innen aus. In den meisten Fällen stehen sie bereits seit längerem in Kontakt mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und haben mit dessen Unterstützung die Geschichte ihrer Familie in Köln recherchiert: Mit den Stolpersteinen möchten sie nun an das Schicksal ihrer Vorfahren erinnern und sie damit auch ein Stück weit wieder in ihre frühere Heimatstadt zurückkehren lassen.
Aufgrund der anhaltenden Pandemielage ist es auch in diesem Jahr jedoch nur sehr wenigen Angehörigen möglich, zur Verlegung der Steine in Erinnerung an ihre Vorfahren anzureisen.
Theresia und Adolf Isay überlebten den Holocaust dank der Hilfe von Menschen, die sie versteckten, unterstützten und ihnen damit das Leben retteten. Theresia Isay kam 1880 in Wien in einer christlichen Familie als Theresia Liederer zur Welt. Adolf Isay, 1875 in Köln geboren, stammte aus einer alteingesessenen jüdischen Kaufmannsfamilie. Sein Vater Jacob hatte zusammen mit seinem Bruder Moritz 1871 in Köln eine Großhandlung für Tücher, Woll- und Strickwaren gegründet. Nach dem Ausscheiden der beiden Firmengründer führte Adolf Isay zusammen mit seinem Bruder Siegfried und einem Cousin das Unternehmen in bester Kölner Innenstadtlage – an der Zeppelinstraße/Ecke Alte Post – fort.
Die Ehe von Theresia und Adolf Isay blieb kinderlos. Das Ehepaar lebte in Rodenkirchen in der Uferstraße 30. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das „Geschäft für Trikot und Strumpfwaren der Brüder Isay“ 1933 in die „Wistri Gesellschaft für deutsche Wirk- und Strickwaren GmbH“ umgewandelt und wenig später unter Wert verkauft. Auch privat litten Theresia und Adolf Isay unter den Repressalien des NS-Regimes. Am 1. April 1933, dem Tag des Boykotts gegen jüdische Geschäftsleute, Ärzte und Juristen, durchsuchte eine Abordnung der SS ihr Haus in Rodenkirchen und entwendete Wertgegenstände. Am Abend des 9. November 1938, noch kurz vor Beginn des reichsweiten Pogroms, wurde Adolf Isay verhaftet. Allein der Einsatz seiner Ehefrau bewahrte ihn vor einer Deportation in das Konzentrationslager Dachau. Nur wenige Tage später drohte man ihm mit der Enteignung seines Hauses in der Uferstraße. Er verkaufte das Gebäude daraufhin an seinen Neffen Franz Weiss, und das Ehepaar zog an den Bayenthalgürtel 43.
Als ihre neue Bleibe im Juli 1943 ausgebombt wurde, begann für Theresia und Adolf Isay eine fast zweijährige Odyssee. Zunächst kamen sie bei Franz Weiss und seiner Familie in ihrem ehemaligen Haus an der Uferstraße unter, mussten die Unterkunft jedoch bald wieder verlassen, weil Adolf Isay als Jude nicht mit seinen christlichen Großnichten unter einem Dach wohnen durfte. Drei Monate lebten sie versteckt bei dem Unternehmer Carl W. Löwe in der Eugen-Langen-Straße 2 in Marienburg, bevor sie zurück in das schwer beschädigte Haus am Bayenthalgürtel zogen und sich dort bis zur endgültigen Zerstörung des Gebäudes im Sommer 1944 im Keller versteckten. Die letzten Monate bis zur Befreiung Kölns am 6. März 1945 verbrachten Adolf und Theresia Isay in getrennten Verstecken, sahen sich jedoch täglich. Nach Ende des Krieges zog das Ehepaar zurück in das Haus in Rodenkirchen. Theresia Isay starb am 10. September 1953, Adolf Isay am 14. Mai 1956.
Vor der Verlegung eines Stolpersteins werden häufig noch einmal umfassende biographische Recherchen zu den Personen durchgeführt, um z. B. ihren letzten freiwillig gewählten Wohnort und die Familienverhältnisse belegen zu können. So auch im Falle des Ehepaars Isay. Dabei stellte sich heraus, dass Adolf Isay und Dr. Arthur Isay, für den im Anschluss ein Stolperstein vor dem Haus Hauptstraße 50 verlegt wird, Brüder waren.
Mit den Gedenksteinen für Else Kreuer und zwei ihrer Kinder werden die ersten Stolpersteine in Raderthal verlegt.
Else Kreuer, geborene Meyer, kam 1891 in Nieder-Zündorf zur Welt. Ihr Vater August war Pferdehändler und betrieb in der Thieboldsgasse 47 eine Metzgerei. Sie heiratete Karl Hermann Kreuer, einen Kölner Kaufmann, der eine Großhandlung für chemische Produkte, Farben, Lacke und Öle führte. Karl Kreuer war katholisch und wurde wegen seiner Verbindung mit einer Jüdin exkommuniziert. Auch die Familien der Brautleute standen der Verbindung des Paares zunächst skeptisch gegenüber. Rasch hintereinander wurden zwei Kinder geboren: 1919 kam Edith Ruth zur Welt, 1921 folgte Helmut. Knapp sechs Jahre später, im Jahr 1927, komplettierte Beate Dorothea die Familie. In Helmut Kreuers Erinnerung war die Ehe der Eltern sehr harmonisch. Beide tolerierten und respektierten den anderen in der jeweiligen Religionsausübung.
Im Januar 1934 starb Karl Kreuer und ließ Else mit drei heranwachsenden Kindern zurück. Die Familie blieb am Markusplatz 24 wohnen, wo sie seit 1926 lebte, und Else führte das Geschäft ihres verstorbenen Ehemannes weiter. Vor den Repressalien der Nationalsozialisten blieben sie und die Kinder zunächst verschont. Else hatte sich entschlossen, Ruth, Helmut und Beate christlich zu erziehen. Bald nach dem Tod des Vaters wurden sie getauft. Ostern 1934 ging Helmut zur Ersten Heiligen Kommunion und trat in die katholische Jugend ein. Der 13-Jährige besuchte inzwischen die Mittelschule in der Trierer Straße. Er erinnert sich an erste Probleme in der siebten oder achten Klasse, weil er nicht zu den Treffen der Hitlerjugend ging und keine hinreichende Erklärung dafür hatte. Schließlich legte ihm sein Klassenlehrer nahe, die Schule zu verlassen.
Helmut begann eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete bis zu seiner Flucht 1944 im Betrieb eines Verwandten in der Dürener Straße. Edith Ruth war verheiratet und lebte in ihrem eigenen Hausstand.
Doch die Mitglieder der Familie Kreuer gerieten zunehmend ins Visier der Nationalsozialisten. Nachbarn denunzierten sie, und Helmut wurde mehrmals von der SA und der Kölner Gestapo einbestellt. Im Sommer 1944 entschlossen sich Else, Helmut und Beate Kreuer zur Flucht in die Schweiz. Edith Ruth blieb mit ihrem Ehemann in Deutschland zurück. Die drei Flüchtlinge versteckten sich zunächst einige Monate in einem Dorf in Baden-Württemberg, am 5. Dezember 1944 passierten sie die deutsch-schweizerische Grenze.
Else Kreuer starb am 11.Juni 1973 im Alter von 82 Jahren in Basel. Helmut arbeitete in seiner neuen Heimat als Busfahrer. Er starb 2012, seine Schwester Beate am 18. Oktober 2014.
An der Verlegung werden Angehörige der Familie Kreuer teilnehmen.
Die Patenschaften für die Steine haben der „Bürgerverein RADERBERG und -THAL e.V.“ sowie einzelne seiner Mitglieder übernommen
Mit den Gedenksteinen für Else Kreuer und zwei ihrer Kinder werden die ersten Stolpersteine in Raderthal verlegt.
Else Kreuer, geborene Meyer, kam 1891 in Nieder-Zündorf zur Welt. Ihr Vater August war Pferdehändler und betrieb in der Thieboldsgasse 47 eine Metzgerei. Sie heiratete Karl Hermann Kreuer, einen Kölner Kaufmann, der eine Großhandlung für chemische Produkte, Farben, Lacke und Öle führte. Karl Kreuer war katholisch und wurde wegen seiner Verbindung mit einer Jüdin exkommuniziert. Auch die Familien der Brautleute standen der Verbindung des Paares zunächst skeptisch gegenüber. Rasch hintereinander wurden zwei Kinder geboren: 1919 kam Edith Ruth zur Welt, 1921 folgte Helmut. Knapp sechs Jahre später, im Jahr 1927, komplettierte Beate Dorothea die Familie. In Helmut Kreuers Erinnerung war die Ehe der Eltern sehr harmonisch. Beide tolerierten und respektierten den anderen in der jeweiligen Religionsausübung.
Im Januar 1934 starb Karl Kreuer und ließ Else mit drei heranwachsenden Kindern zurück. Die Familie blieb am Markusplatz 24 wohnen, wo sie seit 1926 lebte, und Else führte das Geschäft ihres verstorbenen Ehemannes weiter. Vor den Repressalien der Nationalsozialisten blieben sie und die Kinder zunächst verschont. Else hatte sich entschlossen, Ruth, Helmut und Beate christlich zu erziehen. Bald nach dem Tod des Vaters wurden sie getauft. Ostern 1934 ging Helmut zur Ersten Heiligen Kommunion und trat in die katholische Jugend ein. Der 13-Jährige besuchte inzwischen die Mittelschule in der Trierer Straße. Er erinnert sich an erste Probleme in der siebten oder achten Klasse, weil er nicht zu den Treffen der Hitlerjugend ging und keine hinreichende Erklärung dafür hatte. Schließlich legte ihm sein Klassenlehrer nahe, die Schule zu verlassen.
Helmut begann eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete bis zu seiner Flucht 1944 im Betrieb eines Verwandten in der Dürener Straße. Edith Ruth war verheiratet und lebte in ihrem eigenen Hausstand.
Doch die Mitglieder der Familie Kreuer gerieten zunehmend ins Visier der Nationalsozialisten. Nachbarn denunzierten sie, und Helmut wurde mehrmals von der SA und der Kölner Gestapo einbestellt. Im Sommer 1944 entschlossen sich Else, Helmut und Beate Kreuer zur Flucht in die Schweiz. Edith Ruth blieb mit ihrem Ehemann in Deutschland zurück. Die drei Flüchtlinge versteckten sich zunächst einige Monate in einem Dorf in Baden-Württemberg, am 5. Dezember 1944 passierten sie die deutsch-schweizerische Grenze.
Else Kreuer starb am 11.Juni 1973 im Alter von 82 Jahren in Basel. Helmut arbeitete in seiner neuen Heimat als Busfahrer. Er starb 2012, seine Schwester Beate am 18. Oktober 2014.
An der Verlegung werden Angehörige der Familie Kreuer teilnehmen.
Die Patenschaften für die Steine haben der „Bürgerverein RADERBERG und -THAL e.V.“ sowie einzelne seiner Mitglieder übernommen
Anlässlich des 50. Jahrestages der Deportation von 1.000 Rom*nja und Sinti*ze aus Köln im Mai 1940 entwarf Gunter Demnig gemeinsam mit dem Kölner Rom e.V. das Konzept einer Erinnerungsspur, die an die zu dieser Zeit weitgehend vergessenen Opfer der Deportation erinnern sollte. Hierfür zog er im Jahr 1990 eine Farbspur mit den Worten „Mai 1940 – 1.000 Sinti und Roma“ quer durch die Stadt. Ausgehend vom ehemaligen Internierungslager in Köln-Bickendorf, in dem ein Großteil der Kölner Rom*nja und Sinti*ze vor der Deportation unter menschenunwürdigen Bedingungen leben musste, führte die Spur vorbei an ehemaligen Wohnorten, aber auch an zentralen Orten ihrer Verfolgung, wie etwa dem EL-DE Haus am Appellhofplatz und dem Polizeipräsidium am Waidmarkt bis zum Bahnhof Deutz, von dem aus der Deportationszug im Mai 1940 die Stadt verließ. Die Spur machte deutlich, dass die Verfolgung und Deportation vor den Augen aller stattfand, doch Gunter Demnig wurde auf seinem Weg häufig mit Aussagen von zufällig Vorbeikommenden konfrontiert, die postulierten, man habe davon nichts wissen oder mitbekommen können. Vor dem Hintergrund dieser Erlebnisse entwickelte er in den folgenden Jahren das Projekt „Stolpersteine – Hier wohnte“, mit dem er der Gesellschaft erneut vor Augen führte, dass die Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime vor der eigenen Haustür stattfand.
Die Farbspur verblasste mit der Zeit, nach drei Jahren stimmte der Rat der Stadt Köln jedoch zu, sie an 23 Stellen im Kölner Stadtgebiet in Messing gießen zu lassen und damit dauerhaft zu erhalten. Doch auch am Messing nagt der Zahn der Zeit, so dass der Schriftzug vor der ehemaligen langjährigen Zentrale des Vereins Rom e.V. seit einigen Jahren nicht mehr zu lesen ist.
Dieser Abschnitt wird nun neu verlegt, begleitet wird die Verlegung durch ein etwa einstündiges Programm mit Musik und Ansprachen verschiedener Vertreter*innen aus Politik und lokalen Vereinen, darunter Frau Bürgermeisterin Brigitta von Bülow und Herr Ruzdija Sejdovic vom Vorstand des Rom e.V..
Josef Stein wurde 1869 in Lechenich geboren. Er war Inhaber mehrerer Möbelhäuser in Köln. 1901 hatte er zusammen mit seinem Bruder Benedikt das Möbelhaus Gebr. Stein gegründet und war Mitinhaber und später Alleininhaber der Firma Josef Leißner. Seine Ehefrau Auguste, geborene Rosenthal, kam 1874 in Groß-Steinheim in Hessen zur Welt. Nach dem Tod von Josef Stein im Oktober 1934 zog sie zunächst zu ihrem Sohn Hugo, der mit seiner Familie am Mauritiuswall 100 wohnte. 1936 wechselte der Mehrgenerationenhaushalt in eine Fünf-Zimmer-Wohnung in der Ehrenstraße 86.
Hugo Stein, 1898 in Köln geboren, war der älteste Sohn von Josef und Auguste Stein. 1933 übernahm er von seinem Vater das Möbelgeschäft Josef Leißner, musste es jedoch drei Jahre später verkaufen. Schon 1933 hatte die Familie die ersten drei Filialen aufgeben müssen. Inzwischen gehörte ihr nur noch eine Zweigstelle in der Krebsgasse 5. Hugo Stein heiratete am 18. Juli 1923 Anna Landau. Seine Ehefrau, die 1898 in Köln geboren wurde, war eine selbstbewusste junge Frau. Ihr Vater Isidor Landau führte in der Venloer Straße 308 ein Herrenmodengeschäft, sie selber gab in der Heiratsurkunde als Berufsbezeichnung „Geschäftsinhaberin“ an. Das Ehepaar wohnte zunächst in der Takustraße in Bickendorf. Dort wurde am 11. Mai 1925 Sohn Walter Siegfried geboren. Am 18. Dezember 1929 folgte Sohn Rolf Simon.
Von 1937 an verschlechterte sich die Lage der Familie zunehmend und sie musste ihre Wohnung in der Ehrenstraße 86 aufgeben. Kurz darauf wurde die letzte Filiale des einstigen Möbelimperiums „arisiert“. Am 15. Juni 1942 wurden Auguste, Anna und Hugo Stein in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo Auguste am 26. November 1943 starb. Anna und Hugo Stein wurde am 28. Oktober 1944 weiter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Ihren Söhnen Walter und Rolf war im August 1941 mit einem Kindertransport der Hilfsorganisation German Jewish Children’s Aid die Flucht in die USA gelungen.
Zu der Verlegung werden Angehörige aus den USA anreisen.
Paten sind Privatpersonen sowie das Berufskolleg Ehrenfeld, welches bereits seit vielen Jahren regelmäßig Patenschaften für Stolpersteine übernimmt.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kölner Fotoagentur laif zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) eine Ausstellung mit 40 Positionen dokumentarischer und journalistischer Fotografie von 1981 bis 2021. Die Agentur laif wurde 1981 von den vier Fotografen Günter Beer, Jürgen Bindrim, Manfred Linke und Guenay Ulutuncok in der Kölner Südstadt gegründet und vertritt heute mehr als 400 Fotograf*innen weltweit, darunter zahlreiche World-Press- und Pulitzer-Preisträger*innen.
Beim Pressegespräch stehen Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln, Petra Hesse, Direktorin des MAKK, Peter Bialobrzeski, Fotograf und Ausstellungskurator, Manfred Linke, Fotograf und Mitgründer von laif, und Silke Frigge, Geschäftsführerin laif, für Fragen zur Ausstellung zur Verfügung. Anschließend führen Peter Bialobrzeski und Manfred Linke durch die Ausstellung. Zur Ausstellung kommuniziert das MAKK auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #40Jahrelaif.